Heimat-Waller: Riesenwelse in Deutschland!

Spanien, Italien, Frankreich – durch die Bank erstklassige Länder für riesige Welse. Halt, eines wir haben vergessen: Deutschland! In den letzten 10 Jahren hat sich der Wallerbestand so gut entwickelt und sich diese Fischart so verbreitet, dass Sie es mit der Angel unbedingt mal auf „Heimat-Wels“ versuchen sollten! Und wir zeigen Ihnen, wo es Riesenwelse in Deutschland gibt…

Riesenwelse in Deutschland sind längst keine Ausnahme mehr. Diesen massiven Wels fing Christian Karo in der Rheinaue mit einem Wobbler. Um an solche Waller zu gelangen, braucht es kein ausgefallenes Tackle, aber viel Wissen um die Verhaltensweisen der Fische. Besonders die Standplätze und -tiefen der Welse ­variieren stark zwischen Gewässertypen und Jahreszeiten. Foto: C. Karo

Bild: C. Karo

Riesenwelse in Deutschland sind längst keine Ausnahme mehr. Diesen massiven Wels fing Christian Karo in der Rheinaue mit einem Wobbler. Um an solche Waller zu gelangen, braucht es kein ausgefallenes Tackle, aber viel Wissen um die Verhaltensweisen der Fische. Besonders die Standplätze und -tiefen der Welse ­variieren stark zwischen Gewässertypen und Jahreszeiten.

Riesenwelse in Deutschland

Wussten Sie, dass Sie als Mensch beim Baden in deutschen Gewässern möglicherweise nicht das größte und schwerste Lebewesen im Wasser sind? Mit ein bisschen Glück (oder Pech) schwimmt direkt unter Ihnen ein zwei Meter langer Waller. Ja, Sie haben richtig gelesen! Zwei Meter! Ob Sie es glauben oder nicht, seit einigen Jahren verbreiten sich Riesenwelse in Deutschland!

Wie wäre es denn mal mit einem solchen Fisch? Schon gefangen? Nicht? Naja, dann versuchen Sie es einmal, die Möglichkeit haben Sie bestimmt in einem Gewässer in Ihrer Nähe. Denn Welse gibt es mittlerweile überall, und auch in sehr vorzeigbaren (und teilweise auch nicht mehr vorzeigbaren) Größen. Teilweise muss so ein Waller sogar von vier Mann für ein Foto gehalten werden!

Verschieben Sie also Ihre Angelreise ins Ausland um ein Jahr, nehmen Sie Urlaub und fahren Sie Welsangeln! Man kann diesem Monster-Fisch auch mit der Spinnrute nachstellen. Sie müssen sich also nicht unbedingt mehrere Tage an eine Stelle setzen! Falls Sie es aber doch tun und die Wartezeit bis zum Biss überbrücken möchten, dann lesen Sie doch den Artikel von Markus Bötefür im neuen Blinker 07/2020 über die Geschichte des Wallers. Vielleicht entnehmen Sie daraus sogar noch Wissen für die Praxis.

Welse sehen fast nichts. Aber sie kriegen - dank Barteln, Riech- und Seitenlinienorgan - trotzdem alles um sich herum mit.

Bild: C. Chew

Welse sehen fast nichts. Aber sie kriegen – dank Barteln, Riech- und Seitenlinienorgan – trotzdem alles um sich herum mit.

Verbreitungsgebiete in Deutschland

Treene

Die Treene ist ein kleiner, strömungsarmer Fluss im Norden der Republik. Sie ist sehr naturbelassen und auf weiten Strecken von Schilf umgeben. Das Wasser ist recht trüb, das freut den Waller!

Wakenitz

„Amazonas des Nordens“ ist ein Spitzname der Wakenitz. Dementsprechend kann man sich vorstellen, wie das Ufer gesäumt ist – überhängende Bäume, Büsche, Sumpfwiesen und kleine Moorgewässer finden sich entlang des Flusslaufes. Die 15 Kilometer lange Wakenitz entwässert den Ratzeburger See und wird in Lübeck aufgestaut.

Elbe

Bis 1990 waren Welse in der Elbe nur Einzelfische. Um den Bestand zu etablieren, wurden ab 1999 Welse ausgesetzt. Mittlerweile hat sich der Bestand vor allem im Mittellauf der Elbe um Magdeburg soweit stabilisiert, dass man beim Aalangeln mehr kleine Welse als Aale fängt. Und die Großen sind nicht fern!

Oder

Der über 800 Kilometer lange Grenzfluss im östlichsten Osten der Republik ist nicht nur landschaftlich extrem reizvoll, sondern auch sehr fischreich. Besonders um den Ort Schwedt werden jährlich sehr große Welse gefangen und gemeldet. Leider ist es im Zuge des der Einrichtung des Nationalparks nicht immer ganz leicht, an Stellen heran zu kommen. Erkundigen Sie sich unbedingt vor Ort, wo Sie angeln dürfen.

Spree

Die Spree ist insgesamt etwa 400 Kilometer lang. Landschaftlich ein echter Leckerbissen, nur die rund 40 Kilometer Flussstrecke, die durch Berlin verlaufen, sind kanalisiert und mit Spundwänden eingefasst. Der Fluss fließt sehr langsam.

Rhein, Main, Neckar

Der mehr als 1200 Kilometer lange Rhein zählt zu Deutschlands allerbesten Welsflüssen. Aber auch die unzähligen Zuflüsse beherbergen größtenteils Welse. Vor allem der Main und der Neckar haben durch häufige Welsfänge auf sich aufmerksam gemacht. Fische mit über zwei Meter Länge gelten längst nicht mehr als Seltenheit!

Donau, Naab, Regen

Bayern galt lange als Top-Bundesland für Riesenwelse in Deutschland. Das hat sich nicht geändert, nur wurden die Gewässer in den anderen Ländern ebenfalls sehr gut. Besonders die Flüsse Donau, Naab und Regen tauchen oft in den Fangstatistiken als Erfolgsgewässer auf. Mittlerweile hat die Größe der Einzelfische im Vergleich zu den Rhein-Fischen zwar abgenommen, aber mittelgroße Welse lassen sich an guten Tagen sogar in Folge fangen.

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