Hechtangeln in den Bodden

Die Bodden um Rügen sind bekannt für große Hechte. So verwundert es nicht, dass der Hecht in diesem Gebiet der Hauptfisch der Angler ist. Es wurden schon etliche Hechte über 40 Pfund gefangen.

Der offizielle Boddenrekord liegt bei etwas über 47 Pfund. 1998 hatten Fischer einen Hecht von sage und schreibe 62 Pfund im Netz. Leider wurde der Fisch nur gewogen und nicht vermessen, ein Foto ist der einzige Beweis. Allein die Tatsache dass so kapitale Fische möglich sind, macht diese Gewässer schon interessant. Ich bin überzeugt, irgendwann wird dort ein neuer Weltrekordhecht gefangen. Der Durchschnittshecht liegt bei ca. 80 cm und 7 bis 8 Pfund. Denn eines sollte sich auch jeder Angler klar machen, ein Gewässer, wo ständig nur Meterhechte gefangen werden, gibt es nicht. Auch in den Bodden muss jeder Fisch erarbeitet werden. Aber die Chance auf Meterhechte ist immer da, so fing im Frühjahr 1999 ein Gast bei mir im Boot einen 1,14 m langen und 24 Pfund schweren Hecht. Der Angler hatte vorher noch nie ernsthaft auf Hecht geangelt. Als Einstiegsgewässer kann ich zum Beispiel die Prohner Wiek und das Mühltief (auch Schwedenstrom) im nördlichen Strelasund empfehlen. Am erfolgreichsten ist das Bootsangeln, am besten bringt man sein eigenes mit, denn vor Ort ist schwer eins zu bekommen. Aber auch das Watangeln im Frühjahr und an einigen Stellen das Uferangeln (z.B. in den Häfen) bringt Erfolg. Ausrüstung Besonders das Kunstköderangeln ist sehr populär. Verwendet werden große Blinker (z.B. Effzett); Spinner (z.B. Gigant Killer, Mepps Lusox 3); große Wobbler ( z.B. Rapala, Nils Master, Turu Ukku) und Gummifische (bis 23 cm). Als Rute verwende ich eine 2,70 m lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 30 – 70 g, die Rolle fasst 0,30 mm monofile Schnur. Wichtig ist ein 50 – 80 cm langes Stahlvorfach mit einem kräftigen Wirbel. Ebenfalls notwendig ist ein großer Kescher. Wir verwenden große Lachskescher aus den USA, mit extra großen Maschen. Die sind notwendig, sonst braucht man zu lange, um den Köder wieder frei zu bekommen. Wo sind denn nun die Hechte? Jedes Jahr und jeder Tag sind anders und dieser Tatsache muss man sich bewusst sein. Allgemein gilt, die beste Zeiten sind kurz nach der Schonzeit und im Herbst, besonders im Oktober. Frühjahr und Sommer Generell gilt, im Frühjahr und Sommer stehen die meisten Hechte in flachen (0,5 – 2 m) und krautreichen Gebieten. Ist der Sommer sehr warm, nehmen die Hechtfänge stark ab, dann sollte es auch einmal im tiefen Wasser (4-6 m) probiert werden. Ist der Sommer relativ kühl, ist das Angeln auch im Sommer mit gutem Erfolg möglich. Dann ist auch die Zeit, wo das Watangeln am erfolgreichsten betrieben werden kann. Herbst und Winter Je kälter es wird, um so tiefer stehen die Hechte. Dann sind die ausgetonnten Fahrwasserbereiche am besten. Ebenfalls gute Fänge konnte ich erzielen, wenn die ersten Heringe im Februar/März in den Bodden zogen. Da haben wir so richtig abgeräumt. An einem Tag 15 Hechte, davon einer über 26 Pfund und drei über 15 Pfund. Beißzeiten Tageszeitabhängige Beißzeiten konnten wir nicht feststellen. Es gab Tage, da bissen sie früh, an anderen Tagen lief früh gar nichts, und abends ging es Schlag auf Schlag. Nur im Sommer ist um die Mittagszeit meist tote Hose. Viel wichtiger ist es, den Hecht zu finden. Dafür braucht man jahrelange Erfahrung, Ausdauer und etwas Glück. Im Laufe der Jahre weiß ich genau, wo die Burschen stehen, aber es gibt auch jedes Jahr ein oder zwei Tage, wo auch das nicht hilft. Dann ist Geduld angesagt, und häufig wird man am Abend dafür belohnt. Im Frühjahr sind die Hornhechte los Verpassen sollten Sie auf keinen Fall die Hornhechtzeit im Mai/Juni. An kleinen Blinkern oder Heringsfetzen liefern die Silberpfeile rasante Drills. Besonders gut sind dann Gebiete mit 1,5 – 2 m Wassertiefe. Catch and Release Ich möchte Sie bitten einmal darüber nachzudenken die Fische auch wieder zurückzusetzen. Der Angeldruck auf die Hechte ist groß und es wird zum Teil immer noch alles mitgenommen. Erst nach und nach setzt sich das catch and release durch. Ich will damit nicht sagen, dass gar keine Fische mitgenommen werden sollen. Wenn Sie einen Fisch pro Tag mitnehmen, reicht das doch. Ich esse auch gerne Fisch, aber der Jahresbedarf muß doch nicht gleich gedeckt werden. Da in den Boddengewässern die Schonzeit erst am 20.März beginnt, ist das Zurücksetzen der trächtigen Hechtdamen besonders im Winter wichtig. Besonderheiten Da die Boddengewässer sehr windanfällig und damit gefährlich sind, ist es wichtig, das Wettergeschehen genau zu beobachten. Die kurzen harten Wellen haben schon so manches Opfer gefordert. Also kein Risiko eingehen, und lieber einmal früher abbrechen. Vor allem die Natur- und Fischschonbezirke sind zu beachten. Sehr empfindliche Strafen drohen, wenn man in diesen Gebieten angelt bzw. Motorboot fährt und erwischt wird. Vor Bahrhöft befindet sich z.B. ein großes Ganzjahresschongebiet. Direkt daran schließt sich der Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ an Besonders die Wächter des Nationalparkes sind besonders eifrig und kompromisslos beim Strafenverteilen. Ebenfalls zu beachten ist, dass das Schleppen verboten ist und das Boot fest verankert sein muß. Auch das wird kontrolliert. I n f o t e i l Wegbeschreibung: B 105 oder B 96 nach Stralsund; in Stralsund Richtung Prohn abbiegen; ca. 2 km hinter Prohn in Richtung Klausdorf abbiegen; Straße endet in Bahrhöft Angelkartenausgabe: Ziese Angelladen Wasserstraße 14 18439 Stralsund Tel.: 03831/294382 Wochenkarte: 10,-DM; Jahreskarte: 30,-DM Schonzeiten und Mindestmaße auf der Angelkarte Ab 6 PS Sportbootführerschein See erforderlich NEU: ab 1999 Angeln nur vom verankertem Boot Guiding Anglerbedarf Südwest in Leipzig Inhaber: Ralf Parthaune 0341/4011560 oder 0341/6515015 Sehr guter Boddenkenner, bietet die geeignete Ausrüstung und geführte Touren an den Bodden. oder – Informationen über den Bodden – geführte Angeltouren mit erfahrener Begleitung – max. 2 Personen Mathias Fuhrmann 0177/3392272 Aufgrund der großen Nachfrage und meiner nur begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit kann es zu größeren Wartezeiten kommen. Petri Heil und viel Erfolg Mathias Fuhrmann


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