Glaskopffisch vor kalifornischer Küste gesichtet

Der Glaskopffisch wird seinem Namen gerecht: Sein Schädel ist fast durchsichtig. Forscher des MBARI gelangen Aufnahmen des sonderbaren Meeresbewohners.

Der Glaskopffisch ist ein merkwürdiger Zeitgenosse: Sein Schädel ist fast durchsichtig, seine Augen liegen darin und sind meist nach oben gerichtet. Foto: MBARI via Twitter

Bild: MBARI via Twitter

Der Glaskopffisch ist ein merkwürdiger Zeitgenosse: Sein Schädel ist fast durchsichtig, seine Augen liegen darin und sind meist nach oben gerichtet.

Unter allen merkwürdigen Kreaturen, die in der Tiefsee leben, ist der Glaskopffisch ein besonders interessanter Vertreter. Nur selten lässt er sich mit der Kamera festhalten, doch Forscher des Monterey Bay Aquarium Research Institute (MBARI) in Kalifornien hatten Glück. Bei einem Tauchgang konnten sie den Glaskopffisch filmen.

Der Glaskopffisch: Ein echter „Hanns Guck-in-die-Luft“

Im Video ist deutlich zu sehen, was den Fisch so einzigartig macht. Der Glaskopffisch hat einen durchsichtigen Kopf, in dem sich zwei große, leuchtende Sphären befinden. Dabei handelt es sich um nichts weniger als seine Augen. Mit ihnen sieht er allerdings selten nach vorn: Die meiste Zeit hat er den Blick auf die Welt über sich gerichtet. Die kleinen Ausbuchtungen vorn am Kopf, wo man seine Augen eigentlich vermutet hätte, sind übrigens seine Nasenöffnungen.

Was es damit auf sich hat, erklärten Forscher des Instituts in einer Mitteilung. „Die Augen des Fisches sind nach oben gerichtet, damit er seine Beute – kleine Krebstiere – erspähen kann“, sagten sie. Das Zooplankton verfängt sich in den Fangarmen von großen Staatsquallen, die durch die Tiefsee treiben. „Der Glaskopffisch erkennt die Krebstierchen an den Schatten, die sie im schwachen Sonnenlicht werfen.“

Nehmen seine grün-blauen Augen diese Schatten wahr, dreht der Fisch sie nach vorn und stiehlt seine Beute aus den Armen der Qualle. Bis dahin verbleibt Hanns Guck-in-die-Luft jedoch meist bewegungslos im Wasser, nur selten schwimmt er aktiv. Anders als viele andere Tiefseebewohner erzeugt der Glaskopffisch kein eigenes Licht. Was im Video zu sehen ist, stammt vom U-Boot der Forscher.

Nur auf 9 von 5.600 Tauchgängen gefilmt

Der etwa 15 Zentimeter große Glaskopffisch (Macropinna microstoma) lebt in der Beringsee und dem Pazifik, wo er von Japan bis zur amerikanischen Küste beheimatet ist. Er schwimmt im Freiwasser zwischen 600 und 800 Metern Tiefe, wo ihn die Forscher auch finden konnten. Allerdings war hier ein enormes Glück mit im Spiel. Laut Angaben von MBARI konnten die Forscher ihn bei insgesamt 5.600 Tauchgängen und 27.000 Stunden Videomaterial nur 9-mal vor die Kamera bekommen.

Quelle: Newsweek


12x BLINKER

+ BLACK MAGIC FEEDERSET

Die neue AngelWoche 17/2022 – ab sofort im Handel erhältlich!

AngelWoche

AngelWoche ist die aktuellste und meist verkaufte Angelzeitung auf dem deutschen Markt. News aus der Industrie, aktuelles von den Angelgewässern, reich bebilderte, kurz und verständlich gehaltene Artikel, verbunden mit einer großen Themenvielfalt charakterisieren die AngelWoche.

Ihre FliegenFischen Ausgaben

in einem einzigartigen Nachschlagewerk

JETZT SAMMELN!

 

Sammeln Sie Ihre Ausgaben zu einem einzigartigen Nachschlagewerk!

KARPFEN Magazin 04/2022

Internationales Karpfenmagazin

Das Magazin für Forellenangler

ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
Next Prev
Blinker
AngelWoche
FliegenFischen
Kutter & Küste
karpfen
ANGELSEE aktuell