Steckbrief Wolfsbarsch

Der Wolfsbarsch besitzt einen Dorn am Hinterrand des Kiemendeckels. Also, aufgepaßt bei der Landung! Der Rücken ist bleigrau, die ­Flanken sind silbergrau. Brust- und Bauchflossen sind weißlich, die übrigen Flossen schwarz gefärbt.

Wo und wann Fangen wir mit der einfacheren Frage an: Das Wann ist leichter zu beantworten als das Wo. Wenn das Wasser rund um die britischen Inseln im Frühsommer wärmer wird, also etwa Ende Mai/Anfang Juni, dann beginnt die Wolfsbarsch-Saison. Die beste Zeit dauert bis Ende August. Auch September und Oktober sind in Südengland, Irland, Frankreich und weiter südlich noch gute Angelmonate. Ab November ist es dann vorbei, die Wolfsbarsch-Trupps verziehen sich ins Tiefe.
Wolfsbarsche sind exzellente Fische für solche Zeitgenossen, die es lieben, an ein­samen Küsten mit Spinn- oder Karpfenrute zu fischen. Allerdings haben Schönwetterangler ziemlich schlechte Karten. Zwar lieben Wolfsbarsche etwas wärmeres Wasser, aber tagsüber bei strahlendem Sonnenschein sind sie nur schwer zu fangen. Die Fische werden erst in der Dämmerung aktiv und kommen nahe ans Ufer, deshalb sollte man entweder erst abends auf die Pirsch gehen oder aber ganz früh morgens mit dem ersten Licht. Wer dennoch tagsüber auf Wolfsbarsch angeln möchte, der hat an Tagen mit dunklen Wolken und trübem Wetter bessere Chancen.
Beim Bootsangeln sehen die Dinge etwas anders aus: Zwischen vorgelagerten Inseln über felsigen Grund trifft man auch tagsüber auf beißwillige Wolfsrudel. Gute Wolfsbarschbestände findet man rund um die Kanal­inseln, vor den Küsten Cornwalls und Wales, vor der Südküste Irlands und weiter im Süden vor allem an den Küsten Portugals.
Für Spanier, Franzosen und Portugiesen ist der Wolfsbarsch das, was für die Dänen und Schweden die Meerforelle ist: ein großartiger Sportfisch, den man zwar nicht täglich fängt, der aber ein großes Angelglück bedeutet. Fangträchtige Stellen sind in Südeuropa oftmals auch Flußmündungen und Brackwasserseen im Strandbereich, die mit dem Meer verbunden sind. Hier findet in lauen Sommernächten so manche Freßorgie statt, wenn die Wolfbarsche sich den Magen mit Jung- und Kleinfischen vollschlagen. Sogar in Häfen und Brackwasserkanäle dringen Wolfsbarsche ein. Gute Stellen sind auch Kraftwerksausläufe; jedenfalls, wenn man sich an der meist tristen Beton-Umgebung nicht stört.
An Stränden fängt man nachts am besten, wenn die See rauh ist und die Brecher groß sind. Dann mästen sich die Wolfsbarsche an Würmern und anderen Kleintieren, die durch die Brandung freigespült werden. Und wie sieht es an der deutschen Nordseeküste aus? Offensichtlich sind Fänge hier absolute Glückstreffer, doch gute Nachricht die Wolfsbarsche kommen immer öfter zu Besuch. In den überdurchschnittlich warmen Sommern der letzten Jahre tauchten die Fische an unserer Nordsee­küste regelmäßig auf, vor allem zwischen den friesischen Inseln und rund um Helgoland.

Die größten Wolfsbarsche gehen vor der englischen Südküste an den Haken.

Die größten Wolfsbarsche gehen vor der englischen Südküste an den Haken.

Wie und womit Der Wolfsbarsch ist ein Traumfisch für Ufer- wie für Bootsangler. Außerdem ist er ein gieriger Räuber. Entsprechend variabel sind die Fangtechniken. Vom Ufer aus hat man die Wahl zwischen Spinnfischen oder Brandungsangeln. Im Süden Englands ist bei einigen Experten das Spinnfischen mit kleinen Wobblern beliebt und sehr erfolgreich. Auch kleine Twister oder Blinker sind fängig. Denn Wolfsbarsche fressen für ihr Leben gerne kleine Schwarmfische wie Sandaale oder Jungheringe. Alle Köder, die einen Sandaal imitieren, sind daher gut geeignet.
Die Rute sollte nicht zu schwer sein: Spinnruten oder eine leichte Karpfenrute sind richtig, um in der Dämmerung an felsigen Ufern, Molen und Brackwassereinläufen entlangzustreifen. Sollten irgendwo Jungfische panikartig aus dem Wasser spritzen, dann nichts wie auswerfen; vermutlich rauben die Wölfe. Wer von einer Mole, einem Uferfelsen oder vom Boot aus angelt, darf den Köder gerne mit der Pose servieren. Das ist effektiv und spannend zugleich. Der Ködereimer sollte mit Sandaalen, Makrelenstreifen, Krabbenfleisch oder Garnelen gefüllt sein.
Vom Boot aus gilt ein lebender Sandaal als optimaler Köder. Manche Angler verwenden dann nicht mal eine Pose, sondern fischen mit freier Leine. Man driftet über Sandbänke, die vor der Küste liegen, und verwendet dabei möglichst leichtes Geschirr. Freilich darf die Drift nicht zu stark sein. Außerdem sollte die freie Leine auch lang genug ausgelegt sein, damit der Köder sich möglichst frei und natürlich bewegen kann. Schließlich kann man Wolfsbarsche auch ganz normal beim Brandungsangeln fangen. Krabben gelten hierbei als besonders gute Köder. In England entfernen die Angler die Krabbenbeine und den harten Panzer, und zwar möglichst ohne den weichen Krabbenkörper zu beschädigen. Mit einem Faden oder Gummiband wird dieser Leckerbissen an einem Meereshaken Größe 2/0 fixiert. Die Hakenspitze muß freibleiben. So übersteht der empfindliche Köder den Wurf und bleibt am Haken.
Noch ein Tip für Bootsangler: Im Sommer immer nach Möwenschwärmen Ausschau halten. Entdeckt man Möwen, die aufgeregt über einer Stelle kreisen, nichts wie hin. Kleinfischschwärme sind dann vor Ort. Und während die Möwen von oben zuschlagen, stehen die Raubfische Wolfsbarsche und andere unter dem Kleinfischschwarm. Das gibt ein Fest auch für uns Angler.

Wie seine Verwandten, die Zackenbarsche, liebt auch der Wolfsbarsch wärmeres Wasser. In der Nordsee ist er daher in kalten Sommern selten zu finden. 
Der Wolfsbarsch im Fischlexikon


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Angelsee aktuell 02 2019

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