Ein wilder Koi? Angler fängt Karpfen mit Fächerschwanz

Der Karpfen, den ein Angler aus den USA fing, erinnert an einen Koi oder Goldfisch. Tatsächlich handelt es sich bei dem „Fächerschwanz“ um eine Mutation.

Der Karpfen, den der Amerikaner KC Langdon aus Massachusetts fing, erinnert mit seinen aufgefächerten Flossen an einen Zuchtfisch. Foto: KC Langdon (via Instagram)

Bild: KC Langdon (via Instagram)

Der Karpfen, den der Amerikaner KC Langdon aus Massachusetts fing, erinnert mit seinen aufgefächerten Flossen an einen Zuchtfisch.

Mit seinen langen, aufgefächerten Flossen sieht der Karpfen, den der Amerikaner KC Langdon aus Massachusetts im Februar fing, eher wie ein Aquarienfisch aus. Langdon teilte den Fang auf seiner Instagram-Seite, wo er ihn als einen seiner Lieblingsfische aus dem US-Bundesstaat beschrieb. „Ich habe mir diesen Fisch hart erarbeitet“, sagte er, „und ich werde ihn nie vergessen!“ Langdon fischte mit seinem Angelfreund Morgan Holmes, als der außergewöhnliche Karpfen anbiss. An welchem Gewässer die beiden Angler unterwegs waren, verriet er nicht.

Fächerschwanz beim Karpfen ist eine Mutation

Zwar erinnert der Karpfen an einen Zuchtfisch, doch er ist unzweifelhaft ein Wildkarpfen. Allerdings hat er eine seltene Genmutation, durch die seine Flossen lang und fächerförmig wachsen. Dieses Phänomen kann man auch bei Zuchtformen finden, wie zum Beispiel dem Spiegelkarpfen oder auch dem Koi.

 

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„Der Fächerschwanz ist eine genetische Deformation, die jederzeit auftreten kann“, sagte Karpfen-Experte Sean Manning von der „American Carp Society“ im Gespräch mit Field & Stream. „Diese Karpfen pflanzen sich mit anderen fort, sodass der Bestand wächst. Es gibt gleich mehrere von ihnen im Conneticut River. Soweit ich weiß, tritt diese Mutation nicht durch Kreuzungen mit Koi oder Goldfischen auf.“

Geringe Überlebenschancen in freier Wildbahn

Trotz der Häufigkeit, mit der die Mutation auftreten kann, gilt sie in freier Wildbahn als äußerst selten – vor allem bei älteren Exemplaren. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die aufgefächerten Flossen behindern die Schwimmgeschwindigkeit des Karpfens. Fische mit der Mutation können weniger schnell vor Räubern fliehen, sodass sie im Schnitt früher gefressen werden. Den Unterschied zwischen beiden Flossen-Typen bemerke man sogar im Drill, sagte Manning. „Es ist ein völlig anderer Kampf.“

Der Karpfen, den Langdon fing, musste den „Raubdruck“ durch den Angler nicht fürchten. Er ließ den Karpfen nach einem Foto und kurzen Filmaufnahmen wieder schwimmen. „Ich habe sie freigelassen und hoffe, sie eines Tages wiederzusehen“, schrieb er in seinem Beitrag.


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