Erst austarieren, dann loten
Normalerweise tarieren Posenangler ihre Pose direkt beim Angeln aus. Und wenn die Pose perfekt im Wasser steht und nur noch der gewünschte Bereich der Antenne aus dem Wasser ragt, wird anschließend die exakte Tiefe ausgelotet, damit der Köder auf den Zentimeter genau auf oder über dem Grund schwebt. Während man das Loten der Wassertiefe tatsächlich nur am Wasser machen kann, lassen sich Posen aber schon zu Hause austarieren.
Zwei praktische Helfer
Zum Austarieren von Posen braucht man nur das „Posenausloter-Rohr“ von Sensas und den „Posenausloter“ von Stonfo (Den gibt es aber auch von anderen Herstellern). Genau genommen müssten beide „Posenaustarierer“ heißen, weil damit ja tariert und nicht gelotet wird. Aber egal. Das Besondere an dem Ausloter: Er ist im Wasser komplett schwerelos und wird direkt am Kiel der Pose festgeklemmt. Die erforderlichen Bleischrote werden dann einfach in den Korb des Ausloters gelegt. Das bedeutet, dass keine Schnur an der Pose erforderlich ist, an der die Schrote festgeklemmt werden müssen.
Austarieren ohne Schnur
Indem die Bleie nach Bedarf in den Korb des Ausloters eingelegt und wieder herausgenommen werden, lassen sich Posen perfekt austarieren. Danach kann man dann die Pose fertig auf der Schnur montieren und die ausgewählten Schrote nach Wunsch auf der Hauptschnur und dem Vorfach fixieren. So braucht man am Wasser nur noch die Tiefe auszuloten. Dass das Posenausloter-Rohr von Sensas durchsichtig ist, hat den Vorteil, dass man auch von der Seite wunderbar sehen kann, wie tief die Pose im Wasser steht. Aber das ist nicht wirklich entscheidend.
Austarieren in der Regentonne
Genauso gut wäre auch eine gefüllte Regentonne zum Austarieren von Posen geeignet. Theoretisch könnte man sich so ein Rohr auch aus einem grauen Abflussrohr selber bauen. Das Rohr einfach auf eine breite Platte kleben – und fertig. Dann sieht man die Pose zwar nur von oben, aber das funktioniert genauso gut. Übrigens: Da normale Wassereimer nicht tief genug sind, eignen die sich nur begrenzt und nur für ganz kurze Posen. Wie einfach sich Posen mit dem Posenausloter austarieren lassen, zeigen die folgenden Fotos.

Bild: Schlichting
Mit dem Posenausloter lassen sich auch sehr feine Stipp-Posen austarieren.

Bild: Schlichting
An der Oberseite des Ausloters befindet sich eine Öffnung, in der der Posenkiel eingeschoben und mit einem Hebel festgeklemmt wird.

Bild: Schlichting
Der Posenausloter ist jetzt fest mit dem Kiel der leichten Stipp-Pose verbunden und bildet eine Einheit.

Bild: Schlichting
Das ist das „Posenausloter-Rohr“ von Sensas. Aber auch jede Regentonne wäre genauso zum Austarieren geeignet.

Bild: Schlichting
Wenn die Pose mit dem Ausloter ins Wasser gelassen wird, steht sie natürlich gleich, ragt aber noch sehr weit heraus.

Bild: Schlichting
Zwei Bleischrote liegen jetzt im Korb des Ausloters. Mal sehen, wie die Pose damit steht.

Bild: Schlichting
Die Pose steht jetzt schon tiefer im Wasser. Aber optimal ist sie noch nicht austariert.

Bild: Schlichting
Auch von oben gut zu sehen: Mit einem dritten Bleischrot im Korb steht die Pose jetzt richtig.

Bild: Schlichting
Jetzt könnte man mit winzigen Schroten noch Feinheiten ausgleichen. Dann kann die Pose auf die Schnur gezogen werden, damit man auch die Bleie auf die Schnur klemmen kann.






