Fänge im Fallen

Mäßig aber regelmäßig, lautet das Mot­to beim Füttern.

Mäßig aber regelmäßig, lautet das Mot­to beim Füttern.

Friedfische fressen am Grund oder an der Oberfläche, meistens jeden­falls. Im Sommer suchen sie ihre ­Nahrung aber nicht selten im Mittelwasser. Das ist der ­Moment, in dem die Engländer mit ihrer Methode „On the Drop“ erfolgreich sind.

On the Drop-Angeln ist eigentlich eine klassische Wettkampftechnik, die englische Friedschpros entwickelt haben. Aber die ­Me­thode des langsam sinkenden ­Köders bringt natürlich auch fern von Wettkämpfen Fänge und Freude. In regelmäßigen Abständen schießt der Angler mit der Futterschleuder Maden, Pinkies, Caster oder auch Weizen- und Hanfkörner an den Futterplatz. Den Köder lässt man ganz langsam absinken, denn die Fische stehen entweder bereits im Mittelwasser, oder man lockt sie vom Grund nach oben. Wenn Futtertaktik und Montage stimmen, lassen sich mit dieser Methode selbst klassische Grundsche wie Brassen im Mittelwasser fangen. Die meisten Bisse kommen schon im Absinken.

eingeschossen, um die Fische bei Laune zu halten.

eingeschossen, um die Fische bei Laune zu halten.

Gescht wird meistens mit der Kopfrute, aber auch die Matchrute kann man bei dieser Methode einsetzen. Die Matchrute mit ­Rol­le bietet gegenüber der Stipprute mit Gummizug den Vorteil einer größeren Schnurreserve, für den Fall, dass ein dicker Karp­fen den Köder nimmt. Entscheidend beim Angeln im Mittelwasser ist, dass der Hakenköder genau so langsam absinkt wie die eingeschossenen Maden oder Pinkies. Anderenfalls schöpfen die ­Fische Verdacht. Daher gilt dem Haken und der Bebleiung besondere Aufmerksamkeit. Am besten eignen sich kleine ­feindrähtige Haken höchstens Größe 12. Zu dicke ­Haken sind zu schwer und lassen den ­Kö­der zu schnell absinken. Ein Gegenmittel: Ein schwimmender Caster ver­ringert den Zug nach unten. Auch Maden kann man das Schwimmen beibringen: Dazu gibt man sie in eine ­Madendose, deren Boden ein bis zwei ­Millimeter mit Wasser bedeckt ist. Die Maden saugen sich mit Luft voll und treiben nach einiger Zeit auf. Zwei solcher Maden können dem Hakengewicht entgegenwirken und für ein langsames ­Abtauchen sorgen. Um zu sehen, ob die Ködermaden im gleichen Tempo sinken wie die Futtermaden, macht man einen Absinktest im klaren Flach­wasser. Bei den Posen muss man nicht allzu wählerisch sein. Geeignet sind lange schlanke Stipp-Posen mit Carbonkiel, wie man sie auch zum Rotaugenstippen mit der Kopfrute einsetzt, oder Wackelposen, die nur am unteren Ende über einen Posen-Adapter an der Schnur befestigt werden. Selbst feine Stabposen können bei dieser Methode eingesetzt werden. Für alle Posenarten gilt: Die Hauptbebleiung wird direkt unterhalb der Pose angebracht. Weil die Bebleiung immer hoch sitzt, sind auch vorbebleite Posen mit einer geringen Resttragkraft bestens geeignet. Zarte Bleiverteilung Zusätzlich zur Hauptbebleiung werden mehrere kleine Bleischrote auf die Hauptschnur geklemmt, wobei ihre Größe in Richtung Haken abnimmt. Zwischen dem Hauptblei und dem ersten kleinen Blei sollte der Abstand etwa 30 Zentimeter betragen. Das nächste Schrot wird 15 Zentimeter tiefer angebracht. Zu jedem weiteren Schrot wird der Abstand wiederum halbiert. Mit dieser Anordnung sinkt der Köder langsam und man erspart sich Verwicklungen der Schnur. Das Vorfach bleibt bleifrei. Eventuell klemmt man bei tieferen Gewässern ein winziges Bissanzeiger-Schrot (No. 8 oder 10) über die Schlaufe am Ende der Hauptschnur. Hauptschnur und Vorfach werden über eine Schlaufe-in-Schlaufe-Verbindung miteinander verknüpft. Ein Mikro-Wirbel würde den Köder zu schnell in die Tiefe befördern. Der Köder wird oft beim Absinken genommen wird, manchmal hat sich die Pose noch nicht einmal vollständig aufgerichtet. Deshalb muss die Pose sehr genau beobachtet werden. Zeigt sie nur die kleinste unregelmäßige Bewegung, muss angeschlagen wer­den. Alle zwei bis drei Minuten werden ein paar Maden (10 bis 15 Stück) eingeschossen, um die Fische am Futterplatz zu halten und ihren Futterneid zu erregen. Dafür braucht man eine ganze Menge Köder. Am besten man kauft gleich einen ganzen Liter Maden, damit man nicht ohne Futter dasteht, wenn es so richtig beißt. On the Drop-Angeln ist nichts für Grobmotoriker: Die Hauptschnur darf niemals dicker als 0,20 Millimeter sein. Die Stärke des 80 Zentimeter langen Vorfachs wählt man zwischen 0,08 und 0,15 Millimeter. Es erfordert gar nicht erst einen ungestümen Karpfen, der an der feinen Montage davon rast, um zu erkennen, dass diese Methode extrem aufregend ist.

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ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
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