Angeln mit Pellets eignet sich besonders gut beim Karpfenangeln, Feederangeln und Method-Feeder-Angeln sind sie kaum noch wegzudenken.
Was sind Pellets überhaupt?

Bild: Blinker
Pellets in verschiedenen Größen, Farben und Geschmacksrichtungn. Farbige Pellets locken auch mit optischen Reizen.
Pellets sind gepresste Futterpartikel in zylindrischer oder runder Form. Ursprünglich stammen sie aus der Aquakultur und wurden dort als energiereiches Fischfutter eingesetzt. Angler entdeckten schnell ihr Potenzial als Köder, weil sie:
- hohe Lockwirkung besitzen
- gezielt bestimmte Fischarten ansprechen
- in verschiedenen Größen und Sorten erhältlich sind
- gut dosierbar und vielseitig einsetzbar sind
Woraus bestehen Angelpellets?
Die Zusammensetzung variiert je nach Sorte und Einsatzzweck. Typische Bestandteile sind:
- Fischmehl
- Soja- und Getreidemehle
- Fischöl
- Pflanzenöle
- Blutmehl
- Milchproteine
- Gewürze und Aromen (z. B. Knoblauch, Erdbeere, Krill)
Hochwertige Karpfenpellets enthalten oft einen hohen Protein- und Fettanteil, während Feederpellets eher auf schnelle Lockwirkung ausgelegt sind.
Welche Arten von Pellets beim Angeln gibt es?

Bild: Frank Schlichting
Weiche Pellets (Soft-Pellets) kann man aufgrund ihrer Konsistenz direkt auf den Haken stecken.
Beim Angeln unterscheidet man verschiedene Pellettypen:
Sinkende Pellets: Ideal für Grundmontagen, Method Feeder und Futterplätze.
Halbsinkende Pellets: Schweben leicht über dem Boden – perfekt für vorsichtige Fische.
Pop-Up Pellets: Schwimmende Varianten, die am Haar angeboten werden und sich gut für schwierige Bedingungen eignen.
Micro Pellets: Sehr kleine Pellets (1–3 mm), häufig als Futter im Feederkorb oder Methodkorb.
Große Pellets (8–20 mm): Gezielt für kapitale Karpfen oder Barben.

Bild: aw
Futter-Pellets zum Feedern und Method-Feedern sind klein – meist nur um die 2 mm groß – und weichen schnell auf.

Bild: aw
Für Karpfen dürfen Pellets auch ruhig größer sein. Dieser Karpfenbis auf einen 2 cm großen Halibutt-Pellet.
Woher kommt der Begriff „Pellet“?
Das Wort Pellet stammt aus dem Englischen und bedeutet „Pressling“. Es wird nicht nur beim Angeln, sondern auch für Holzpellets, Tierfutter oder in der Industrie verwendet. Im Angelbereich hat sich der Begriff für gepresste Köder- und Futtermittel etabliert.

Bild: Michael Deeg
Auch Döbel stehen auf Pellets. Gerade im Winter ist ein mäßig angefütterter Pellet-Futterplatz ein Döbel-Magnet. High-Protein-Pellets mit wasserlöslichen Aromen locken im kalten Wasser am besten!
Wie werden Pellets am Haken angeködert?

Bild: Waldemar Krause
Verschiedene Möglichkeiten, Pellets am Haar zu fixieren: Links ein einfacher Schnurstopper für vorgebohrte Pellets, Mitte ein so genannter „Spike“ zum Befestugen weicher Pellets, recht ein Bait-Band, in das der Pellet eigeklemmt wird.
Es gibt mehrere bewährte Methoden:
Mit Haarmontage: Die häufigste Methode beim Karpfenangeln. Das Pellet wird gebohrt und mit einem Bait Stopper fixiert.

Bild: Tobi Steinbrück
Heilbutt-Pellets zum Karpfenangeln sind in der Regel steinhart. Damit man sie aufs Haar fädeln kann, sind sie vorgebohrt.
Pellet Band: Ein kleines Gummiband hält das Pellet direkt am Haar – schnell und praktisch.
Auf dem Haken: Weiche Pellets oder Expanderpellets lassen sich direkt aufziehen.

Bild: André Pawlitzki
Um einen kleinen Pellet in ein noch kleineres Bait Band (winziger Silikon- oder Gummiring zu pressen, benötigt man unbedingt eine Pelletzange.

Bild: Thomas Pruß
Anfütter-Pellets auf einem Method-Feeder-Schlitten. Darin eingebprsst ein so genannter „Dumbel“.das ist eine Art Pellet mit Taille.
Gibt es Raubfisch-Pellets?
Ja – aber sie spielen eine untergeordnete Rolle, weil klassische Pellets primär auf Friedfische wie Karpfen, Schleien, Brassen und Barben ausgelegt sind.Es existieren jedoch:
- Fischmehl-Pellets mit extrem hohem Proteinanteil
- spezielle Wels-Pellets
- stark riechende Halibut-Pellets
Diese können durchaus auch Wels, Aal oder große Barsche an den Platz locken. Aber für gezieltes Raubfischangeln mit Kunstködern oder Köderfisch bleiben Pellets aber eher eine Ergänzung als Hauptköder.
Fazit: Pellets – vielseitige Köder mit enormer Fangwirkung

Bild: Tobi Steinbrück
Größere Pelletmengen zum Anlegen eines Futterplatzes katapultiert man am besten mit einer Anfütterschaufel ins Wasser.
Und beim Karpfenangeln, Feederangeln, Method-Feeder oder also beim gezielten Ansitz auf Barben: Pellets bieten eine enorme Vielfalt und lassen sich flexibel einsetzen. Ihre hohe Lockwirkung, die verschiedenen Größen und Zusammensetzungen machen sie zu einem der effektivsten Angelköder der modernen Angelei.

Bild: Thomas Pruß
Ein knackiger Aland hat sich den Pellet reingezogen. Auch Friedfische, die zeitweise räuberisch leben – als Aland oder auch Döbel – fahren beim Angeln voll auf die kleinen Pellets ab.
Wie aktuell gefangen wird sieht man an den Fangmeldungen bei den AngelMasters.
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