Asellus aquaticus, englisch Sowbug, Hoglouse oder Cressbug, ist mit den Flohkrebsen, den Gammariden, eng verwandt. Sie besitzen auch ein terrestrisches Gegenstück, nämlich die allgemein bekannte Kellerassel, mit der sie auch die flache Körperform gemein haben. Der 5 bis 12 Millimeter lange graubraune Rückenpanzer ist segmentiert und mit einer melierten Zeichnung versehen. Die Beinchen ragen seitlich hervor und sind nicht zum Schwimmen, sondern nur zum gemächlichen Klettern geeignet. Die Bauchseite ist wesentlich heller gefärbt.
Nahrung und bevorzugter Lebensraum der Wasserassel
Die Nahrung besteht zum Großteil aus abgestorbenen Pflanzenteilen, daher sind sie auch vorrangig (wie der Gammarus) im „Unterwasserdschungel“ zu finden. Schnelle Strömung mögen sie gar nicht, und ihr aquatisches Umfeld sollte alkalisch, also kalkhaltig sein. Krautreiche Seen, kalte Quell- und Kreideflüsse, aber auch Sickerwassergräben und Druckwasserkanäle mit reichlich Pflanzenbewuchs sind ihr bevorzugter Lebensraum.
Kreideflüsse als Idealhabitat für Wasserasseln
Sogenannte Kreideflüsse („Chalk Streams“ oder „Lime Stone Spring Creeks“), wie auch schüttungsreiche Quellbäche haben dabei den Vorteil, auch bei Minusgraden eine konstante Wassertemperatur von 7 bis 8 Grad Celsius aufzuweisen. Im Sommer erreichen die Temperaturen maximal 11 Grad Celsius. Auch ist das Abflussregime nicht durch Eintrübung oder reißende Hochwässer geprägt. Der Reichtum an gelösten Nährstoffen und Mineralien bewirkt ein enormes Pflanzenwachstum und bildet somit den idealen Lebensraum für Fischnährtiere des Gewässers. Eine Regel besagt: Je mehr Zebras, umso mehr Löwen – die Wasserasseln sind die Zebras, und die Löwen, ja, das sind in diesem Falle die Salmoniden!
Manchmal verlieren sie den Halt an Pflanzenteilen und treiben hilflos ab. Und so gelangen sie in die Drift und in den Nahrungsaufnahmebereich der Fische. Oder aber sie werden, wie geschildert, gezielt von Unterwasserpflanzen oder vom Schlammuntergrund aufgelesen.
Cressbug richtig fischen – Dead Drift am Gewässergrund
Fischen sollte man die Imitation in der sogenannten Dead Drift, knapp über dem Boden. Also unbewegt, jedoch mit einem Bissanzeiger. Oder aber auf Sicht, wobei das Erkennen des „Nehmens“ und rechtzeitiges Setzen des Hakens doch etliches an Erfahrung verlangen.
Auch wenn diese Tiere in der Fliegenfischerei bislang ein Schattendasein führen, Sie sollten sie nicht unterschätzen: Asellus ist das ganze Jahr hindurch, also auch jetzt in der kalten Jahreszeit, als Fischnährtier vorhanden und für unsere Salmoniden verfügbar!
Die Wasserasseln sind mit den Flohkrebsen eng verwandt, sie schwimmen jedoch selten, sondern klettern bevorzugt in Wasserpflanzen umher. Sie lassen sich ähnlich wie ein Flohkrebs binden.
So wird der Cressbug von Roman Moser gebunden:
Materialliste Cressbug:Bindeseide: Power Silk, Größe 10/0, gelb Haken: Bead Head Haken, Größe 12 bis 18 Beschwerung: Bleidraht Körper: Graubraunes Ghost Fiber Dubbing Deckblatt: Marbled Nymph Skin, gelb Rippung: Powersilk und feiner Silberdraht Kleber: Superglue
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