Stromschlag beim Angeln: Angler tödlich verunglückt

Am Donaukanal in Erbach kam es am Wochenende zu einem tragischen Unfall. Ein Mann erlitt einen tödlichen Stromschlag beim Angeln.

Stromschlag beim Angeln: Das Angeln unter Stromleitungen kann lebensgefährlich sein. Foto: BLINKER/D. Charmen

Das Angeln unter Stromleitungen kann lebensgefährlich sein. Foto: BLINKER/D. Charmen

In Erbach (Baden-Württemberg) ist es am Sonntag, den 11. Juni 2017, zu einem tragischen Unfall gekommen. Ein 47-jähriger Angler wollte am Donaukanal angeln gehen. Er suchte sich eine Stelle direkt unter einer Stromleitung aus. Ob er dies bewusst oder unbewusst tat, ist nicht bekannt. Als er seinen Köder auswerfen wollte, kam die Schnur mit der Hochspannungsleitung in Kontakt und versetzte dem Mann einen tödlichen Stromschlag. Spaziergänger hatten den leblosen Körper einige Stunden nach dem tragischen Unglück am Kanal an der Laupheimer Straße gefunden. Die eintreffenden Ärzte konnte leider nur noch den Tod des 47-Jährigen feststellen.

Stromschlag beim Angeln: Wenn der Blitz überschlägt

Wie sinnvoll ist es, bei Gewitter und unter Stromleitungen angeln zu gehen? Das Angeln unter Stromleitungen birgt die Gefahr eines tödlichen Stromschlages, wie der aktuelle Fall zeigt. Wenn einige Meinung dabei auseinander gehen und behaupten, unter Stromleitungen fängt man besonders gut weil sich dort ein elektromagnetisches Feld aufbaut und dieses das Beißverhalten der Fische beeinflusst, sollte man sich nicht direkt unter eine Stromleitung setzen und dort seine Köder auswerfen. Denn die Schnur oder der Köder müssen dabei noch nicht einmal direkt in Kontakt mit der Stromleitung kommen, sondern es genügt bereits wenn ein bestimmter Abstand gegeben ist, um den gefährlichen Stromschlag auszulösen.

Beim Angeln unter Hochspannungsmasten sollte ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Foto: pb

Beim Angeln unter Hochspannungsmasten sollte ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Foto: pb

Ebenso wird dringend davon abgeraten,während eines Gewitters zu angeln. Die Gefahr eines Blitzschlages ist einfach zu groß. Außerdem beißen die Fische dann sowieso nicht. Viel interessanter sind die Zeiten vor und nach einem Gewitter. Wenn sich Blitz und Donner mit stechender Sonne und tropisch schwüler Luft ankündigen, geht es unter Wasser ziemlich rund. Von Aal bis Zander ist dann alles unterwegs, was Flossen hat. Dementsprechend gut sind dann auch die Fangaussichten. Die werden aber immer geringer, je näher die Gewitterfront rückt: Den damit einher gehenden Luftdruckabfall spüren nämlich auch die Fische unter Wasser. Der Zeitpunkt, zu der die Beißerei dann meist schlagartig aufhört, liegt zwischen einer und 3 Stunden vor Ausbruch des Gewitters.

Wenn solche Blitze am Wasser zu sehen sind, sollte man schleunigst seine Rute aus hereinholen und sie weit von sich ablegen. Foto: pb

Wenn solche Blitze am Wasser zu sehen sind, sollte man schleunigst seine Rute aus hereinholen und sie weit von sich ablegen. Foto: pb

Interessant wird es erst wieder, wenn die Front vorüber gezogen ist und der Luftdruck wieder steigt. Oft sorgen auch die großen Regenmengen im Gewitter für „Land unter“ an kleineren Flüssen. So ein sommerliches Hochwasser kann dann auch wieder zu Sternstunden führen. Vor allem Aalangler können dann im oft nur zentimetertiefen Uferwasser aus dem Vollen schöpfen. Andere Fische wie Forellen oder Döbel warten die steigenden Fluten so lange ab, bis der Flutkamm vorbei gezogen ist, bevor sie wieder auf Futtersuche gehen. Die trüben Fluten sind durch den Regen erwärmt, und dann gehen auch diese Fische in den überschwemmten Uferzonen auf Jagd.

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