Newsticker: Ist die Karausche eine invasive Art in Großbritannien?

Nachrichten: Studie zur Karausche ++ Florida – Angeln im Abwasserkanal ++ Alternative zu Bleischroten am Markt ++ Ostsee: Angler aus Seenot gerettet ++

Im BLINKER-Newsticker finden Sie regelmäßig Nachrichten aus der Welt des Angelns. Foto: Clark Young / Unplash

Bild: Clark Young / Unsplash

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Die aktuellsten Nachrichten im Überblick

  • Großbritannien: Studie hinterfragt, ob Karausche einheimisch ist
  • Florida: Angeln im Abwasserkanal als neuer Trend
  • Niederlande: Neue Alternative zu Bleischroten am Markt
  • Ostsee: Angler aus Seenot gerettet
  • USA: Angler wehren sich gegen Bleiverbot
  • Neuer Fliegenfischer-Bereich auf der ICAST
  • „Sick“: Berkley stellt neue Angelschnur vor
  • New Mexico: Erfolg vor Gericht für Angler

+++ Großbritannien: Studie hinterfragt, ob Karausche einheimisch ist +++

Eine kürzlich veröffentlichte Studie bezweifelt, dass die Karausche ein wirklich heimischer Fisch in Großbritannien ist. Es gibt laut der Studie die starke Theorie, dass die Karausche im 15. Jahrhundert aus Europa nach Großbritannien eingeschleppt wurde. Der Fischexperte Professor Mark Everard betont jedoch, dass die Theorie nicht bewiesen ist und eine andere besagt, dass die einst heimischen Karauschen sich mit Fischen aus Europa vermischt haben. Everard unterstreicht auch, dass unabhängig von ihrer Herkunft die karauschentypischen Habitate bewahrt und gefördert werden sollten.

Quelle: Angling Times

+++ Florida: Angeln im Abwasserkanal als neuer Trend +++

Es ist bestimmt nichts für jederman, aber das Angeln in Abwasserkanälen, das sogenannte „Sewer Fishing“, erfreut sich in Florida größter Beliebtheit. Und es werden immer mehr, die die Geheimnisse der Kanalisation ans Tageslicht bringen wollen. Geangelt wird teilweise mit lebendem Köderfisch, der einfach in einen Gulli abgelassen wird, von dem der Angler den Deckel entfernt hat. Zu den Fängen gehören unter anderen Pfauenaugen-Barsche, die in dem Abfall der Zivilisation leben.

+++ Niederlande: Neue Alternative zu Bleischroten am Markt +++

In 2025 soll in den Niederlanden Blei beim Angeln verboten werden. Doch jetzt schon gibt es für gewisse Angelarten brauchbare Alternativen.

Die kleinen Eisenstäbe der niederländischen Firma ImFlo sind komplett bleifrei und damit eine umweltfreundliche Alternative zu Bleischroten. Die Eco Stylloods gibt es in zwei drehbaren Dosen, in denen sich fünf Gewichte zwischen 0,15 und 0,5 Gramm befinden. Außerdem werden Silikonschläuche mitgeliefert, mit denen die Eisenstäbe auf der Schnur befestigt werden.

Die Schrote der Firma ImFlo sind komplett bleifrei. Foto: ImFlo

Bild: ImFlo

Die Schrote der Firma ImFlo sind komplett bleifrei.

Ein Stab wird einfach mit zwei Schläuchen auf der Schnur gesichert. So erspart man sich Beschädigungen der Schnur, die beim Anklemmen eines Bleischrots mit einer Zange, den Fingern oder sogar den Zähnen entstehen können. Mit den Eco Stylloods bleibt also auch die Tragkraft der Schnur erhalten. Auch bei Gewaltwürfen fliegen die Eisenstäbe nicht von der Schnur. Eine Dose kostet ca. 5 Euro.

Nähere Infos: www.imflofloats.com

+++ Ostsee: Angler aus Seenot gerettet +++

In der Nähe der Ostseeinsel Als, gelegen an der dänischen Grenze zu Deutschland, geriet ein Angler in Seenot. Er war am Samstag mit einem ehemaligen Kutter von etwa 8 Metern unterwegs, als das Schiff durch Wassereinbruch zu Sinken begann. Er konnte sich auf einer Rettungsinsel in Sicherheit bringen. Von dort aus kontaktierte er einen Bekannten, der bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrücher arbeitet.

An einer Winde ließen die Seenotretter den geretteten Angler auf den Kreuzer „Berlin“ hinab. Foto: DGzRS

Bild: DGzRS

An einer Winde ließen die Seenotretter den geretteten Angler auf den Kreuzer „Berlin“ hinab.

Nach kurzer Zeit schickten die Seenotretter einen SAR-Hubschrauber (Search and Rescue, Suchen und Retten), der den Mann aufnahm und anschließend dem Rettungskreuzer „Berlin“ übergab. Der Angler überstand den Unfall ohne Folgen. Er wurde nach Openitz gebracht, wo ihn ein Bekannter abholte.

Quelle: DGzRS

+++ USA: Angler wehren sich gegen Bleiverbot +++

Ein Bleiverbot in Naturreservaten lässt in Amerika die Wellen hochschlagen. Doch ist es noch möglich, dieses Verbot zu kippen? Die American Sportfishing Association (ASA), die Vertretung der US-Gerätehersteller, wehrt sich gegen ein Gesetz, dass den Gebrauch von Blei in verschiedenen Naturreservaten verbietet.

Mike Leonard, der Präsident der ASA ist enttäuscht: „Es ist enttäuschend zu sehen, wie der US Fish and Wildlife Service (USFWS) die Bedenken der Gerätehersteller komplett ignoriert. Das Bleiverbot wird so zu einem Präzedenzfall, mit dem man ungewünschte Angelgeräte einfach verbieten könnte.“

Der USFWF kontert: „Das Verbot beruht auf der Tatsache, dass Bleimunition und Bleie fürs Angeln sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken könnten”. Allerdings bleibt die Fish and Wildlife-Behörde die Darstellung eines konkreten Falls schuldig, wo Blei sich negativ auf die Natur ausgewirkt hat.

Die ASA hofft, dass die Wildlife-Behörde ihr Verbot zurückzieht und Angler wieder mit dem Gerät fischen dürfen, mit dem sie schon seit Generationen gefischt haben.

Schon seit langem fördert die ASA Initiativen, die sich auf wissenschaftlicher Basis für den Naturschutz einsetzen. Außerdem wären Bleialternativen sehr viel teurer und würden sich schlechter fischen lassen.

Quelle: Angling International

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+++ Neuer Fliegenfischer-Bereich auf der ICAST +++

Die ICAST ist die größte Angelgeräte-Messe der Welt. Doch leider fristete das Fliegenfischen dort bisher ein Schattendasein. Das soll sich jetzt ändern.

Ab 2023 soll auf der Messe in größerem Stil auch Platz für Fliegenfischer gemacht werden. Außerdem werden sechs Fliegenfischen-Kategorien unter den „Besten neuen Produkten“ eingeführt. Diese sind: Beste neue Rolle, Rute, Wathose, Watschuhe, Schnüre und Vorfächer sowie Rucksäcke, Taschen und Kleidung.

Die Bekanntmachung erfolgte nur wenige Wochen nachdem die AFFTA (American Fly Fishing Trade Association) verkündet hatte, dass sie in 2023 keine Angelgeräte-Show veranstalten wird.

Die Amerikanische Sportanglervereinigung (ASA) äußert sich in einer Pressemeldung: „Wir wollen Angeln in seiner Gesamtheit darstellen und Fliegenfischen spielt eine Schlüsselrolle, um eine besondere Art Angler zu erreichen. Im Laufe der Jahre waren schon immer einzelne Hersteller von Fliegenfischer-Gerät auf der ICAST anwesend, nun soll das Ganze aber einen eigenen Bereich mit Wurfpool bekommen.“

Quelle: Angling International

+++ „Sick“: Berkley stellt neue Angelschnur vor +++

Hinter den neuen Sick-Schnüren steckt jede Menge technische Entwicklung. Herausgekommen sind eine Reihe an Schnüren der Extraklasse.

Die neuen „Sick“-Schnüre von Berkley kommen bei den Anglern bestens an. Mark van Giessel, der Produktmanager für Schnüre in der Pure Fishing-Gruppe betont, worin der Erfolg begründet ist. „Es geht immer nur um die korrekten Daten. Bei so technischen Produkten wie Angelschnüren müssen wir ganz genau alle Aspekte ihrer Machart aufzeichnen und die neuen Schnüre mit anderen Modellen am Markt vergleichen. Dieses akribische Sammeln von Daten findet in der Testfabrik in Spirit Lake Iowa, von ausgebildeten Ingenieuren statt. Alle neuen Entwicklungen kommen unter das Mikroskop, sodass wir beste Qualität garantieren können. So hat die Zusammenarbeit von Berkley Ingenieuren mit europäischen Teamanglern dazu geführt, dass die besten Schnüre für die populärsten Raubfische entstanden sind.“

Sick Two in One – bei diesen Schnüren wird das dazu passende Fluorocarbon gleich mitgeliefert. Foto: Berkley

Bild: Berkley

Sick Two in One – bei diesen Schnüren wird das dazu passende Fluorocarbon gleich mitgeliefert.

So entwickelten die Ingenieure eine Schnur speziell für den zähnestarrenden Zander. Außerdem sollte die Schnur weich und glatt sein. Doch auch an Tragkraft und Abriebfestigkeit durfte es nicht fehlen. Entsprechend wurden die Sick-Schnüre mit einem Nano-Coating von extrem haltbaren microcrystallinen Polymeren beschichtet, die diese Schnur einzigartig machen.

Auch liefert Berkley eine Sick-Schnur (Sick two in One), der schon eine Spule Fluorocarbon in der passenden Vorfachstärke beiliegt. Ein toller Service für den Angler. Die Sick-Geflechtschnüre gibt es für Hecht, Zander und Barsch.

Quelle: Angling International

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+++ New Mexico: Angler feiern Erfolg vor Gericht +++

Ein anglerfreundliches Urteil in New Mexico gestattet Anglern freien Zugang zu allen Gewässern.

Es ist ein Gewinn für Angler, die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in New Mexico. Sie erlaubt Anglern auch in Flüssen zu waten, die durch Privatgrundstücke fließen. Die Frage, ob Angler auch durch Privatgelände waten dürfen, hatte schon mehrere Gerichte in unterschiedlichen US-Staaten beschäftigt. Auch bei uns in Deutschland ist sie ein Thema. Wie weit geht das sogenannte Uferbegehungsrecht? Darf ich zum Angeln Privatgrund betreten oder muss ich mich watend den Fischen nähern?

Die Entscheidung des Gerichts erklärt auch die bereits mündlich getroffene Entscheidung vom 1. März, wo eine bereits getroffenes Urteil revidiert wurde, das es verbot, Angler von Privatgrund auszuschließen. Jetzt sehen Angler aber ihre konstitutionellen Rechte gewahrt, die es der Öffentlichkeit erlauben, Flüsse zu bewaten, die Privatgelände durchfließen.

Die Entscheidung zugunsten der Angler fiel am 1. September. Das Gericht erklärte sein Urteil: „Wir glauben, dass die Öffentlichkeit das Recht hat sich ich öffentlichen Gewässern zu erholen und darin zu fischen. Und dieses Recht beinhaltet, Dinge zu tun, die notwendig sind, dieses Recht auch in Anspruch nehmen zu können.“ Die Richter stützten ihr Urteil auf einen Fall des Obersten Gerichthofes aus dem Jahr 1945, wo es ebenfalls um Zugang an ein Gewässer ging. Und sie zitierten Staatsverfassung von New Mexico, die besagt, dass alle Flüsse und Seen der Öffentlichkeit frei zugänglich sind.

Quelle: Outdoor Life

 


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