Es war ein historischer Sieg für die Meeresschützer. Kanada beendete mit dem „Free Willy“-Gesetz den Fang, den Handel, den Besitz sowie die Zucht aller Wale-, Delphine- und Tümmlerarten zu Unterhaltungszwecken. Diese Entscheidung zeigt einen fundamentalen Wandel von gesellschaftlichen Werten. Heute weiß man, dass diese hochintelligenten Meeressäuger enorme psychische und physischen Schäden davontragen, wenn ihr Lebensraum nur auf kleine Becken ohne irgendwelche Vegatation beschränkt ist.
Gnaden-Becken
Das Gesetz vom 21. Juni 2019 (Bill S-203) verbietet jede Hälterung von Walen in Gefangenschaft. Ausgenommen sind die bereits rund 60 alten Wale, die sich bereits im Vancouver Aquarium und im Marineland in Niagara Falls befinden. Diese beiden Zoos dürfen sich weiter um ihre Walsenioren in Gnaden-Becken kümmern. Eine Nachzucht oder der Kauf weiterer Wale ist aber bei Strafe verboten.
Ausgenommen sind Meeressäuger, die zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet werden. Auch kranken Walen soll geholfen werden. Durch das Verbot, Wale zu kommerziellen Zwecken zu missbrauchen, folgt Kanada der weltweiten Bewegung „Leert die Aquarien“. Diese hat den Meeresschutz als oberstes Ziel vor Augen.
Auch interessant
- Angeln allgemeinAtlantischer Heilbutt: Rekordfang vom Eis
- Angeln allgemeinAtlantischer Lachs – Steckbrief des anadromen Wanderfischs
- Angeln allgemeinNach 50 Jahren Gefangenschaft: Aquarium lässt Orca frei









