Das ist besser als die Stornierung der Angelreise!

Sie denken über eine Stornierung der Angelreise nach? Warten Sie damit! Lesen Sie zuerst diesen Bericht von unserem Reise-Experten Michael Werner, schlafen Sie dann eine Nacht darüber und tun Sie dann das Richtige!

Viele Angler bangen, ob sie in diesem Jahr nach Norwegen fahren können – die Stornierung der Angelreise ist jedoch keine gute Option.

Bild: J. Radtke

Viele Angler bangen, ob sie in diesem Jahr nach Norwegen fahren können – die Stornierung der Angelreise ist jedoch keine gute Option.

Die Corona-Welle fegt wie ein Tsunami um die Welt, und es gibt inzwischen wohl kaum noch jemanden, der nicht in den Sog dieser Pandemie geraten wäre. Es betrifft uns alle, mehr oder weniger, ganz sicher aber beruflich und privat! Über die Stornierung der Angelreise zum Beispiel hat sicherlich schon so mancher nachgedacht …

Eine Frage, die sich inzwischen nicht wenige Menschen stellen: Was ist mit meinem Urlaub und der Reise, die ich gebucht und schon bezahlt habe? Was ist mit dem Traumfisch, den ich in Norwegen fangen wollte?

Denn aktuell bestehen in anderen Ländern Einreiseverbote, selbst in Skandinavien, wo die Welt sonst immer in Ordnung ist. Die Frage, die sich viele stellen: Soll ich meine Reise vorsichtshalber stornieren? Oder gibt es bessere Lösungen?

Welche Folgen kann eine Stornierung der Angelreise haben?

Um es klar zu sagen: Eine Stornierung der Angelreise ist der letzte Ausweg, den man nehmen sollte – denn eine Stornierungswelle würde die Veranstalter in ernste finanzielle Probleme bringen. Denn natürlich haben die Reiseveranstalter die Anzahlungen der Reise nicht auf irgendeinem Konto liegen, sondern bereits weitergegeben: an Unterkünfte vor Ort, an Fährlinien, an Fluglinien, an das Finanzamt oder auch in den Reise-Sicherungsfond.

Der entscheidende Punkt ist also: Das Geld ist nicht mehr bei den Angelreise-Anbieter. Es auch nicht weg, es ist inzwischen woanders.

Und damit ist klar, was passiert, wenn viele Angler überhastet zum vermeintlich einfachen Mittel der Stornierung greifen. Denn wenn jeder sofort sein Geld zurückhaben möchte, zwingt dies nicht nur Angelreise-Anbieter, sondern selbst Großbanken in die Knie!

Und dann kann es passieren, dass man am Ende mit leeren Händen dasteht. Ohne Erstattung des Reisepreises und ohne Angelurlaub!

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Bild: BLINKER

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Gibt es eine schlauere Lösung als die Stornierung?

Dazu sagte mir Patrick Schäfer von Angelreisen Hamburg: „Wenn alle auf einen Schlag ihr Geld zurückhaben wollen, stehen wir Angelreise-Anbieter vor einem riesigen Problem. Insolvenzen sind dann nicht ausgeschlossen. Das Risiko, bei einer Stornierungswelle am Ende mit leeren Händen und ohne Reise dazustehen, ist sehr hoch.“

Die Thomas Cook-Pleite im letzten Jahr war das beste Beispiel dafür (siehe Informationen am Ende des Berichts).

Doch es gibt einen Weg, die Reise, das eigene Geld und auch die Angelreise-Anbieter zu schützen:

Verzichten Sie auf eine übereilte Stornierung der Angelreise und wählen Sie stattdessen lieber die Option einer Umbuchung oder Gutschrift!

Denn noch steht nicht fest, ob eine für dieses Jahr gebuchte Reise überhaupt abgesagt werden muss!

Bevor Sie also einen Veranstalter über die Stornierung der Angelreise informieren und Ihr Geld zurückfordern, gehen Sie bitte einen Moment in sich und nehmen Sie vorher unbedingt Kontakt mit dem Veranstalter auf! Das A und O in solchen Situationen: Reden Sie miteinander!

 Angelreiseanbieter informieren ihre Kunden

Da das Reisen sich in Zeiten von Corona schwierig gestattet, haben viele Angelreiseanbieter eigene Informationsseiten eingerichtet, um besser über die Lage informieren zu können. Hier finden Sie eine Übersicht.

Sind Sie Teil eines Unternehmens für Angelreisen und möchten, dass wir auf Ihre Informationen zum Coronavirus verweisen? Wenden Sie sich gern per Mail oder telefonisch an uns!

Dazu schrieb Andree Hörmann von DinTur: „Wir alle arbeiten momentan rund um die Uhr, um allen Interessen gerecht zu werden und Eure Reise möglich zu machen. Nur zusammen mit unseren Kunden können wir Lösungen in dieser sich nahezu täglich ändernden Situation finden.“

Abschließend noch ein privates Wort: Auch ich habe mit meiner vierköpfigen Familie eine zehntägige Flugreise gebucht, inklusive Mietwagen. Und wir haben unseren Anbieter bereits vor zwei Wochen darüber informiert, dass wir NICHT stornieren werden. Wir haben uns darauf verständigt, dass wir eine Gutschrift erhalten, sollte die Reise nicht stattfinden können.

Mein Appell an Sie: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Angelreise-Anbieter auf und zeigen Sie sich solidarisch. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Und ein weiser Mann sagte einmal: „In Krisenzeiten zeigt sich der wahre Charakter.“

Warten Sie noch mit der Stornierung der Angelreise, noch besteht die Möglichkeit, dass Sie 2020 in Norwegen solche Fische fangen können!

Bild: F. Pippardt

Warten Sie noch mit der Stornierung der Angelreise, noch besteht die Möglichkeit, dass Sie 2020 in Norwegen solche Fische fangen können!

Was lernen wir in der COVID-19-Krise aus der Thomas Cook-Pleite?

Die Thomas Cook-Pleite hat gezeigt, dass eine Insolvenzversicherung eventuell nicht alle finanziellen Ansprüche trägt. Die COVID-19-Krise kann zu einer Situation epischen Ausmaßes führen. Sollten zahlreiche Reiseveranstalter, Reisebüros und andere Touristikunternehmen, die einen Reisesicherungsschein benötigen, in die Insolvenz gehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde am Ende mit nahezu leeren Händen dasteht, sehr groß. Denn die Liquidität der Versicherer wird vermutlich nicht im geringsten ausreichen, um die entstandenen Schäden zu deckeln.

1 Kommentar0 Antworten

  1. Profilbild von KoLa

    Sicherlich ist auch die Angelreisebranche in großer Not. Aber gibt es wirklich Alternativen zur Stornierung der Reise?

    Bei der Stornierung greifen die Regelungen nach dem BGB. Aber wenn ich mich als Kunde dafür entscheide, einen Gutschein vom Veranstalter zu akzeptieren, laufe ich sehr große Gefahr, dass der Gutschein im Rahmen einer möglichen Insolvenz nicht vom Sicherungsschein umfasst ist. Jedenfalls teilte mir dies heute ein Fachanwalt mit.
    Wäre es nicht sinnvoller, dass die Veranstalter sich erstmal mit dem zuständigen Bundesministerium zusammensetzen und eine entsprechende Gesetzesänderung auf den Weg bringen?
    Denn wenn sich der Kunde für einen Gutschein entscheidet, muss dieser genauso abgesichert sein, wie die Reise selbst. Ein mögliches Risiko darf nicht auf den Kunden übertragen werden.
    Ich kann nur für mich selbst reden: Solange es keine gesetzliche Regelung zur Absicherung von Gutscheinen gibt, akzeptiere ich keine Gutscheine und bestehe auf Auszahlung binnen 14 Tagen. Eine andere Möglichkeit, die abgesichert ist, habe ich als Kunde ja nicht. Was meint ihr?


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