Angeln in den Niederlanden: Diese Regeln sollten Sie kennen

Viele Deutsche zieht es zum Angeln in die Niederlande, doch als Gast sollte man sich auch an die Regeln halten, wenn man empfindliche Strafen vermeiden will.

Bild: Sportvisserij Nederland

Unverzichtbar für das Angeln in den Niederlanden: Der VISpas. Damit können Sie fast alle Gewässer befischen.

Hervorragende Fischbestände, eine gute Chance auf große Hechte, eine Angelkarte für fast alle Gewässer – und nah dran sind sie auch noch. Für viele deutsche Angler sind die Niederlande ein beliebtes Reiseziel. Der VISpas, die niederländische Angellizenz, ist schnell besorgt und gar nicht mal teuer. Also nichts wie hin! Allerdings sollten Sie beim Angeln in den Niederlanden trotzdem einige Regeln befolgen. Denn wer sich nicht daran hält, zahlt schnell mehrere Hundert Euro.

Schwarzangeln in den Niederlanden kann teuer werden

So kostet das Angeln ohne VISpas (also Schwarzangeln) mit einer oder zwei Ruten 150 Euro. Wer dann mit mehr als den zwei erlaubten Angeln fischt, zahlt 330 Euro. Auch die Fischereiaufseher selbst können hart durchgreifen. Wer einer Aufforderung, seinen VISpas zu zeigen, nicht sofort nachkommt, muss mit einer Strafe von 100 Euro rechnen. Wer in der Raubfisch-Schonzeit mit verbotenen Ködern fischt, zahlt ebenfalls 100 Euro.

Ein lebender Köderfisch ist auch hier verboten

Was viele deutsche Angler nicht wissen: Das Fischen in der Nähe eines Wehrs oder einer Fischaufstiegshilfe kostet 150 Euro. Am teuersten erweist sich das Angeln mit lebendem Köderfisch. Wenn man dabei erwischt wird, schlägt das mit 410 Euro zu Buche. Wer untermaßige Fische dabeihat, der wird mit einer Geldbuße von 150 Euro belegt. 400 Euro zahlt auch, wer falsche Personendaten angibt.

Wer also häufiger zum Angeln in die Niederlande fährt, sollte sich an diese Regeln halten, beziehungsweise den Bußkatalog kennen. Denn Unwissenheit schützt auch bei unseren Nachbarn vor Strafe nicht!

Angeln in den Niederlanden: Regeln zum Nachtangeln

Wenn es Sie vor allem nachts ans Wasser zieht, sollten Sie sich mit den Bestimmungen zum Nachtangeln in den Niederlanden auskennen. Wir haben sie Ihnen auf einen Blick zusammengefasst.

Nachtangeln ist eine Faszination für sich – und die Fische verlangen ihre ganz eigenen Strategien. Foto: E. Hartwich

Bild: E. Hartwich

Nachtangeln ist eine Faszination für sich – und die Fische verlangen ihre ganz eigenen Strategien.

  • Unter dem Begriff „Nachtangeln“ versteht man die Zeit von zwei Stunden nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. In Naturschutzgebieten können Ausnahmen von dieser Regel bestehen. Um nachts angeln zu können, braucht man neben dem VISpas die Marke für das Nachtangeln, die auf den VISpas geklebt wird.
  • Für Jugendliche unter 16 Jahren ist das Nachtangeln nur erlaubt, wenn sie von einer Person begleitet werden, die mindestens 16 Jahre alt ist.
  • In geschlossenen Ortschaften ist das Nachtangeln in den Regionen von Sportvisserij Limburg, Sportvisserij Groningen Drenthe und Sportvisserij Fryslan nicht gestattet.
  • Man darf einen Angelplatz maximal 3 x 24 Stunden nutzen. Wer danach einen neuen Nachtangelplatz mit Anglerzelt beziehen will, muss mindestens 1000 Meter weiterziehen.
  • Sie dürfen nicht mehr als ihre erlaubte Rutenzahl mit ans Wasser nehmen (das gilt auch am Tag). Weitere fertig montierte Ruten (sogar im Auto) sorgen für Unmut bei den Fischereikontrolleuren und können mit Bußgeldern (siehe oben) geahndet werden.
  • Nachtangler dürfen durch ihre Anwesenheit keine Störung des Gewässers verursachen. Aktuelle Informationen gibt es in der VISplaner App von Sportvisserij Nederland.

Angeln in den Niederlanden: Alle Regeln als Broschüre

Der neue Angelführer von Sportvisserij Nederland zur Kontrolle der Angelpapiere wurde überarbeitet. Er enthält die wichtigsten Fischereivorschriften, welche Angelscheine man braucht und erklärt, welche Befugnisse Fischereikontrolleure haben.

Der aktualisierte Angelführer enthält auch die Nennung geschützter Arten, sowie die Mindestmaße und Schonzeiten von Fischarten, deren Fang erlaubt ist. Wer die Übersicht lieber auf Papier hätte, kann kostenlos sein Exemplar beim Sekretariat des Anglerverbandes der jeweiligen Region bestellen.

Unterstützende Apps (kostenlos): VISplanner und VISgids sowie die VISsengids App, ein unverzichtbares Tool zur Erkennung von Fischarten. Wo und unter welchen Bedingungen geangelt werden darf, erfährt man in der VISplanner-App.

Anglerzahlen in den Niederlanden steigen weiter

Im Jahr 2021 hat Sportvisserij Nederland 658.431 VISpas Angelscheine aufgegeben. Das sind 2,1 Prozent mehr als im Jahr 2020. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten das Wachstum noch knapp 18 Prozent betragen. Doch es gibt immer noch steigende Anglerzahlen, wenn auch auf einem niedrigen Niveau.

Die gute Nachricht aber ist: Die Mehrheit der neuen Angler, ist beim Angeln als Hobby geblieben. Das sorgt für eine stabile Mitgliederbasis bei den Angelvereinen. Wegen der steigenden Mitgliederzahlen ist Sportvisserij Nederland zum zweitgrößten Sportverband der Niederlande aufgestiegen – hinter dem Königlichen Niederländischem Fussballverband.

Zwar waren die Niederlande in der Corona-Zeit 2021 für Ausländer einige Zeit gesperrt, aber als Freiluftsport war Angeln für Einheimische ganzjährig möglich, wie man an den vielen Anglern an unterschiedlichen Gewässern sehen konnte.


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