Alles o.k. an Bord

Bei einem Barsch wie hier reine Routine, bei einem nicht ganz ausgedrillten Groß­hecht jedoch mitunter „fischrettend“: Der Finger auf der offenen Rolle kann blitzschnell Schnur freigeben.

Bootsangler habens nicht leicht. Was an Land problemlos vonstatten geht, wird an Bord schnell zum Ärgernis. Dagegen helfen die kleinen Tricks der BLINKER-Redakteure ; aus der Praxis für die Praxis.

Keschern mit Vorsicht Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste und die Mutter der vollen Fischkiste. Während beim Bootsangeln im Drill nur wenig anbrennen kann, sieht es bei der Landung ganz anders aus. Die Nähe des bewegten Bootes, die direkte Übertragung von Geräuschen aufs Wasser mobilisieren bei einem nicht ganz ausgedrillten Fisch noch einmal die allerletzten Kräfte. Das Problem für Bootsangler: Die Fische weichen nicht immer nur nach rechts oder links aus, sondern auch mal steil nach unten und wenns ganz dumm läuft, sogar unterm Boot hindurch. Dann hängt die Rute im Halbkreis auf der Bootswand, die Bremse gibt nicht schnell genug die bitter benötigte Schnur frei, die Schnur scheuert unterm Kiel und Wer auf Nummer Sicher gehen will, öffnet in der Landungsphase den Schnurfangbügel und blockiert die Schnur nur mit dem Finger. Ein feinfühligeres Brems-System, das bei Bedarf blitzschnell Schnur freigeben kann, gibt es nicht. Sven Halletz

Selbst gegossene Plattenanker saugen sich förmlich am Grund fest.

Selbst gegossene Plattenanker saugen sich förmlich am Grund fest.

Da biste platt, wa? Als ich noch regelmäßig meine Berliner Heimat-Gewässer beangelte, galt mein Interesse vorwiegend dem Aal. Und damals folgte ich noch brav dem weitverbreiteten Vorurteil, er sei nur auf schlammigem Grund zu finden. Solche Angelplätze erfordern eine spezielle Ankertechnik, weil herkömmliche ­Anker in lehmigem Grund schlecht fassen. Wir Berliner verwendeten daher Plattenanker. Ein Plattenanker ist nichts weiter als eine Eisenplatte von ein bis zwei ­Zentimeter Stärke, in deren Mitte sich ­eine Öse zur Befestigung des Ankerseils be­findet. Der Durchmesser (bei runden Ankern) bzw. die Kantenlänge (bei quadratischen) richtet sich nach der Größe des Bootes. Ich besaß damals ein kleines 4,5-Meter-Sportboot (Trainer I), und dafür genügten zwei Platten von ca. 30 Zentimeter Durchmesser. Beim Plattenanker ist nicht so sehr das Gewicht entscheidend, als die Platten­äche, denn diese sorgt dafür, dass sich die Platte am Grund förmlich festsaugt. Deshalb muss man in der Regel auch nicht soviel Leine ausbringen wie bei herkömmlichen Ankermodellen. Sollte eine Platte mal so festsitzen, dass sie mit Muskelkraft nicht mehr zu lösen ist was ziemlich oft passiert! hilft wippen: Man zieht das Boot bis über die Ankerstelle, legt das Ankerseil durch eine Klampe und beugt sich weit über die Bordwand, damit sich das Boot zur Seite neigt. Dann wird das Seil mit einer einfachen Schlaufe auf der Klampe fixiert. Tja, und nun einfach nur hin- und her schaukeln, gegebenenfalls das Seil nachspannen bis der Anker frei ist. Aber Vorsicht! Ich bin nicht der Einzige, der sich dabei schon mal eine Klampe abgerissen hat!
Zwei Schnüre, zwei Farben: So hält man die Angeln auseinander.

Zwei Schnüre, zwei Farben: So hält man die Angeln auseinander.

Backschnur und Steuerschnur Sie können noch so vorsichtig fahren und drillen, wenn Sie mit mehr als einer Rute vom Boot angeln, geraten die Schnüre ­irgendwann über-, unter-, ineinander. Das kann, besonders wenn man mit Gefloch­tener angelt, üble Folgen haben. Man kann aber die Übersicht behalten und das Schlimmste vermeiden, wenn man für die beiden Bootsseiten Schnüre in unterschiedlichen Farben benutzt. Zum Beispiel auf der Backbord-Seite (für Land­ratten:rechts) eine rote und steuerbords eine grüne. Die kann man gut unterscheiden, und man kann es sich auch gut merken. Ein sehr nützlicher Tipp, nde ich. Ehrlich gesagt bin ich nicht selber drauf gekommen, sondern habe ihn holländischen Bootsanglern abgeguckt.

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