Ein Fischsterben im Kieler Hafen sorgt derzeit für Aufsehen. Auf den Aufnahmen des Instagram-Kanals @trillfishing vom Samstag, 19. September, sammeln sich zahlreiche Fische an der Oberfläche des Hafenbeckens. Viele Tiere bewegen sich nur noch schwach und kämpfen ums Überleben. Unter den Fischen befinden sich nach Angaben des Anglers unter anderem Plattfische, Meerforellen, Dorsche und Lachse.

Bild: @trillfishing
Die Dorsche sammelten sich an der Oberfläche des Hafenbeckens.
Als möglichen Zusammenhang mit dem Fischsterben im Kieler Hafen nennt der Angler den derzeitigen Südwind. Eine offizielle Bestätigung für diese Vermutung gibt es bislang nicht. Süd- und Südwestwinde können in der Ostsee dazu führen, dass sauerstoffarmes Tiefenwasser in küstennahe Bereiche gelangt. Ein solches sogenanntes Upwelling kann den Sauerstoffgehalt in küstennahen Gewässern beeinflussen und unter bestimmten Bedingungen zu Problemen für Fische führen. Ob dieser Zusammenhang auch beim aktuellen Fischsterben im Kieler Hafen eine Rolle spielt, ist derzeit jedoch offen.
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Bild: @trillfishing
Ungewohntes Bild an der Oberfläche: Neben Dorschen und Salmoniden waren auch zahlreiche Plattfische vom akuten Sauerstoffmangel betroffen.
Geschwächte Fische gekeschert
TRILL berichtet außerdem von Personen, die noch relativ vitale Salmoniden aus dem Wasser gekeschert haben sollen. Gemeinsam mit anderen habe man versucht, die Personen davon abzuhalten. Schließlich habe man nur noch die Polizei rufen können.

Bild: @trillfishing
Trotz des Fischsterbens im Kieler Hafen kescherten Personen verendende und geschwächte Fische aus dem Hafenbecken.
Nach Angaben des Anglers wurden auch in der Nacht noch große Fische gekeschert. Als Hinweis darauf habe man abgebrochene Kescherstiele gefunden. Besonders um die verbliebenen Dorsche und großen Laichlachse mache er sich Sorgen. Wie viele Fische insgesamt verendet sind, ist derzeit unklar.

Bild: @trillfishing
Das Keschern von Fischen ist auch in einer solchen Ausnahmesituation nicht erlaubt.






