Verwicklungsgefahr
Eine maximale Wurfweite kann bei vielen Angelarten sehr wichtig sein. Es ist aber mindestens genauso so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, dass der Köder richtig aufs Wasser auftrifft. Deshalb muss man den Köder am Ende des Wurfes abbremsen, damit sich alles streckt und verwicklungsfrei ins Wasser eintauchen kann. Je nach Ködertyp oder Größe der Montage besteht immer die Gefahr, dass sich während des Wurfes irgendetwas vertütelt und verhakt. Bei Kunstköder passiert es beispielsweise häufig, dass sich ein Drilling des Köders im Vorfach verfängt und dadurch nicht mehr lauffähig ist. Und bei langen Posen- oder Grundmontagen wickelt sich das Vorfach gerne mal um die Hauptschnur, so dass die Montage nicht mehr fängt.

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Weite Würfe sind oft wichtig. Aber man muss dann auch darauf achten, dass die Montage gesteckt im Wasser landet.
Nicht fangfähig
Da man bei Kunstködern sofort am veränderten Einholwiderstand spürt, dass da was schief hängt, kurbelt man sie schnell wieder ein und wirft neu aus. Bei abgelegten Montagen ist das anders. Da befindet sich dann nach dem Werfen ohne abbremsen eine wirkungslose Montage im Wasser, und man wundert sich, warum es keine Bisse gibt. Da Posenmontagen häufiger eingeholt werden, merkt man es dort meist schon nach ein paar Minuten. Anders ist das bei Grundmontagen wie zum Beispiel beim Karpfenangeln. Wenn der Köder erst nach mehreren Stunden kontrolliert wird und man dann erst merkt, dass der Köder gar nicht fangbereit war, ist das das richtig ärgerlich!
Streckung ist wichtig
Deshalb ist es wichtig, dass das Risiko einer Verwicklung von Köder oder Montage immer möglichst gering gehalten wird. Und das erreicht man durch das Abbremsen der Montage oder vom Köder während des Fluges, weil sich Köder und Montage, dadurch strecken und sauber aufs Wasser auftreffen und auch verwicklungsfrei absinken können. Im Idealfall wird die Schnur immer dann etwas abgebremst, kurz bevor der Köder aufs Wasser trifft. Aber auch zum gezielten Anwerfen von Angelstellen muss der Köder manchmal abgebremst werden, damit er nicht zu weit fliegt und irgendwo im Schilf oder in Bäumen landet.
Hauruck-Methode
Bei klassischen Stationärrollen, die bei uns am häufigsten verwendet werden, gibt es mehrere Möglichkeiten die Schnur abzubremsen. Die Hauruck-Methode wäre, einfach den Rollenbügel umzulegen. Damit würde man den Köder allerdings nicht abbremsen, das wäre eine Vollbremsung, bei der der Köder wieder etwas zurückschnellt oder im schlimmsten Fall sogar die Schnur reißt. Die Variante Rollenbügel sollte man deshalb gleich wieder vergessen!
Zweihändiges Abbremsen
Bei der ersten Abbrems-Variante werden zwei Hände benötigt. Dafür greift man mit der Kurbelhand von der Seite an die Spule und bremst dadurch das Ablaufen der Schnur. Das funktioniert allerdings nur dann gut, wenn man beim Wurf ausreichend Zeit hat, um mit der Kurbelhand an den Spulenrand zu greifen. Daher ist die Methode etwas umständlich und nicht bei jedem Wurf blitzschnell machbar. Dafür ist das Abbremsen vom Köder aber auch bei großen Rollen möglich.

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Wer den Spulenrand mit dem Zeigefinger nicht erreicht, kann die Schnur auch mit der Handfläche stoppen.
Einhändiges Abbremsen
Die zweite Abbremsung geht einhändig, indem man den Zeigefinger der Rutenhand einfach an den Spulenrand streckt. So lassen sich der Köder und die Schnur sehr gut und gefühlvoll abbremsen. Und weil sich der Zeigefinger der Rutenhand bei jedem Wurf blitzschnell an den Spulenrand strecken lässt, ist diese Bremsung die beste. Einziges Problem: Der Zeigefinger der Rutenhand muss natürlich lang genug sein, um den Spulenrand der Rolle auch zu erreichen. Für Angler mit kleinen Händen und bei sehr großen Rollen kommt diese Technik deshalb nicht in Betracht.

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Mit dem Zeigefinger der Rutenhand lässt sich die Schnur am Spulenrand sehr gefühlvoll abbremsen.
Wie gut aktuell gefangen wird, kann man übrigens sehr gut an den Fangmeldungen bei den AngelMasters verfolgen.
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