Betroffen ist vor allem der Gleiwitzer Kanal. Grund für das Fischsterben ist wahrscheinlich die Blüte der toxischen Goldalge. Das Fischsterben findet im östlichsten Teil des Kanals, weit entfernt von der Odermündung statt. Jüngste Wasserproben in Brandenburg ergaben, dass die Algenkonzentration unter der Nachweisgrenze waren. Zudem wurden gestern neue Daten erwartet. Erst wenn ein polnischer Befall des Hauptflusses vorliegt, wird die Warnstufe angehoben. Zur Zeit besteht noch keine erhöhte Warnstufe.
Gift-Algen zwischen Schleusen gefangen
Um die Ausbreitung der giftigen Goldalge zu stoppen, beschlossen die Polen zwei Schleusen zu schließen. Laut LfU haben die polnischen Behörden weitere Maßnahmen zur Eindämmung beschlossen.
Im Sommer 2022 waren in der Oder tonnenweise Fische gestorben. Ein hoher Salzgehalt, Niedrigwasser, hohe Temperaturen und das Gift der Goldalge (Prymnesium parvum) waren aus Sicht der Wissenschaftler Ursachen für das massenhafte Fischsterben. Rund 1.000 Tonnen Fisch sowie Muscheln und Schnecken waren nach Schätzung der Wissenschaftler damals verendet.
Salzeinleitungen stoppen
Politiker wie Christian Görke (Linke) fordern, dass polnische Bergbau- und Industrieunternehmen ihre Salzeinleitungen bei Hitze und Niedrigwasser stoppen, damit die Entwicklung der Goldalge gar nicht erst entstehen kann.






