Ein Haken genügt
Köder, die mit mehreren Drillingen bestückt sind, verankern sich häufig so im Maul des Fisches, dass dieser nicht mehr schadlos zurückgesetzt werden kann. Deshalb sollte man den Köder auf Einzelhaken umrüsten und die Drillinge entsorgen. Man hat dadurch außerdem den Vorteil, dass sich der Haken einfacher lösen lässt.

Bild: F. Pippardt
Spinner mit Einzelhaken sind schonender als solche mit Drillingshaken.
Drills kurz halten
Um die Fische bei heißen Temperaturen nicht zusätzlich zu stressen, sollte man die Drills so kurz wie möglich halten. Wer ganz sicher gehen will, dass der Fisch überlebt, der sollte ihn nach dem Drill mit dem Kopf in die Strömung halten und leicht hin und her bewegen, sodass die Kiemen mit dem fließendem Wasser durchflutet werden. Erst wenn der Fisch deutliche Fluchtbewegungen macht, sollte man ihn entlassen.

Bild: E. Hartwich
An heißen Sommertagen sollte man den Fisch so schnell wie möglich ausdrillen.
Angelpause
Wenn die Wassertemperaturen weit über 20 Grad steigen, sind die Fisch ohnehin schon gestresst. Das gilt vor allem für Salmoniden. Kommt noch eine Sauerstoffarmut hinzu, geraten viele von ihnen in einen lebensbedrohlichen Zustand. Dann sollte man einfach mal mit dem Angeln aussetzen – den Fischen zuliebe. Überhaupt sollte man das Angeln nicht verbissen sehen, sondern öfter mal ein Mäuschen einlegen.

Bild: J. Radtke
Wenn mal gar nichts geht, sollte man auch mal pausieren.
Futterbeschränkung
Im Stillwasser braucht man für Karpfen, Brassen und Schleien, ein wenig Futter, um die Flossenträger zum Köder zu locken. Allerdings sollte man sich bei der Futtermenge stark einschränken. Meist reichen ein Kilo Trockenfutter oder Pellets für einen Nachmittag aus. Diese werden entweder mit dem Futterkorb oder per Hand ausgeworfen. So erhält man eine Futterwolke direkt um den Haken herum. Nach dem Fang eines Fisches wird nachgefüttert.

Bild: Blinker Archiv JGH
Futterballen mit Schale. An heißen Tagen reicht im Stillwasser die Hälfte an Futter.






