Der erste Ansitz des Jahres ist für viele Angler etwas ganz Besonderes. Es ist dieser Moment, in dem die Vorfreude auf die neue Saison, die Ruhe am Wasser und die Aussicht auf den Traumfisch zusammenkommen. Manchmal schreibt eben genau dieser dann direkt seine eigenen Geschichten. So auch bei Marco Weber, dem an einem kleinen Fluss eine außergewöhnliche Barbe gebissen hat. Gefischt wurde klassisch mit Haarmontage und Boilies, eine Methode, die sich gezielt auch auf größere Friedfische bewährt hat.
Erste Sichtung der Barbe sorgt für Verwirrung
Bereits vor dem eigentlichen Biss gab es einen besonderen Moment: Im Wasser hat Marco die Barbe gesichtet – allerdings zunächst nicht als Fisch erkannt. ,,Ich dachte erst, es wäre eine gelbe Plastiktüte“, beschreibt er die Situation. Bevor er gemerkt hat, dass es sich dabei um eine Barbe handelte. Solche Augenblicke zeigen, wie vorsichtig und unauffällig selbst kapitale Barben im Wasser stehen können.
Anfüttern bringt den Erfolg
Nach der Sichtung wurde der Platz konsequent weiter angefüttert. Geduld zahlte sich aus: Nach eineinhalb Stunden kam der ersehnte Biss. Nach einem intensiven Drill konnte Marco die goldene Barbe mit 75 cm Länge schließlich sicher im Kescher landen. Die Barbe beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre goldene Färbung. Schließlich auch durch die Tatsache, dass sie trotz ihrer extrem auffälligen Färbung so groß werden konnte. Denn eigentlich hätte sie schon als Jungfisch eine schnelle Beute für die in der Lenne lebenden Raubfische sein sollen. Es ist ein Fang, den Marco Weber so schnell sicher nicht vergessen wird.
Ein Sechser im Lotto
„Xanthorismus“ (griechisch für „Gelbfärbung“) nennt man das Phänomen, und es ist wohl bekannt zum Beispiel bei Goldforellen in den Angelseen oder von den bunten Koikarpfen. Dabei handelt es sich um Fische, bei denen dieses Merkmal gezielt herausgezüchtet wurde. Bei Wildfischen, in Sonderheit bei Barben, ist Xanthorismus extrem selten. Farbmutationen werden in aller Regel rezessiv vererbt. Bedeutet: Nur, wenn beide Elterntiere das „Goldfisch-Gen“ tragen, kommt es bei einem von vier Nachkommen zur gelben Variante. Das bedeutet aber auch, dass –wenn man nicht von einer spontanen Mutation ausgeht – es in der Lenne mindestens ein Barbenpaar gibt oder gegeben hat, dass die Anlage für Xanthorismus auf seinen Chromosomen trug.
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