Der Garmisch-Krimi – Wolfsmord: Lavinia Wilson im Interview

In alpiner Kulisse spielt der neue Garmisch-Krimi „Wolfsmord“ mit Lavinia Wilson die Hauptrolle. Hier ist das Fliegenfischen nicht nur ein Motiv, sondern spiegelt die innere Haltung der Ex-Kommissarin wider, die im Wasser Ruhe und Abstand vom stressigen Berufsalltag findet.

Garmisch-Krimi „Wolfsmord“ Lavinia Wilson beim Fliegenfischen

Bild: ZDF / ServusTV / Linda Gschwentner

Im Garmisch-Krimi „Wolfsmord“ spielt Lavinia Wilson eine ehemalige Kommissarin, die sich zurückgezogen hat und beim Fliegenfischen Ruhe findet.

Im neuen Garmisch-Krimi „Wolfsmord“ spielt Lavinia Wilson eine ehemalige Kommissarin, die im Fliegenfischen einen Gegenpol zur Härte ihres Berufs findet. Im Gespräch erzählt sie, warum diese Leidenschaft so gut zur Figur passt, wie sich ihr erster Wurf anfühlte – und was sie am Wasser über Geduld gelernt hat.

Ruhe am Wasser, Spannung im Krimi

FliegenFischen: Sie spielen eine Ex-Kommissarin, die beim FliegenFischen abschaltet. Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Kombination?

Lavinia Wilson: Einer der Autoren des Drehbuchs ist leidenschaftlicher Fliegenfischer. Dadurch wurde diese Ebene ganz selbstverständlich Teil der Figur.

Die Ex-Kommisarin Ira Zach am Wasser Lavinia Wilson Schauspielerin Garmisch-Krimi

Bild: ZDF / ServusTV / Linda Gschwentner

Die Ex-Kommisarin Ira Zach: Am Wasser findet Ihre Figur Ruhe, die im neuen Garmisch-Krimi sonst fehlt.

Symbol oder echtes Hobby?

FliegenFischen: Welche Rolle spielt das Fliegenfischen im Film – eher Symbol oder echtes Hobby?

Lavinia Wilson: Es ist definitiv Teil ihrer DNA. Sie sitzt abends zu Hause und bindet kunstvolle Fliegen. Und im und am Wasser ist eigentlich der einzige Ort, an dem sie ganz bei sich ist. Trotzdem gibt es gar nicht so viele Szenen direkt im Wasser.

Der erste Wurf

FliegenFischen: Haben Sie für die Dreharbeiten selbst mit der Fliegenrute trainiert?

Lavinia Wilson: Ja, wobei es auch eine echte Fliegenfischerin gab, die mich bei einigen Totalen aus der Ferne gedoubelt hat.

FliegenFischen: Erinnern Sie sich an Ihren ersten Wurf?

Lavinia Wilson: Sehr gut – maximal unbeholfen. Ich stand mit einem Fliegenfischer mitten in Berlin am Engelbecken, einem Wasserbassin im Stadtzentrum. Die Passanten haben ziemlich belustigt geschaut.

Entschleunigung am Wasser

FliegenFischen: Fliegenfischen gilt als entschleunigend und meditativ. Kam dieses Gefühl beim Dreh auf?

Lavinia Wilson: Leider kaum. Am entscheidenden Drehtag hatten wir in den Bergen sehr schlechtes Wetter: starker Wind, Kälte, Regen, dazu mehr Wasser im Fluss als erwartet. Wir mussten kurze, ruhige Momente schnell nutzen. Ich wurde von der Bergwacht an meine Position im Wasser gesetzt und während des Drehs aufmerksam beobachtet, damit nichts passiert. Bei den Proben mit echten Fliegenfischern konnte ich diese Ruhe und Hingabe aber schon erahnen.

FliegenFischen: Was haben Sie beim Fliegenfischen über Geduld gelernt?

Lavinia Wilson: Geduld ist alles – aber man muss im richtigen Moment hellwach sein.

FliegenFischen: Viele Angler sagen, sie schalten am Wasser komplett ab. Gelingt Ihnen das?

Lavinia Wilson: Unter den Drehbedingungen eher nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es in einem anderen Rahmen so wäre.

Perfekte Orte am Wasser 

FliegenFischen: Wo wäre Ihr perfekter Tag am Wasser?

Lavinia Wilson: Am Lauchsee in Fieberbrunn in Tirol. Oder in der Partnachklamm bei Garmisch. Definitiv lieber Berge als Meer.

FliegenFischen: Könnten Sie sich vorstellen, das Fliegenfischen auch privat weiterzuführen?

Lavinia Wilson: Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Mal schauen, ob mich das Fieber irgendwann noch packt.

„Wolfsmord“ – ZDF-Samstagskrimi in der Alpenregion

Wolfsmord“ ist ein 90-minütiger ZDF-Krimi aus der neuen Reihe „Der Garmisch-Krimi“, angesiedelt in der bayerisch-österreichischen Grenzregion. Im Zentrum steht dabei ein Mordfall vor dem Hintergrund der Wolfsdebatte.

TV-Termin: 28. Februar, 20:15 Uhr (ZDF) oder jederzeit in der ZDF-Mediathek.

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