Matchruten mit Längen zwischen 3,90 und 4,50 Metern bieten genügend Reichweite und Kontrolle. Wichtig ist ein kräftiges Rückgrat, um auch kampfstarke Karpfen sicher drillen zu können. Das typische Wurfgewicht liegt bei 30 bis 40 Gramm.
Als Rolle reicht eine 4000er Stationärrolle vollkommen aus. Sie fasst ausreichend Schnur, um auch längere Fluchten souverän abzufangen. Die Hauptschnur sollte – abhängig von der zu erwartenden Fischgröße – zwischen 0,18 und 0,22 mm stark sein. Das etwa 40 cm lange Vorfach wird etwas feiner gewählt, idealerweise zwischen 0,16 und 0,20 mm. Rund 20 cm des Vorfachs sollten am Gewässergrund aufliegen.

Bild: Dieter Schröder
Wagglerposen, wie es sich zum Matchangeln gehört. Ob vorbebleit oder nicht, ist Geschmacksache.
Bei den Haken haben sich Größen zwischen 8 und 12 bewährt, je nach Köder und Fischbestand. Als Posen kommen überwiegend Waggler zum Einsatz. Deren Tragkraft variiert – je nach Wurfweite und Tiefe – zwischen 3 und 15 Gramm. In flachen Baggerseen kann alternativ auch eine schlanke, feststehende Pose verwendet werden.
Selektion über das richtige Futter
Eine Schlüsselrolle beim Karpfenangeln mit der Matchrute spielt das Futter. Es sollte grob strukturiert sein, damit es nicht sofort von Weißfischen, insbesondere Brassen, aufgenommen wird. Als Basis eignet sich ein handelsübliches, grobes Karpfenfutter.
Dem Grundfutter werden etwa 50 Prozent TTX-Maiskuchen beigemischt. Dieser sollte rund drei Stunden vor dem Angeln mit der doppelten Menge Wasser eingeweicht und anschließend dem noch trockenen Futter untergemischt werden. Erst danach wird das gesamte Futter weiter angefeuchtet.
Zusätzlich kommen Partikelköder sowie Pellets mit 4 bis 6 mm Durchmesser ins Futter. Besonders bewährt haben sich Hanfkörner und süßer Mais. Um das Futter besser zu binden und dunkler zu färben, kann ein Anteil lockerer Erde (z. B. Terre de Somme) zugegeben werden. Wichtig: Keine geschnittenen Würmer untermischen! Diese ziehen zuverlässig Brassen an den Futterplatz.
Das Futter wird zu Angelbeginn ausgebracht, um die Karpfen gezielt an den Platz zu locken. Häufiges Nachfüttern sollte vermieden werden, da es bereits anwesende Fische verschrecken kann. Falls nachgefüttert wird, dann nur mit kleinen, unauffälligen Futterbällchen.

Bild: Horler/Schröder
Als unser Autor Dieter Schröder die Fotos zu diesem Artikel produzierte, bekam er es unversehens mit einem echten Schwergewicht an der Matchrute zu tun.

Bild: Horler/Schröder
Über 20 Minuten dauerte der Drill, dann lag dieser Prachtspiegler endlich im Kescher. Gefangen hat ihn Dieter Schröder stilecht an 0,18er Hauptschnur und 0,16er Vorfach .
Die besten Köder zum Karpfenangeln mit der Matchrute
Der Karpfen-Stippköder Nummer eins ist und bleibt Mais. Meist reichen zwei bis drei Körner am Haken vollkommen aus. Ebenfalls sehr erfolgreich sind Pellets, die mithilfe eines Pelletbands am Haken fixiert werden.
Weitere bewährte Köder sind Teig sowie die klassische Kartoffel. Hat ein Karpfen den Köder genommen und zieht ins Freiwasser, sollte man ihm zunächst nicht zu viel Widerstand entgegensetzen. Der Drill erfolgt ruhig und kontrolliert, möglichst weit vom Ufer entfernt.

Bild: Horler/Schröder
Der Kescher sollte der möglichen Größe der Fische angepasst sein. Mit einem langen Kescherstiel kann man den Karpfen früher abfangen.
Beim Keschern ist darauf zu achten, dass der Winkel zwischen Rutenspitze und Fisch nicht zu steil wird – genau in dieser Phase gehen viele Fische verloren. Empfehlenswert sind daher ein langer Kescherstab sowie ein großes Keschernetz, größer als beim normalen Stippangeln. Wie aktuell gefangen wird sieht man an den Fangmeldungen bei den AngelMasters.
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