Unsichtbare Gefahr im Wasser

Wie beeinflussen Rückstände von Medikamenten, Pestiziden und Haushaltschemikalien unsere Flüsse? Dieser Frage geht ein neues Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Gewässerkunde gemeinsam mit der Universität Osnabrück nach. Im Fokus steht die Mosel.

Forschung Mosel

Bild: www.mosel.de

Was im Wasser passiert, betrifft auch den Fisch: Ein Forschungsprojekt untersucht an der Mosel, wie chemische Rückstände das Nahrungsnetz und damit Fischbestände beeinflussen.

Neues Forschungsprojekt in der Mosel

Unter dem Projektnamen BLooM erforschen Wissenschaftler, wie chemische Belastungen die Zusammensetzung mikrobieller Gemeinschaften beeinflussen… kurz gesagt welche Folgen das für Wasserqualität, Fische und Flüsse haben kann. Augenmerk liegt dabei auf Cyanobakterien, die giftige Substanzen produzieren können. Solche Algenblüten gelten als mögliche Ursache für massives Fischsterben – wie es im Sommer 2022 in der Oder zu beobachten war.

Den Algen auf der Spur

Im Rahmen des dreijährigen Projekts sind Felduntersuchungen an der Mosel geplant. An der Uni Osnabrück werden Effekt-Modelle entwickelt, die das Wachstum von Algen und Cyanobakterien unter verschiedenen Umweltbedingungen und chemischen Belastungen simulieren.

„Langfristig geht es uns darum, am Beispiel der Mosel exemplarisch aufzuzeigen, inwieweit menschliche Einflüsse die Zusammensetzung und Dynamik von Primärproduzenten verändern können und welche Auswirkungen das auf den Zustand von Fließgewässern haben kann“, erklärt Ella Rothe, Wissenschaftlerin an der Uni Osnabrück und zuständig für die Modellierung im Projekt.

Für die Untersuchungen stellt die Bundesanstalt für Gewässerkunde insgesamt rund 170.000 Euro zur Verfügung. Die Erkenntnisse sollen helfen, ökologische Risiken frühzeitig zu erkennen und den Zustand von Fließgewässern besser zu bewerten.

Weitere Informationen:

Den Algen auf der Spur

BfG-Referat „Mikrobielle Ökologie“

BfG-Referat „Gewässerchemie“

 


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