Passende Jigköpfe
Beim Zanderangeln ist es ganz wichtig, dass beim Aufziehen von Gummifischen die Länge und die Größe der Jighaken auch tatsächlich zur Länge des Gummifisches passt. Entscheidend ist dabei eigentlich nur, dass der aufgezogene Gummifisch auch richtig arbeiten kann. Das heißt, dass sich der hintere Teil also möglichst frei bewegen kann. Rein theoretisch hat der Gummikörper also am meisten Bewegungsfreiheit, wenn der Haken möglichst kurz ist. Aber kurz muss nicht zwangsläufig auch gut sein.
Richtige Hakenlänge bei Gummifischen
Ein zu kurzer Haken kann mit Pech Fehlbisse verursachen, weil der Raubfisch den Köder sehr weit ins Maul nehmen muss, damit der Haken fassen kann. Weiter hinten liegende Haken würden besser im Fischmaul fassen. Man bekommt relativ schnell einen Blick dafür, welche Jigköpfe zu unterschiedlichen Gummifischen passen. Solange der Gummifisch vernünftig arbeitet, gibt es bei der Hakenlänge beim Aufziehen von Gummifischen kein richtig oder falsch. Ideal ist ein ästhetisches Mittelmaß.

Bild: Schlichting
Die Gummifische sind auf unterschiedlich lange und Große Jighaken gezogen worden. Es ist Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass sich der Gummischwanz frei bewegen kann.
Mittig aufziehen
Wenn man einen Gummifisch über den Hakenbogen auf den Schenkel des Jigs zieht, wird der Gummikörper immer um etwa 180 Grad geknickt. Dabei muss man unbedingt darauf achten, dass der Haken immer mittig durch den Gummifisch verläuft! Es kann beim Aufziehen von Gummifischen nämlich leicht passieren, dass die Hakenspitze zu weit seitlich durch den Gummikörper gestochen wird. Das hätte zur Folge, dass der Gummifisch später schief oder gekrümmt auf dem Hakenschenkel sitzt. Das ist nicht so gut, weil dadurch das Laufverhalten des Gummifisches beeinträchtigt werden kann. Ob und wie stark dadurch auch die Fängigkeit des Gummifisches spürbar beeinflusst wird, ist schwer zu sagen. Es ist ebenfalls auch eine ästhetische Frage, weil ein perfekt aufgezogener Gummifische einfach besser aussieht.

Bild: Schlichting
Oben: Der Haken sitzt mittig im Gummifisch, das ist richtig. Unten: Weil der Haken schief sitzt, wird der Gummifisch gekrümmt. Das ist schlecht.
Richtige Hakenposition
Ein ganz wichtiger Punkt beim Aufziehen von Gummifischen ist, dass der Haken je nach Länge immer an der richtigen Stelle aus dem Gummifisch herausragen muss! Das bedeutet, dass sich der Haken nicht zu weit und nicht zu kurz im Gummikörper befinden darf. Der Haken muss im Idealfall immer auf Höhe des Hakenbogens aus dem Gummi ragen. 2 bis 3 mm mehr oder weniger spielen dabei keine große Rolle. Aber bei 10 oder 15 mm sieht die Sache anders aus.

Bild: Schlichting
Oben: Der Haken sitzt richtig. Mitte: Der Haken sitzt zu weit im Gummi. Unten: der Haken sitzt zu kurz im Gummi.
Nicht zu kurz aufziehen
Wird der Haken kurz durch den Gummikörper gestochen und dadurch sogar noch ein Stück des Hakenschenkels aus dem Rücken des Gummifisches ragt, steht der Haken viel zu weit vom Gummi ab. Nicht gut! Und wenn der Haken zu weit im Gummi sitzt, wird der Gummifisch regelrecht gestaucht und rutscht auf den Hakenschenkel. Ganz schlecht! Idealerweise legt man den Jig vor dem Aufziehen von Gummifischen an den Gummifisch an und markiert am Gummi die Stelle, wo der Haken später austreten soll.

Bild: Schlichting
Bevor ein Gummifisch auf den Jighaken gezogen wird, empfiehlt es sich, den Jighaken auf den Gummikörper zu legen und zu schauen, wo und wie der Haken am besten positioniert werden sollte.
Übung macht den Meister
Wenn erste Aufzieh-Versuche nicht sofort gelingen, sollte man den Gummifisch wieder abziehen und es noch einmal versuchen. So lange, bis der Gummifisch perfekt sitz. Das Aufziehen von Gummifischen ist reine Übungssache und gelingt von Mal zu Mal immer besser. Und dann ist es irgendwann wie Fahrradfahren: Wenn man es einmal kann, verlernt man es nicht wieder. Wie aktuell Zander gefangen werden, kann man sehr gut an den Fangmeldungen bei den AngelMasters verfolgen.






