Angeln auf Wels: Wallerfische in Mantova – Italien

Die PCHG wurde 1998 an einem ruhigen kameradschaftlichen Abend, in der Nähe des alt bekannten Schnackensees bei Gunzenhausen gegründet! Zur Zeit weisen wir 12 aktive Mitglieder auf, die dem „Waller“- Großwels erfolgreich nachstellen!

Doch nicht nur in den fränkischen Gewässern sind wir aktiv. Gefischt auf Waller wird im Rhein, im Necker, am Po in Italien, sowie am Ebro in Spanien! Wir haben es uns zum Ziel gemacht, gezielt dem größten unserer einheimischen Fische, dem „Wels“, oder „Waller“, nachzustellen, und ihn zu befischen! Ein weiterer Zweck der PCHG soll es sein, anderen begeisterten Wallerangeln, die Chance zu geben, mit speziellem Wissen, Welse zu fangen, sowie im Inland und im Ausland, sowie eine Gemeinschaft unter gleichgesinnten Anglern zu bilden! Jungangler die Möglichkeit zu geben, von erfahrenden Welsanglern betreut zu werden und auf dem weiteren Weg der Angellaufbahn dem Wels in seiner Lebensgewohnheit und die Natur kennen zu lernen! Eine Gemeinschaft unter „Gleichgesinnten Anglern“, die mit Kameradschaft zu verbinden ist, steht bei uns ganz groß im Vordergrund! Heute werde ich über unsere ersten Erfahrungen beim Wallerangeln in Italien – in den Mantova – Stauseeen, sowie im angrenzenden direkt einfließenden, sogenannten „Minchio-Fluss“ berichten!
Mantova ist eine idyllische mittelalterliche Stadt in der Nähe von Verona, sie liegt unmittelbar umgeben von 3 großen Stauseen, am großen Minchio-Fluss. Ein hervorragendes Gebiet, das natürlich am Besten mit dem Boot zu befischen ist! Waller in der Größe bis 90KG, sind jederzeit möglich, wenn man die Erfahrungen besitzt und weiß wo die Waller stehen. Viele Waller bis 80Pfund sind sehr häufig, denn diese kampfstarken Uriane tümmeln sich im ganzen See, der durchschnittlich eine Wassertiefe von 5m aufweißt. Am 1.See ist das Fischen verboten(ganzjährig) der 2.See. erweist sich ab März sehr positiv, vor allem sind auch sehr schöne Schuppis, sogenannte Wildkarpfen mit ein bisschen Glück, an den riesigen dort zu liegenden bis zu 100m lang und 100m breiten Seerosenfeldern zu erbeuten. Eines der größten Wildkarpfen die ich bei einem Italiener gesehen habe, wog um die 28Pfund!
Vom 2.See geht es durch eine Schleuse direkt in den Minchio-Fluss, einen urigen Fluss, der so viele Nebenärme, Gräben und Sumpfgebiete besitzt, dass man nicht weiß wo man als erstes mit dem Angeln beginnen soll. Kilometerweise kommt man dann von Schleuse zu Schleuse, und kann direkt zum Po fahren. Von dieser Fahrt bei nacht, kann ich aber dringendst abraten, weil auf dieser Strecke ein Raffinerieschiff mit dem Namen „Taro“ zuhause ist, dieser 100m lange Khan, sich nachts in der Fahrrinne treiben lässt, und man es erst dann merkt, wenn es schon fast zu spät ist. Sicher könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn ihr eine unheimliche Begegnung mit zigtausend Bruttoregistertonnen bei Nacht habt? Motor starten – Anker hoch und weg!!! Da der Minchio einen unwahrscheinlichen Fischreichtum aufweist( ist alles Naturschutzgebiet), tümmeln sich natürlich die Welse an den markanten Stellen „scharenweise“, was jedoch nicht heißt, dass sie auch beißen! Die dort zu erhaltene 3 Monatskarte kostet ca.40 DM und beinhaltet alles, einschließlich den Po, ihr könntet theoretisch bei Bernhard Heiner – Waller – Camp, vor der Haustür fischen. Ein riesiges kaum vorstellbares abenteuerliches Angelrevier, verbunden mit so seltenen Naturschauspielen der Tierwelt, dort gibt es Alles, was man hier in Deutschland schon langsam vermisst? Die Strömung, die Ausflugsdampfer mit denen man den ganzen Tag konfrontiert wird, sind nach 2 Tagen „Routine“ geworden, denn es macht so wie es man am Anfang dachte, den Fischen wirklich nichts aus! Ich selbst war Zeuge- als bei einem anderen Angler, nach Passieren von 2 großen Ausflugsdampfern und kräftigen Durchschütteln auf dem kleinen Boot, ein 90Pfündiger biss! Dafür hat man nachts seine Ruhe und kann ungetrost bis in frühen Morgenstunden fischen. Sicher werdet ihr euch jetzt fragen wie und wo man dort untergebracht ist? Und das Abenteuerlichste und meiner Meinung nach das Schönste! Ihr lebt und wohnt komplett auf einem Hausboot, voll eingerichtet mit Betten, Esszimmer, Dusche-warm, Kühlschrank und eben alles was man zum Leben so braucht. Natürlich Selbstverpflegung- Herd und Backofen sind auch vorhanden.
Es sind 2 Beiboote vorhanden, mit denen man die speziellen Stellen gezielter anfahren kann. Das Hausboot selber, wird vom dortigen Besitzer wunschgemäß auf einen von euch ausgesuchten Platz- fest verankert! Zum Einkaufen nach Mantova – geht`s per Boot! All Donnerstags ist Markt und man kann dann auch einmal von der erfolgreichen- oder auch nicht erfolgreichen „Wallernächten“ entspannen! Natürlich ist für sogenannte “ Carp Hunter“, auch eine Möglichkeit des Campens gegeben – überall erlaubt – vorausgesetzt Müll wird entsorgt.
Gefischt wird mit Aal-absoluter Top Köder, den man hier umgerechnet für 5 DM erwerben kann- absoluter Top Köder! Wir bevorzugen, das Posenfischen, Schwimmer-Blei-Wirbel-Einzelhaken, diese einfache Methode hat sich meistens erfolgreich bewiesen, so konnten wir auch einen von den größeren Welsen 2,12m und 138Pfund überlisten- aber dazu später mehr! Die sogenannten Boienangelei lehne ich ab, weil dies meiner Meinung nach eine „Quälerei“ für den Fisch ist, und man nicht sehr viel Erfahrung und Kenntnis benötigt, so zu angeln. Sicher werdet ihr auch erfahren wollen, welche Ruten und Schnüre wir dort benutzen, ich sage es euch! Rollenmäßig sind die Shimano 6500 oder 6000er Serie völlig ausreichend, bestückt mit 50er geflochtener Schnur, mit großen Einzelhaken, halten Sie an einer 5LBS Rute ziemlich jedem Waller stand! Ich selber, und auch einer meiner Kameraden, fischen eine 9LBS Rute, unsere eigenst dafür entworfene PCHG-Gigant-Cat-Testkurve 9LBS. Wie schon erwähnt, normale Laufbleimontage-Schwimmer, und auf 60cm Tiefe anbieten. Ein Echolot unbedingt zu empfehlen, da die Wasserstände schnell wechseln, es reicht ein Standard-Gerät völlig aus! Unsere 1. Wallertour November 99: Diese beschlossen ich und mein Angelkamerad Maik W., ziemlich spontan, da ich von einem anderen Angler erfahren habe, das es in Mantova gut auf Waller zu fischen sein soll! Wir packten unser Auto und fuhren mit Allem was ein Wallerangler brauchte in Richtung Italien. Nach 7 Stunden Fahrt- alleine 4 Stunden langweilige Brennerfahrt- erreichten wir unser Ziel- Mantova! Das Hausboot war ausgebucht- so dass wir einen Zeltplatz direkt am See bekamen. Der Besitzer versorgte uns mit Aal und Boot! Nach der langen Fahrt bauten wir erst einmal unsere Euro Domes auf und legten uns ab. Wir beschlossen, am anderen Morgen unsere Tour zu starten! So gegen 7.30 Uhr. Es war ziemlich nebelig, das Boot schnell beladen, 4Aale mitgenommen und los ging´s! Wir fuhren über den 1.See unter der Brücke durch in den Zweiten, ein beliebter Angelplatz der Italiener! Lucciano aber meinte, wir sollen direkt am Durchgang vom 2.See zum Minchio-Fluss fischen, dort gibt es einen durch dir Pfähle entstehenden Rücklauf, genau daneben befindet sich ein Warmwassereinlauf. Gesagt- getan, wir verankerten unser Boot und legten die Ruten aus! In der Zwischenzeit mussten wir natürlich des Öfteren „Moven“, Weil die Ausflugsdampfer auch zugegen waren! Doch ca. 13.40 Uhr, war es soweit, ein kurzer Zupfer, dann ein schnelles Abtauchen- und Schnur, der Baitrunner lief ruhig und gleichmäßig, was für ein Gefühl, der erste Kontakt mit einem italienischem Wels. Der Anhieb saß, schnell den Anker hoch, denn er kam gegen uns geschwommen, und ließ sich direkt unter unserem Boot nieder. Einschätzen konnte ich ihn noch nicht, denn es war der erste Auftritt meiner Gigant- Cat-9LBS. Nach ca.15 Minuten, konnten wir den Waller sicher landen, und fuhren stolz zum Ufer zurück um ihn zu vermessen und zu Wiegen. 1.78m und 40KG: Natürlich schenkten wir dem Fisch nach der üblichen Begutachterei die Freiheit wieder. Bei diesem Ausflug war es der Einziege- Waller, den wir erbeuten konnten! Nach nochmaligen 2tägigen gezielten Fischens, hatten wir noch 2 Fehlbisse! Wir waren stolz auf uns und traten auf Grund Erkältung die Heimreise nach Deutschland wieder an, natürlich mit dem Gedanken spielend- nächstes Jahr im Mai wieder zu kommen! Beeindruckt von Allem buchten wir vor der Abreise das Hausboot für Mai eine Woche. Als wir dann im Mai wiederkamen, hatten wir uns vorgenommen, professioneller zu Angeln, noch mehr Ausdauer mitzubringen und einfach die Fische mit dem Echolot zu suchen um dann gezielt fischen zu können. Im Mai waren anwesend- Tom, Maik W., meine Freundin Sabine und ihr Sohn Mike M. und ich. Gut vorbereitet ließen wir uns mit dem Hausboot an einen naheliegenden Platz fahren, um dann mit den Beibooten nicht so weit fahren zu müssen. Gefischt wurde immerca.25-30m auseinander, um den Anderen im Falle eines Falles helfen zu können. An dem wohl vorher beschriebenen Platz konnten wir am 2. Tag 7Waller fangen, in der Größenordnung zwischen 25 – und 60 Pfund! Auch der Sohn meiner Freundin Mike, konnte in Montova seinen ersten Waller mit 32 Pfund zu überlisten. Die Freude war groß und die Montivation stieg! Weiter abwärts in Richtung Autobahnbrücke in einem sehr tiefen Abschnitt des Minchio -Flusses hatte ich mehrere gute Fische mit dem Echolot orten können, und deshalb beschlossen ich und Maik W., unseren morgigen Tag komplett in diesem Gebiet zu verbringen. Mit Proviant, 10 Aalen und ausreichend Kaffee und Zigaretten fuhren wir morgen gegen 4 in Richtung Schleuse Autobahnbrücke. Nach einer 1stündiger Fahrt waren wir da, unterwegs sahen wir Wallerplätze über Wallerplätze jedoch kaum ineiner Woche zu befischen! An dieser Stelle hatten es ca. 7.50m, in einer kleinen Nebenbuhne in welcher das Wasser ca. 1m tief war, setzten wir in ausreichender Entfernung zu unserem ausgeloteten Platz, den Anker! Einige großen Karpfen, sowie Barschen und Barsche sah man an der seichten Übergangstelle zum Tiefen. Ca.10 m entfernt vom Boot in Ufernähe, sahen wir ein Naturschauspiel der seltenen Art! Große Waller und auch Kleine beim Leichen, dachten wir! Aber falsch gedacht, die dort im seichten gewässer stehenden Fische, sind natürlich ein Festmahl für die großen und auch die kleinen Waller, die systematisch den Zugangzum tiefen Gewässer abschotten! Es platschte und man konnte und man konnte den kompletten Fressvorgang der Waller beobachten! Unsere Chance war gekommen, sofort die Köder reingezogen und gegenüber im Seichten postiert- Aal war kaum auf dem Wasser aufgekommen, Maik, unser Glücksritter, hatte einen der wahrscheinlich großen Fische die der Minchio verbirgt am Haken, wie ein Pfeil schoß er ins Tiefe, er hing, Anker los und hinterher! Ein herrlicher Drill mit Folgen- Taro, diesen Abschnitt, was nun? Es gab nur eines, denn durch die Veränderung des Schiffes im Wasser, sank dieses um uns herum und wir drehten uns im Kreis, den Bügel auf und den Rückwärtsgang rein und schnell in Richtung Buhne, da dort ca. nur 1m Wasser war, konnte ich aufgrund der Verdrängung, sämtliche Uferschichten erkennen, ein nicht so tolles Gefühl. Nach einer großen Durchschüttelei und einigen Fremdwasser an Bord, schloß Maik W., den Bügel und ging auf Fühlung! Er war noch dran, nach ca. 1 Stunde Drill, kapitulierte der Waller, 2.12m und 138 Pfund welch ein Fisch, der mit Sicherheit noch nicht gehakt wurde? Ein Fisch aus dem Strom! Maik W. und ich konnten noch 7 Fische fangen – wobei meine, eher die Kleineren waren! 138 Pfund, 104 Pfund, 84,72,68 und 64 Pfund. Auch 4 Waller mit 10 – 35 Pfund zählten zu unseren Fischen. Können ist nicht alles, es gehört auch sehr viel Glück dazu, am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Wir erlebten noch einen wunderschönen Urlaub, das Wetter und der Wein waren auch nicht zu verachten, doch es endet alles einmal – auch unser Urlaub! Zufrieden, gut gebräunt und vor Allem motiviert, fuhren wir nach Hause. Mantova ist wie Berlin – eben eine Reise wert.
Natürlich suchen wir noch Gleichgesinnte – Wallerangler, wer Lust und Interesse verspürt, sollte sich unter www.PCHG.deeinen Eindruck verschaffen und sich mal melden!! Natürlich fischen wir nicht nur auf Waller, sondern sind auch eingefleischte Carp Hunter, die im Jahr mehrere Pokal und Königsfischen abhalten, an den verschiedensten Gewässern…….

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ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
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