Ein Wochenende zum verzweifeln, oder wie es doch noch gerettet wurde

Endlich Freitag, die Arbeit war überstanden. Abends wollte ich noch mal ans Wasser, um die Hechte und Zander zu ärgern. Also packte ich meine Sachen ins Auto und fuhr zum See. Voll motiviert und bester Laune…

…fing ich an zu angeln und es kam so, wie es kommen musste. Nachdem ich fast meine gesamte Köderpalette gewässert und mehrere gute Stellen durchprobiert hatte, musste ich resignieren, da es mittlerweile Stockdunkel geworden war. Nachdem ich mich noch mit einigen Ansitzanglern unterhalten hatte, war dieser Tag nur noch unter „Fische unfangbar“ abzulegen. So ging das jetzt schon die letzten Wochen. Entweder ging überhaupt nichts, oder nur die „Babys“ waren unterwegs. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, wie ausgeprägt der „Napoleon-Komplex“ bei unseren „Babyräubern“ ist. Da sind die gerade mal so groß bzw. kleiner als der Shad, aber attackieren diesen als wenn es eine Kleinigkeit wäre, diesen zu verspeisen. Manchmal ist es schon ärgerlich, wenn man kein Boot benutzen darf und die Uferzonen auch nur eingeschränkt beangelt werden dürfen. Allerdings sind dann wenigstens für alle die Bedingungen gleich. Na ja, der Samstag zog ins Land, der Tag verging bei all den anfallenden Kleinigkeiten wie im Fluge. Abends überkam mich dann doch wieder das Kribbeln im Arm und so machte ich mich nicht ganz so motiviert wie am Vortag auf den Weg zum Wasser. Viel los war glücklicherweise nicht, so konnte ich mir die Stellen aussuchen. Ich begann an einer mir gut bekannten Stelle, um mich „warm zu angeln“. Da sich nach einiger Zeit nicht tat, wollte ich noch kurz eine neue Stelle begutachten und dann eventuell noch ein anderes Gewässer ansteuern. An besagter Stelle angekommen, stieg meine Laune doch um einiges, da richtig Leben im Wasser war. Futterfisch war also vorhanden, da können doch die Räuber eigentlich nicht weit sein, dachte ich mir und fing an, meine Gummiköder zu wässern. Ich fischte also am Grund und fischte und fischte und fischte und würde wohl immer noch am Grund fischen, wenn nicht plötzlich leben in die Fischbrut in Ufernähe gekommen wäre. An verschiedenen Stellen spritzten nacheinander Kleinfische an die Oberfläche. War ja auch klar, ich fischte auf Grund und die Räuber waren schon auf Beutezug an der Oberfläche in Ufernähe. Jetzt war ich aber mal froh, das ich immer einige Spinner und Blinker in meiner Köderbox habe. Schnell tauschte ich den Shad gegen einen Spinner in rot mit weißen Punkten und warf parallel zum Ufer über die Krautkante. Spinner etwas absinken lassen, kurz anziehen und einkurbeln, so dass der Köder lief. 10 m von mir entfernt knallte es dann richtig in der Rute, der Anhieb war unnötig und einmal heulte die Bremse kurz auf. Der restliche Drill verlief im Zeitraffer und dann lag er erschöpft vor mir: Ein schöner Barsch mit 34 cm und 450 g. Mein größter bis jetzt. Gegen das Hecht- / Zandergerät hatte er wohl nie wirklich eine Change. Leider hatte er den Spinner voll inhaliert, so dass ich keine Wahl hatte. Zu Hause wurde ich dann auch von meiner stolzen Ehefrau mit den Worten (und einem Grinsen im Gesicht) „Igitt, das ist ja ekelhaft, raus mit dir“ empfangen. Ich konnte sie dann aber doch überreden, noch ein Erinnerungsfoto für mich zu machen. Bericht von Wolfgang (Ücki)

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