Auf Wels am Mequinenza Stausee bei Caspe

Am 01. April war es endlich soweit, Stefan holte mich punkt 8 Uhr zu Hause ab und los ging die 17 stündige Fahrt von Nordhessen nach Caspe in Spanien. Gegen halb zwei Uhr nachts kamen wir am Camp von Nautipos…

…(www.nautipos.com) an und gönnten uns noch einige Stunden wohlverdienten Schlaf im Auto. Am nächsten morgen konnten wir dann, noch nicht ganz ausgeschlafen, den ersten Blick auf das Camp und den Mequinenza Stausee geniessen. Nachdem uns Gerts Frau Hyacinta erst einmal einen Kaffee zubereitete wurden die Quartiere bezogen und das Gepäck ausgeladen. Während wir auspackten wurden wir von einem Regenschauer begrüßt, welcher die erste Hochstimmung etwas drückte. Das Vorhaben schon am Samstag zum Schleppen raus zu fahren wurde vorerst einmal auf Eis gelegt. Nach einiger Zeit wurde der Regen weniger und ich begab mich rüber zu den Felsen um ein wenig auf Karpfen zu angeln, was mir nach einem Sonnenbarsch und einer Laube auch letztendlich gelang, so das ich einen schönen Köderfisch landen konnte. Stefan fuhr daraufhin noch ein wenig mit unserem Boot zum Schleppen raus, während ich weiterhin versuchte Köderfische zu erwischen, was sich bedingt durch das Wetter als relativ schwierig erwies. Am nächsten morgen ging es nach dem Frühstück dann gemeinsam zum Schleppen auf den See und wir konnten direkt nach dem Angeln ausbringen sogleich den ersten Biss verzeichnen. Leider kam der Anhieb etwas zu spät und sodas sich der Fisch verabschiedete. Einige Zeit später vergriff sich dann sogleich der erste Zander an einem unserer Spro Wobbler. Nachdem wir an der Stelle leider vergeblich versuchten noch einige andere Zander in unser Boot zu befördern schleppten wir ein wenig weiter den Stausee hinunter in Richtung Mequinenza. An einer sehr flachen Sandbank bekam ich noch einen zaghaften Biss, doch leider war auch dieser Fisch verschwunden bevor ich den Anhieb setzen konnte. Zum Trost für den verlorenen Fisch wurden wir aber durch die wunderschöne Lanschaft und die Felsformationen um den See herum entschädigt. Nach einer Stärkung in einer idyllischen Bucht wurde weitergeschleppt. Nach kurzer Zeit bekam Stefan auf seiner Rute einen hammerharten Biss und konnte nach einem fast halbstündigem Kampf einen Waller von 1,80m in unser Boot befördern. Da es schon recht spät geworden war, machten wir uns auf den Rückweg. An einer Steilwand vergriff sich ein Zander diesmal an meiner, ebenfalls mit einem Spro Wobbler bestückten Rute und konnte, ehe er es sich versah ins Boot befördert werden. Am Abend schlossen wir den ersten, erfolgreichen Angeltag mit einigen Steaks und Bratwürsten ab und bereiteten uns auf den nächsten Angeltag vor. Fit für den Tag und gestärkt durch ein Frühstück ging es diesmal nicht gleich auf den See, sondern erst einmal zum Einkaufen nach Caspe. Zurück im Camp wurden dann die Einkäufe im Kühlschrank und Wohnwagen verstaut und wir fuhren noch ein wenig zum Schleppen raus. Diesmal waren wir leider nicht ganz so erfolgreich wie am Tag zuvor und konnten leider nur einen Zander davon überzeugen sich einen unserer Wobbler schmecken zu lassen. Dieser machte sich im flachen 2m Bereich einer Sandbank über einen sinkenden Zam in Firetiger her, welcher an meiner Rute montiert war. Am Abend badeten wir dann noch den zuvor gefangenen Karpfen in der Hoffnung auf einen Waller und versuchten noch einige, weitere Köderfische zu erwischen, doch leider tat sich auch diesmal nicht viel. Am nächsten morgen wurden wir von einem traumhaften Sonnenaufgang geweckt, welcher sogleich die Hoffnung auf Fisch erweckte. Nach dem Frühstück versuchten wir erst einmal einige Köderfische zu fangen, doch diese waren leider sehr launisch und so konnten wir, bis auf ein paar Abrisse durch große Karpfen leider nicht viel erreichen. Gegen 15 Uhr fuhren wir noch einmal raus um zumindest noch ein paar Waller beim Schleppen zum Anbiss zu überreden. Nach kurzer Fahrt bog sich Stefans Rute ein wenig und er stoppte den Motor mit dem Kommentar: „Wir müssen mal anhalten, ich glaube ich habe Dreck gefangen“. So kurbelte er den Dreck an seiner Rute ein, welcher sich dann als Zander entpuppte. Hierzu muss man sagen, das wir ausschließlich mit schweren Wallerruten schleppten an denen man einen Zanderbiss nicht unbedingt Biss erkennt. Am Abend versuchten wir dann noch ein paar Zander mit Gummifisch zu überlisten, doch leider hatten diese wohl auch keinen Hunger mehr, so das wir kurz vorm Einbruch der Dunkelheit noch ein wenig über eine nahe am Camp gelegene Sandbank schleppten auf der wir zwei mächtige Fehlbisse verzeichnen konnten. Wieder im Camp angekommen gab es eine ordentliche Portion Nudeln mit Tomatensoße, welche wir aus Deutschland mitgebracht hatten. Danach legten wir uns mit prall gefüllten Bäuchen in unsere Koje um den dicken Wallern, welche wir am nächsten Tag erwarteten gestärkt entgegen treten zu können. Am nächsten Morgen, direkt nach dem Frühstück, ging es sogleich zum Schleppen auf den See. Nach kurzer Fahrt hatte ich diesmal die Ehre meinen ersten Waller auf die Schuppen zu legen. Nach einem kurzen aber Atemberaubenden Drill konnte ich so einen Waller von 1,40m in unser Boot befördern. Gegen Mittag sahen wir dann in einer Bucht Fische in Massen aus dem Wasser springen, es kochte förmlich an dieser Stelle. Unsere erste Vermutung war, das die Zander dort kleine Fische in Richtung Ufer trieben und am Rauben waren. Sofort wurde diese Stelle angefahren und die Spinnruten ausgepackt. Beim Näherkommen entdeckten wir dann aber den wirklichen Grund des Aufruhrs im Wasser, die Karpfen hatten, durch die warmen Temperaturen der letzten Tage, mit ihrem Laichgeschäft begonnen und waren so beschäftigt, das sie unser herannahendes Boot gar nicht bemerkten. So ließen wir den Anker zu Wasser, schauten den Karpfen beim Laichen zu und stärkten uns ein wenig. Nach der Pause ging es weiter zu einer Sandbank, die wir bisher noch nicht angefahren hatten und Stefan konnte dort noch einen schönen Zander landen. Während wir am Abend unseren Grill anwarfen um Steaks und Würstchen zu brutzeln machte sich keine zwei Meter neben uns eine kleine Maus in aller Seelenruhe über ein paar Brotreste, die wir eigentlich zum Karpfenangeln nehmen wollten und zum Trocknen hingelegt hatten, her. Nachdem wir am nächsten Tag wie immer gut gefrühstückt hatten, packten wir unsere Angeln und Verpflegung in Stefans Auto, denn heute war mal kein Schleppen sondern das Angeln vom Ufer aus angesagt. Wir fuhren in die Nähe eines Klosters, an der der Ebro über ein Wehr floss. Dort sollten, wie uns gesagt wurde, immer wieder gute Welse zu fangen sein. Nachdem die Angeln ausgepackt und die ersten Würfe gemacht waren knallte es plötzlich in meiner Rute. Nach einem Drill, von dem man hätte denken können, das sich ein zwei Meter Waller an meinem Köder vergriffen hatte, konnte ich dann einen ca. 1,40er Waller, der während des Drills immer wieder voll in die Strömung zog, landen. Nach dem Versorgen des Fisches und einer kurzen Fotosession nahmen wir erst einmal eine kleine Stärkung zu uns, um wieder Fit für den nächsten Waller zu sein. Just in diesem Moment kam die Spanische Polizei um die Ecke. Nachdem sie unsere Angelscheine kontrolliert hatten, erklärten sie uns in gebrochenem Englisch, das man in Spanien zum Schutz der Fische 50m Abstand vom Wehr halten muss und baten uns freundlich doch einige Meter weiter nach unten zu gehen, wenn wir angeln wollten. Da sich dort leider nichts mehr tat, brachen wir das Angeln an dieser Stelle ab und fuhren zurück in unser Camp bei Caspe. Während Stefan noch einmal mit dem Boot zum Schleppen raus fuhr, versuchte ich derweil vom Ufer aus einige Zander oder einen Waller mit Gufi zu erwischen, doch leider konnte keiner von uns beiden einen Fisch an die Angel locken. Am Abend fuhren wir mit dem Boot in die vom Camp aus gegenüberliegende Bucht um dort ein paar unserer Köderfische zu baden, konnten aber außer der Sichtung eines riesigen Welses, der direkt neben unserem Boot auftauchte keinen Wels zum Anbiss verleiten. Nachdem wir am nächsten Morgen unser Gepäck für die Abreise zusammengepackt hatten, ging es noch einmal zu dem Wehr vom Vortag. Jedoch konnten wir diesmal keinen Wels überreden auf Anhieb nach einem unserer Gummifische zu schnappen. Statt dessen konnte Stefan im Laufe des Vormittags zwei schöne Zander landen. Gegen ca. 15 Uhr kam ein junger Spanier mit seinem Roller angefahren, stieg in seine Wathose und zeigte uns erst einmal wie das mit dem Waller fangen funktioniert. Er ging zum Wehr, machte einen Wurf und landete einen Waller von ca. 1,30m. Nachdem er diesen versorgt hatte, ging er durch die Strömung, direkt nach vorn zum Wehr, machte einige Würfe und landete darauf den nächsten Waller von ca. 1,60m. Da wir trotz aller Anstrengung keinen Fisch mehr zum Anbiss verleiten konnten, traten wir gegen 18 Uhr den Rückweg zum Camp nach Caspe an und brutzelten noch die übrig gebliebenen spanischen Bratwürste in der Pfanne. Danach war schlafen angesagt, denn am nächsten Morgen gegen vier Uhr klingelte schon der Wecker und es ging auf die Heimreise. Wie die meisten Urlaube ging auch diese Woche viel zu schnell zu Ende, so das ein erneuter Besucht in Spanien für den Spätsommer schon in Planung ist und ich hoffe Euch dann von einem noch erfolgreicherem Urlaub mit viel mehr Zandern und noch mehr Wallern berichten zu können. Ein Bericht von Karsten Kalweit (SchwalmAngler)

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