Tackle-Test: Real Eel von Savage Gear

Drei Größen: Der Gummi-Aal von Savage Gear wird in drei Größen angeboten.

In der letzten Zeit macht ein neuer Köder unter Hechtanglern Furore: der Real Eel von Savage Gear. Matze Brauch hat den Gummi-Aal für Euch gefischt.

Wahre Größe

Große Köder fangen große Fische. Vor allem in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns werden deswegen sehr häufig wurmförmige Riesentwister gefischt. Doch die Riesen-Twister haben eine ernsthafte Konkurrenz bekommen: Gummi-Aale der Firma Savage Gear namens Real Eel (Eel = Aal). Sie sind in drei Größen erhältlich und insbesondere bei den Naturfarben so naturgetreu gestaltet, dass man sie beinahe in den Räucherofen hängen möchte.

Viele Farben: Der Gummi-Aal wird für verschiedene Gewässerverhältnisse in natürlichen und UV-Farben angeboten.

Verführerisches Spiel

Ich war schon vor dem ersten Angeln von der Fängigkeit dieser Gummiaale überzeugt. Schließlich hatte ich schon desöfteren Aale im Maul oder Magen von Raubfischen gefunden. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Zander, der gleich drei Satzaale im Magen hatte. Da konnte man schon fast von einer Nahrungsspezialisierung sprechen. Die Gummi-Aale werden in 3 Größen mit Jigkopf und passendem Zusatzdrilling verkauft. Der Bleikopf ist für Gummiköder dieser Größe erstaunlich leicht, so dass mit sehr langsamen Absinkphasen gearbeitet werden kann. Jighaken und Stinger sind von guter Qualität und halten auch großen Räubern stand.

Hechte lieben den Reel Eel und falten ihn beim Biss regelrecht zusammen.

Beim ersten Einsatz entschied ich mich für den mittleren, 30 Zentimeter langen Reel Eel am originalen Jigkopf. Als Fan aggressiver Farben fischte ich ihn aber in Firetiger. Ich setzte den Stinger unten am angedeuteten Weidloch ein. So wirkt der Drilling als tiefliegender Schwerpunkt, wodurch sich der Aal in natürlicher Schwimmhaltung aufrecht durchs Wasser schlängelt. Wer den Drilling hingegen auf dem Rücken einsetzt, muss damit rechnen, dass der Aal an sehr leichten Jigköpfen „umkippt“ und auf dem Rücken schwimmt. Ein kurzer Wurf neben die Bordwand und ich konnte selbst bei langsamem Zug das verführerische Spiel des Aals erkennen. Der Gummi schlängelt sich nicht nur aufreizend lebensecht durchs Wasser, sondern flankt außerdem auch. Es scheint, als lebe der gesamte Köder. Weiterer Pluspunkt: Der mittlere Real Eel konnte problemlos mit herkömmlichen, schweren Hechtruten gefischt werden.

Drei Größen: Der Gummi-Aal von Savage Gear wird in drei Größen angeboten.

Beim ersten Praxis-Test des Gummi-Aals drifteten wir an einem fast windstillen Tag langsam über eine alte Fahrrinne. Dabei begannen wir bei 7 Meter Wassertiefe und fischten dann konzentriert die Kante bis auf 12 Meter Tiefe herunter. Wir waren zu dritt an Bord. Meine beiden Begleiter fischten große Gummifische, die uns auch in den Tagen zuvor schon reichlich Fisch beschert hatten.

Weit über Grund

Ich aber wollte den Gummi-Aal testen. Aus Kommentaren anderer Angler hatte ich erfahren, dass sie vor allem bei sehr langen Absinkphasen Bisse darauf bekommen hatten. Ich warf den Aal schräg in die Andrift und ließ ihn bis zum Grund durchsacken. Anschließend fing ich mit dem gewohnten Jiggen an. Die Absinkphase betrug bei zwei Kurbelumdrehungen etwa 2 Sekunden. [box_block_quote]Der größte Real Eel lässt sich nur mit Multirolle und Bigbaitrute fischen …[/box_block_quote] Die beiden ersten Driften bleiben für den Gummi-Aal ohne Biss. Mathias, ein schwedischer Bekannter, fing in der gleichen Zeit zwei schöne Hechte. Fische waren also da. Mathias fischte seinen Gummi jedoch sehr aktiv und weit über dem Grund. Bei der dritten Drift fing ich dann auch an, seine Technik nachzuahmen. Ich jiggte nicht nur mit der Rute, sondern gleichzeitig auch mit der Rolle. Der Aal musste bei dieser Präsentationsvariante also nach Erreichen des Grundes wieder nach oben schwimmen, um dann erst 3 bis 4 Meter über dem Grund langsam wieder abwärts zu taumeln.

Der größte Real Eel lässt sich nur mit Multirolle und Bigbaitrute fischen.

Weit kam er dabei nicht. Ein knallharter Biss – und der erste Hecht war gehakt! Nach kurzem Ringen zeigte sich ein kleinerer Hecht bereit zur Landung. Obwohl der Hecht vielleicht gerade mal doppelt so lang war wie der Aal, schaute von letzterem nichts mehr aus dem Maul heraus. Komplett gefaltet, passte der Aal voll in das Maul eines mittleren Hechtes!

Kaum Fehlbisse

Die Technik des Tages war gefunden! Regelmäßig bissen die Hechte herzhaft zu und blieben fast ausnahmslos hängen. Auf den 30er Aal gab es kaum Fehlbisse. Auch meine Bedenken, dass die Räuber nur hinten in den Schwanz beißen und dabei den Köder zerstören, war unbegründet. Die meisten Hechte nahmen den Aal von vorne und falteten ihn dann zusammen. Während der langen Absinkphase hatten sie dafür genug Zeit. Auch attackierten scheinbar Hechte aller Größen den Aal. Sascha, der dritte Mann an Bord, war dadurch motiviert, auch den großen Real Eel in 40 cm zu montieren Dieser war dann aber mit seinen fast 150 Gramm Eigengewicht für herkömmliche Spinnruten mit Stationärrolle zu schwer und muss an Bigbaitruten mit Multirolle gefischt werden. Da solche Ruten kürzer als normale Spinnruten sind, hatten wir Probleme, die Aale mit langen Zugbewegungen ins Mittelwasser zu bringen, um eine ebenso lange Absinkphase zu erreichen. Wir behalfen uns, indem wir den Köder schnell auf uns zu kurbelten, um ihn dann wieder fallen zu lassen. Die Köderführung erfolgte dabei fast ausschließlich über die Rolle.

Ein Stingerhaken reduziert die Fehlbissquote zusätzlich

Bisse gab es auch auf den größten Aal reichlich, jedoch häuften sich  hier die Fehlbisse. Ich vermute, dass vor allem kleinere Hechte Probleme hatten, den großen Aal zu bewältigen – zumindest am Testtag. Während meine Rute mit dem 30 cm Aal „dauerdrillte“, hatte Sascha mit dem 40 cm langen Aal öfter mit Fehlbissen zu kämpfen. Aber ich bin mir sicher, dass der große Aal irgendwann auch den ganz kapitalen Hecht bringt, wenn man ihn nur oft genug fischt …

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