Keine Aussteiger mehr: Das Line Thru System für Hechtköder

Oft hebelt der Hecht mithilfe des Ködergewichts den Haken aus. ­Spinnangel-Experte ­Dalien ­Vignjevic stellt Ihnen das Line Thru System für Hechtköder vor. Mit dieser Montage hat er seine ­Verlustquote auf ein Minimum reduziert.

Ein schöner Hecht, gefangen mit dem Line Thru System für Hechtköder.

Ein schöner Hecht von Autor Dalien Vignjevic, gefangen auf das Line Thru System.

Das Line Thru System ist die ideale Montage, um jetzt zum Saisonstart im Mai den Hechten nachzustellen. Das Rig besteht grundlegend aus einer Drahtschraube und zwei Stingern, die an einem großen Hechtköder aus Gummi montiert werden. Der große Vorteil von Gummifischen gegenüber Hardbaits ist, dass erstere bei gleicher Silhouette weniger Gewicht haben. Auch ihr Lauf ist beim langsamen Einholen viel natürlicher – ein echtes Plus, vor allem in kaltem Wasser.

Line Thru System für Hechtköder im Eigenbau

Eigentlich ist dieses System in großen Gummifischen oder Hybrid­ködern vom Hersteller direkt verbaut. Ein Kanal, bestehend aus einem Plastikröhrchen, zieht sich dabei schräg durch den Köder. Er beginnt am Kopfteil des Gummifisches und verlässt ihn auf der Unterseite, etwa auf Höhe des vorderen Viertels. Durch diesen Kanal verläuft auch das Stahlvorfach. Dank dieses ausgeklügelten Systems rutscht der Hechtköder während des Drills auf das Stahlvorfach, der Fisch kann sich nicht mithilfe des Ködergewichtes aushebeln. Das ist besonders bei wirklich großen, schweren Gummis wichtig. Wie Sie sich ein Line Thru System ganz einfach und schnell selbst bauen können, zeige ich Ihnen nachfolgend.

1. Das brauchen Sie: Stahlvorfach, Bleiolive, Drillinge, Spikes, Klemmhülsen und natürlich einen Gummifisch.

Das Line Thru System für Hechtköder – Bastelanleitung

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

2. Die Schraube in den Gummifisch drehen.

Line Thru Bastelanleitung 1

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

3. Mithilfe einer Klemmhülse den Spike am Stahlvorfach befestigen.

Line Thru Bastelanleitung 3

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

4. Die Bleiolive auf das Stahlvorfach ziehen und mit einer Klemmhülse vor dem Verrutschen sichern.

Das Line Thru System für Hechtköder – Bastelanleitung

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

5. Den ersten Drilling mit einem kurzen Stück Stahlvorfach am Spike befestigen.

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

6. Nachdem der zweite Drilling angebracht wurde, führen Sie das Stahlvorfach durch die Öse der Schraube.

Schon ist das selbstgebaute Line Thru System fertig!

Das Line Thru System für Hechtköder – Bastelanleitung

Foto: BLINKER/D. Vignjevic

Geschwindigkeiten und Gewichte variieren!

Was auch Ihnen am Wasser auffallen wird, ist der unterschiedliche Lauf von Gummiködern. Dabei spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle: zum einen die Einholgeschwindigkeit und zum anderen das Kopf- beziehungsweise Kielgewicht. Der 3D Herring von Savage Gear zum Beispiel braucht ungefähr zehn Gramm Gewicht, um ruhig und ausbalanciert zu laufen. Olive auf dem Vorfach. Ähnlich verhält es sich mit dem größten Shaker von Lunker City. Diesen Köder müssen Sie zusätzlich etwas schneller einholen, sonst bewegt er sich fast gar nicht. Der große Real Eel zum Beispiel läuft auch komplett ohne Zusatzgewicht super. Auch hier liegt ein Vorteil des Line Thru Systems. Sie können bei beiden Varianten eine kleine Blei-Olive auf das Stahlvorfach ziehen oder ein Birnenblei in den Karabiner hängen, um den Hechtköder auf eine ruhige, lineare Laufbahn zu zwingen.

 

Dieser Artikel wurde im BLINKER-Magazin 05/2018 veröffentlicht.

Titel Blinker Mai 2018

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