Naturschutzzonen in der Ostsee: Angeln verboten, Sprengen erlaubt

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat neue Pläne für das Management der Naturschutzzonen in der Ostsee entworfen. Angelverbände kritisieren die Vorschläge als willkürlich und wissenschaftlich nicht belegt.

Mehrere Naturschutzzonen in der Ostsee sind seit 2017 für Kutter- und Bootsangler gesperrt. Foto: D. Schröder

Bild: D. Schröder

Mehrere Naturschutzzonen in der Ostsee sind seit 2017 für Kutter- und Bootsangler gesperrt.

Bereits im Jahr 2017 wurden Angelverbote in einigen Teilen der Ostsee-Schutzgebiete verhängt. Betroffen waren beziehungsweise sind folgende Naturschutzzonen in der Ostsee: der Fehmarnbelt, die Kadettrinne sowie das Gebiet Pommersche Bucht – Rönnebank. Auch in Teilen der Nordsee gilt das ganze Jahr über ein Angelverbot.

Naturschutzzonen in der Ostsee: Angeln verboten – aber sonst nichts

Es waren jedoch nicht nur die Verbote selbst, die damals für Ärger sorgten, sondern auch die Art und Weise, wie sie beschlossen wurden: Die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks unterzeichnete die umstrittenen Verordnungen zwei Tage vor der Bundestagswahl – heimlich, still und leise, und auch noch gegen den Willen des damaligen Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt.

Gründe für ein Verbot legte sie damals nicht vor, und auch bis heute warten Angler vergeblich auf eine plausible Erklärung für die Naturschutzzonen in der Ostsee. Von Seiten des DAFV ist von Willkür und einer rein ideologischen Verbotspolitik die Rede, die sich grundlos gegen Angler richtet.

Von den Schutzzonen sollen vor allem die dort lebenden Schweinswale profitieren. Foto: Wikipedia

Bild: Wikipedia

Von den Schutzzonen sollen vor allem die dort lebenden Schweinswale profitieren.

Aber auch die Tatsache, dass das Verbot der Freizeitfischerei bisher die einzige Maßnahme ist, die zum Schutz der Gebiete umgesetzt wurde, sorgt unter Anglern für Unmut. Die Fischerei mit Schleppnetzen, sowie Sprengungen, Tunnelarbeiten und allgemeiner Schiffsverkehr sind bis heute weiterhin möglich. Dabei wirken sich diese Dinge sehr viel negativer auf Fisch- und Schweinswalbestände sowie auf Riffe aus als die Sportfischerei.

Verbände nehmen Stellung gegen neue Pläne

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat nun neue Managementpläne für die Naturschutzzonen in der Ostsee entworfen. Bis zum 31. August 2020 waren unter anderem die vom Bund anerkannten Naturschutzvereinigungen aufgefordert, ihre Stellungnahme zu den Entwürfen einzureichen.

Der Deutsche Angelfischerverband, der Landesanglerverband M-V, der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein und der Deutsche Meeresanglerverband gaben hierzu eine gemeinschaftlich abgestimmte Stellungnahme ab. Konkret beziehen sie sich auf die drei Gebiete Fehmarnbelt, Kadettrinne und Pommersche Bucht – Rönnebank.

Ihrer Meinung nach gibt es für die Verbote keine nachvollziehbare wissenschaftliche Begründung. Ob die Stellungnahme Wirkung zeigen wird, bleibt abzuwarten.

0 Kommentare0 Antworten


    Blinker Prämien-Paket inkl. Sportex Curve Spin PS2402

    12x BLINKER

    + SPORTEX CURVE SPIN PS 2402

    AngelWoche Prämien-Paket inkl. Buch Der Hecht

    26x ANGELWOCHE + DER HECHT

    im Paket nur 68€

    FliegenFischen Sammelordner

    Ihre FliegenFischen Ausgaben

    in einem einzigartigen Nachschlagewerk

    JETZT SAMMELN!

     
    Kutter&Küste Sammelordner

    Sammeln Sie Ihre Ausgaben zu einem einzigartigen Nachschlagewerk!

    Internationales Karpfenmagazin

    Die neue ANGELSEE aktuell 06/2020 – ab sofort im Handel! Bild: ANGELSEE aktuell

    Das Magazin für Forellenangler

    ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
    Next Prev
    Blinker
    AngelWoche
    FliegenFischen
    Kutter & Küste
    karpfen
    ANGELSEE aktuell