Es sollte ein entspannter Familienausflug werden, doch dieser Angeltrip endete direkt bei der spanischen Guardia Civil. Wie das Mallorca Magazin berichtet, war ein Vater mit seinen Kindern im Hafenort Portocolom an der Ostküste der Insel beim Angeln, als er plötzlich ein seltsames Paket aus dem Wasser zog. Beim genaueren Hinsehen wurde schnell klar, dass es sich hierbei nicht um gewöhnlichen Meeresmüll handelte.
60.000 Euro Beifang am Haken
Die ehrliche Familie fackelte nicht lange und übergab den verdächtigen Fund umgehend den Behörden. Die Ermittler der Guardia Civil nahmen das rund ein Kilogramm schwere Paket in Verwahrung und bestätigten kurz darauf den filmreifen Verdacht: Es handelte sich um hochreines Kokain mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 60.000 Euro!
Schmuggelversuch vor der Ostküste gescheitert
Die Guardia Civil untersucht jetzt die genaue Herkunft der Droge. Bereits vor wenigen Tagen entdeckten Zeugen ein fast identisches Paket vor der Küste von Llevant. Dieses stammte vermutlich aus derselben Lieferung. Es wies einen Reinheitsgrad von 94 Prozent auf. Auch auf Menorca wurden kürzlich 25 weitere Kokainpakete sichergestellt. Nach Einschätzung der Ermittler deutet die Häufung der Funde darauf hin, dass ein Schmuggelversuch gescheitert ist und mehrere Drogenpakete im Meer vor Mallorca treiben. Die Guardia Civil hat deshalb ihre Überwachung in den Gewässern vor der Ostküste der Insel verstärkt und schließt nicht aus, dass weitere Pakete angespült oder von Booten entdeckt werden.

Bild: Adobe Stock / Africa Studio
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich noch mehr Drogenpakete im Meer befinden.
Die Behörden warnen ausdrücklich davor, gefundene Drogenpakete an sich zu nehmen oder weiterzuverkaufen. Wer dies tue, mache sich wegen Drogenhandels strafbar und müsse mit erheblichen Freiheitsstrafen rechnen.
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