Heringsangeln macht Spaß
Am besten sind natürlich solche Tage, an denen man die riesigen Heringsschwärme vom Ufer aus mit jedem Wurf erreicht. An denen man ganz häufig ein so genanntes „Full House“ hat, also an allen 5 Haken einen Hering. Das sind solche perfekten Tage, an denen Würfe, bei denen „nur“ ein Hering am Paternoster hängt, als schlechte Würfe gelten. Fast jeder Heringsangler hat sicherlich schon mal solche Sternstunden erlebt. Dann fängt jedes Standard-Heringspaternoster mit normalem Heringsblei. Aber jeder Heringsangler weiß auch, dass es Tage gibt, an denen man die Fische mühsam suchen und sich jeden Fisch hart erarbeiten muss. Warum die Fische nicht oder nur schlecht beißen, kann verschiedene Ursachen haben. Oft ziehen die Schwärme umher, so dass man oftmals schlicht und ergreifen nur warten muss, bis sie wieder in Wurfweite kommen. Es gibt aber auch Tage, an denen die Fische zwar voll da sind, aber nicht richtig oder nur ganz vorsichtig beißen. Und da wird dann beim Heringsangeln plötzlich auch das Heringsblei wichtig.
Das Heringsblei hat eine wichtige Aufgabe
Ein Heringsblei hat beim Heringsangeln zwei wichtige Aufgaben: Erstens dient es als Wurfgewicht, um das Heringspaternoster möglichst weit werfen zu können. Und zweitens soll es im Wasser dann perfekt, also möglichst langsam zum Grund taumeln, damit die Heringe in allen Wassertiefen die Chance haben, die Fliegen des Vorfachs zu nehmen. Meist halten sich die Schwärme zwar in Grundnähe auf, aber ganz häufig kommen die Bisse auch irgendwo im Mittelwasser. Deshalb ist es ganz wichtig, dass man das Heringsblei niemals an lockerer Schnur zum Grund sinken lässt. Abgesehen davon, dass es dann zu schnell sinkt, bekommt man so nicht mit, ob es im Mittelwasser Bisse gibt. Deshalb kommt es darauf an, dass die Montage immer mit geschlossenem Rollenbügel und strammer Schnur zum Grund sinkt. Sollte das Paternoster im Freiwasser durch einen Heringsschwarm taumeln, kann man dann die Bisse wunderbar am Zittern der Rutenspitze sehen.
Heringsblei mit passendem Gewicht
Das heißt aber nicht, dass jedes Heringsblei beim Heringsangeln diese Aufgaben grundsätzlich perfekt erfüllt. Ist ein Blei sehr schwer, sinkt es zu schnell zum Grund. Das kann gut sein, wenn die Fische tatsächlich tief stehen, weil man dadurch Zeit spart. Ein zu leichtes Blei würde zu lange brauchen, bis es die Fangtiefe erreicht hat. Stehen die Fische aber im Mittelwasser, würde ein schweres Blei durch den Schwarm hindurch rauschen, ohne dass die Heringe die Möglichkeit haben, die Fliegen zu nehmen. Deshalb ist es ratsam, Heringsbleie immer in verschiedenen Größen dabei zu haben, um die Absinkgeschwindigkeit an Strömungsverhältnisse und Standtiefe der Heringe perfekt anpassen zu können. Und auch die Farbe kann eine Rolle spielen. Rot-weiße Standard-Heringsbleie sind zwar fast immer gut, aber es kann an schlechten Tagen nicht schaden, auch mal ein gelb-weißes oder silbernes Heringsblei auszuprobieren. Und ein kleiner Tipp: Wenn der Nachbar besser fängt, sollte man einfach mal schauen, was für ein Heringsblei er verwendet. Ganz oft ist das der entscheidende Unterschied … Um zu checken, ob und wie die Heringe beißen, kann man bei den AngelMasters schauen, ob schon aktuelle Fänge eingegangen sind. Und wenn Du Heringe gefangen hast, kannst Du sie dort natürlich auch melden. Oder auf www.blinker.de oben recht bei „Fang hochladen“.

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Heringsbleie gibt es in verschiedenen Varianten. Auch Blinker eignet sich.

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Alte Blinker eignen sich dann als Heringsblei, wenn langsames Absinken besonders wichtig ist.

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Gehen auch: Heringsbleie mit extra Flosse.

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Silberne Bleie können auch sehr gut sein.






