Blankes Silber aus der Ostsee, Deckerts erste Meerforelle

Nach dem Meerforellenfischertreffen auf Fehmarn von der letzten Woche, haben Atomobst aus dem Naf und ich am Samstag einen neuen Versuch auf die Launischen Biester der Ostsee gestartet. 

Da Atomo beim Treffen seine erste Mefo kurz vorm Kescher wieder entfliehen konnte, war es natürlich besonders heiß aufs Fischen. Also ging es in aller frühe los, die Temperaturen waren unter dem Gefrierpunkt, also mußten wir über die Landstraßen die schön Spiegelglatt waren schleichen. Na das konnte ja noch heiter werden, Schneeregen und so kalte Temperaturen, dazu noch ein strammer Wind, nicht gerade die wohlfühltemperaturen. Am Strand angekommen mummelten wir uns erstmal schön dick ein, soviele Sachen wie möglich anziehen war das Motto, schließlich wollten wir ja den ganzen Tag Fischen. Nun ging der Fussmarsch an meine Stelle los, nicht gerade einfach über Gefrorene Steine zu Klettern, aber nach einer Weile kamen wir dann in der Dämmerung an. Schnell wurden die Ruten fertig gemacht, denn wir hofften natürlich noch auf ein paar Küstendorsche die ich noch in Wurfweite wähnte. So legten wir also los mit der Werferei, und Fischten ca eine Stunde bis ich auf einmal aus meinem Gespräch mit Florian herrausgerissen wurde. Ich hatte gerade mal wieder volle Pulle meinen Falkfish Spöket Wobbler in 18 gr. rausgefeuert, da kam er auch schon, der Biss der mich total aus der Fassung brachte. Ich fische nun seit 2 Jahren erfolglos auf die Launischen Meerforellen, habe zwar schon einige Dorsche Wuppen können, diverse Hornhechte und auch mal einen Plattfisch, aber nichts von dem konnte mit dem Einsteigen dieses Kämpfers mithalten. Ich dachte im ersten Augenblick an einen Hänger, aber nach einer kurzen Schrecksekunde ging der Hänger voll in die Bremse und legte mit einer Flucht los die meine Rute zum Biegen brachte. Nie hätte ich gedacht das Meerforellen sich so ins Zeug legen beim Drill. Nach der ersten Flucht fing ich an langsam Schnur einzuholen, der Fisch beantwortete dies mit einem Steigen an die Oberfläche, und einem für mich brachialen Sprung hoch in die Luft. Ich war total hin und weg, dieser Fisch legte richtig los. Die ganze Zeit während des Drills dachte ich natürlich nur hoffentlich hält der Haken, und der Fisch schlitzt nicht aus, ich wechsel eigentlich immer die Standartdrillinge gegen einen extra scharfen von Gamakatsu aus, und auch ein zusätzlicher Sprengring wird montiert, damit der Fisch sich nicht so einfach selber aushebeln kann. An diesem Morgen wollte ich mal eben kurz die Wurfeigenschaften meines neuen Wobblers austesten und war einfach zu faul diese Modifizierungen durchzuführen. Dementsprechend Nervös wurde ich dann auch. Der Fisch legte immer wieder kurze Fluchten nach rechts und links hin die durch meine Bremse aber sehr schön abgefedert werden konnten, und so bekam ich langsam aber sicher immer mehr Schnur zurück. Schon beim Drill dachte ich mir das dies kein standart Grönländer von 40 cm sein konnte, dieser Fisch machte zu viel Druck im Drill, mußte also ein bißl größer sein. Nach ca. 5 Minuten hatte ich ihn dann in Kescherreichweite, Atomobst war mittlerweile zur Hilfe geeilt und hatte meinen Kescher von seiner Hundeleine befreien können. Nun folgte also der Heikelste Teil des Drills, die Landung. Hier kann sehr viel schief gehen, und wenn der Fisch doch noch nicht müde gedrillt ist, geht dies schnell mal in die Hose. Nicht zuletzt weil am letzten Sonntag beim Treffen bei der Kescheraktion Florians erste Mefo sich mit einem Sprung noch befreien könnte, war hier höchste Konzentration angesagt. Im nachhinein habe ich bestimmt mehr als 10 mal „schön Vorsichtig Florian“ vor mich hingesagt, „bloß nicht den Fisch durch zu heftige Bewegungen noch erschrecken“. Florian brummte nur ganz Cool zurück, „bin ich doch, bin ich doch“. Da zeigte sich eben das ich doch sehr aufgeregt war. Na gut, leider war das Keschern nicht so einfach, denn der Fisch war trotz des Drills noch nicht wirklich müde gekämpft, und zog immer wieder von links nach rechts und zog ab und an dabei noch Schnur von der Bremse. Also warteten wir ein bißl ab bis der Fisch sich beruhigt hatte, und in einem zusammenspiel von „Fisch überraschen und über den Kescher führen, sowie einem von Florian beherzten und gezielten Vorstoß mit dem Kescher“ gelang es dann auch beim ersten Versuch. Die blanke Meerforelle zappelte im Netz. Sofort hob ich den Kescher an, damit die Mefo nicht doch noch durch einen heftigen Sprung entkommen konnte, und stieß einen Jubelschrei aus. Nach 2 Jahren auf Silberjagd, unendlich vielen gefahrenen kilometern und ständigem ausharren im kaltem Wasser ist dies denke ich mehr als verständlich. Ab an den Strand gewatet, und den Superfisch abgelichtet. Das Maßband zeigte genau 52 cm, und meine Hände Zitterten vor Adrenalin. 8) Flo und ich Klatschten uns mehrfach ab, fehlte eigentlich nur noch das wir uns in die Arme gefallen wären, so groß war die Freude über diesen Knallerfisch am frühen morgen.:lol:;). Endlich endlich endlich ist es geschafft, meine zahlreichen versuche wurden belohnt, blankes Silber und ein Nervenaufreibender Drill waren die Belohnung. Der Spöket Wobbler hing übriegends nicht wirklich sicher im Maul, umso mehr freute mich es das das Glück heute voll auf meiner Seite war. Nun habe ich euch aber lange genug auf die Folter gespannt, hier ist nun endlich das Bild von meiner ersten Meerforelle.(StolzindieRundezeig;) ) schönes Tier sach ich da mal. Der Drill war wirklich der Hammer, da kann kein Kampfstarker Hecht mithalten. Nicht nur Wunderschön und Sauschwer zu Überlisten, sondern auch richtige Kraftpakete. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Flo der gekonnt diesen Fisch Kescherte, und sich im Drill mein Generve anhören mußte. (deine erste bekommen wir auch bald, versprochen). Nun bin ich richtig Süchtig, nach einer Beruhigungszigarette gings sofort wieder ab ins Wasser, denn wo eine war mußten doch noch mehr zu fangen sein. Aber unsere weiteren Mühen an diesem wirklich sehr kaltem Tag wurden nur am Abend mit jeweils einem Dorsch pro Mann belohnt, ansonsten hatten wir mit Kalten Finger und Füßen zu tun, man das war echt Heftig. Mit dem wetter hatten bis auf die gefühlten -10 Grad Glück, nur einmal Schneite es kurz. Ansonsten schien meist die Sonne. Fazit: Die Meerforelle, ein Saugeiler Fisch, ich bin nun total Infiziert, weiß endlich das ich alles richtig gemacht habe, und vor allem das es diese Fische wirklich gibt. Ich hatte da nach 2 Jahren schon meine Zweifel.;) Hoffe euch hat mein Fangebericht Spaß gemacht. Gruß vom Grinsendem Bericht von Tom Deckert, Modertor Blinker.de


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