Es war das Futterboot-Verbot an der Saar, das Artur zwang, umzudenken. Außerdem ist an der Saar das Nachtangeln verboten.
Deshalb müssen Kurzansitze am Morgen reichen, um die dicken Saar-Karpfen zu überlisten.
Also füttert Artur seine bevorzugten Stellen ein bis zwei Wochen lang jeden zweiten Tag mit Mais, Tigernüssen und Pellets an.
Kein kalter Kaffee
Dann fertigte er seine Eisbombe an: Dazu füllte er einen faltbaren Kaffeebecher aus Gummi zur Hälfte mit den erwähnten Partikeln. Außerdem kommen frische Knoblauch-Stücke mit in den Becher.
Als Wurfgewicht diente ihm ein Naturstein (ca. 100 Gramm) am Wirbel, der mittig in den Becher gesetzt wird. Dann wird der Becher mit der klebrigen Brühe der gekochten Partikel gefüllt. Diese ergibt im Wasser eine unschlagbare Lockwolke.

Bild: A. Gentner
Mit solchen Eisbomben lockt Artur die Saar-Karpfen auf den Futterplatz.
Danach kommt das Ganze in die Gefriertruhe bis es steinhart gefroren ist. Dann drückt man den Eisklotz aus dem Becher. Für einen 4-Stunden Ansitz braucht Artur vier Eisblöcke, die er in einer Kühlbox mit ans Wasser nimmt.
Am Wasser wird die Montage scharf gemacht. Dazu hängt man den Wirbel in einen Safety Clip am Ende der Hauptschnur. Sein Vorfach ist mit 30 bis 40 cm Länge bewusst länger gewählt. Der Grund: Der Köder soll ein wenig abseits des Steins liegen inmitten des auftauenden Futterblocks.

Bild: A. Gentner
Dieser 95 cm Graser biss an einem morgendlichen Ansitz.
Ködertuning
Arturs Lieblingsköder sind Ketten aus Mais und Tigernüssen. Um deren Lockwirkung zu erhöhen werden diese in frischen Knoblauch und Sonnenblumen-Öl eingelegt.
Übrigens lässt sich ein gefrorener Eisblock an einer 3,5 lb Karpfenrute hervorragend werfen.
An der Saar braucht der Eisblock rund 15 Minuten, bis er sich aufgelöst hat. Zurück bleibt ein hoch effizienter Futterplatz in dessen Mitte unser Hakenköder wartet.






