Das Feedern bietet eine präzise und effektive Möglichkeit, Friedfische, wie Brassen, zu fangen. Hier erfahren Sie, wie man mit dieser Methode erfolgreich auf Brassen feedert.
Die optimale Ausrüstung zum Feederangeln
Ein abgestimmtes Setup sorgt beim Feedern für die nötige Präzision und Bisserkennung:
Rute: Ideal ist eine Feederrute mit einer Länge von 3,00 bis 4,20 Metern und einem Wurfgewicht bis ca. 80 g.
Rolle: Eine mittlere Stationärrolle mit 3 bis 6 Kugellagern bietet die nötige Laufruhe.
Schnur: Eine 0,23er monofile Schnur mit einer Tragkraft von 5,00 kg rundet das System ab.
Haken: Je nach Ködergröße kommen Haken in den Größen 8 bis maximal 16 zum Einsatz.
Futterkörbe: Modelle zwischen 20 und 45 g sind für die meisten Bedingungen im Stillwasser optimal.

Bild: F. Schlichting
Wenn am Angelplatz fast keine Strömung herrscht, reicht ein etwa 25 g schwerer Futterkorb vollkommen aus.
Die Futtermischung zum Brassen-Feedern
Das Futter übernimmt die wichtigste Lockfunktion, um die Fische an den Platz zu ziehen. Eine bewährte Mischung für das Feedern auf Brassen besteht aus Rotaugen- und Brassenfutter aus dem Fachhandel, dem man zusätzlich ein bis zwei Hände gekochte Hanfkörner beimischen kann.
Die richtige Futterkonsistenz erreichen
Zunächst vermengt man alle Komponenten im trockenen Zustand in einem großen Futtereimer. Danach erfolgt die Wasserzugabe schrittweise, wobei man am besten viele kleine Schlucke verwendet. So trifft man die perfekte Konsistenz genau, denn zu nasses Futter sollte man unbedingt vermeiden. Es wird sonst pampig und fällt beim Wurf noch aus dem Korb. Nach dem Anrühren benötigt die Mischung etwa 25 bis 30 Minuten Quellzeit. Anschließend drückt man das Futter durch ein Sieb, um alle Klumpen zu entfernen. Erst danach gibt man Maden und Caster hinzu, weil diese den Brassen einen visuellen Anreiz und zusätzliche Nahrung bieten.
Taktik und Bisssignalisierung
Bevor es losgeht, ist ein gut strukturierter Angelplatz wichtig. Man sollte den Kescher und alle benötigten Utensilien so platzieren, dass sie sofort griffbereit sind. Bei den ersten sieben Würfen bleibt der Futterkorb stets voll gefüllt, um einen Futterteppich aufzubauen. Wenn die Beißfrequenz später hoch ist, kann man den Korb gegen ein einfaches Grundblei austauschen.

Bild: Justus Müller
Der Futterkorb fliegt beim Wurf punktgenau an den Futterplatz.

Bild: F. Schlichting
Beim Feedern auf Brassen sollte man stets einen großen Kescher dabei haben.
Aufstellung der Rute beim Feedern
Während des Angelns liegt die Feederrute in einem 90-Grad-Winkel zur Schnur auf einer stabilen Feeder- oder Matchablage. Da man direkt auf Grund fischt, sollte die Rutenspitze leicht gebogen sein, damit sie auch feinste Bewegungen direkt überträgt. So erkennt man auch sogenannte Fallbisse sofort, bei denen der Fisch auf den Angler zuschwimmt und dadurch die Spitze entspannt.
Bisserkennung und Anschlag
Die Bisse sind an der feinen Feeder-Spitze deutlich zu erkennen. Sobald die Rutenspitze sich in Richtung Schnur bewegt, kann der Anschlag gesetzt werden. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass die Fische meist weit vorne gehakt werden, was ein besonders schonendes abhaken ermöglicht. Zum Abhaken wird ein Hakenlöser zum schonenden Hakenlösen empfohlen. Mit der richtigen Vorbereitung und einer exakt ausgerichteten Rute ist das Feedern eine der erfolgreichsten Techniken für den Ansitz auf Friedfische.
Wie aktuell gefangen wird, sieht man an den Fangmeldungen auf www.angelmasters.de
Auch interessant
- FriedfischangelnAland gezielt feedern – kraftvolle Fische an der Feederrute
- FriedfischangelnAngeln mit Pellets – mehr als nur Fischfutter!
- FriedfischangelnBrassen angeln: Alle Grundlagen und die 4 besten Methoden









