Und immer lockt die Bienenmade am Forellensee

Bienenmaden gehören zu den Topködern am Forellensee. Aber damit sie ihren vollen Wert entfalten, muss man ihre Stärken und Schwächen kennen. Woher kommen sie, wie verwendet man sie am besten und wie lange kann man sie aufbewahren? Michael Kahlstadt hat die Antworten.

Die krabbelnde Versuchung: Kaum eine Forelle kommt an der Larve der Wachsmottenraupe bzw. Bienenmade vorbei.

Bild: M. Kahlstadt

Die krabbelnde Versuchung: Kaum eine Forelle kommt an der Wachsmottenlarve, oder auch Bienenmade vorbei.

Die Bienenmade ist am Forellensee ein echter Klassiker. Doch Bienenmaden müssten eigentlich Wachsmottenlarven heißen. Sie sind die Jugend-(Larven)form der Großen Wachsmotte, eines Nachtfalters. Diese Motte dringt in Bienenstöcke ein, legt ihre Eier in den Waben ab und schädigt sie so. Dabei nehmen die Larven den typischen Wachs/Honiggeruch an, um nicht als Schädling erkannt zu werden. Aus diesem Grund werden die Bienenmaden im englischen Sprachraum auch „honeyworms“, also Honigwürmer genannt. Genau dieser Geruch ist es, den die Fische so lieben. Denn nicht nur Forellen mögen Bienenmaden, sondern auch Aale, Barsche und Weißfische. Und sogar Störe und Karpfen kann man damit fangen.

Bienenmaden werden hauptsächlich in Italien gezüchtet, es gibt sie in verschiedenen Sortierungen. Am bekanntesten sind in Deutschland „normale“ Bienenmaden und die sogenannten „BigBig“. Bei den ersten handelt es sich um eine Mischung – das heißt die Bienenmaden sind unterschiedlich groß. Die BigBig sind besonders große Züchtungen, die darüber hinaus auch noch per Hand selektiert werden. Sie sind für viele Salmoniden besonders attraktiv und eignen sich hervorragend zum Schleppen.

Bild: M. Kahlstadt

Die empfindlichen Bienenmaden müssen an ultrascharfen, dünndrahtigen Haken angeködert werden, sonst laufen sie aus.

 

Bienenmade am Forellensee: Perfekt anködern

Bienenmaden lassen sich sowohl beim aktiven und als auch beim passiven Angeln auf Forelle einsetzen. Allerdings sind sie sehr weich und laufen schnell aus. Deshalb benötigt man zur Anköderung auf jeden Fall sehr scharfe und vor allem dünndrahtige Haken. Am einfachsten bietet man sie einzeln oder zu zweit an der Posen- oder Pilotmontage an. Ich verwende sie aber auch gern einzeln kombiniert mit etwas Schwimmteig für die „auftreibende Montage“ und L-förmig angeködert (siehe Fotos) beim aktiven Schleppen. Außerdem geben sie – richtig angeködert – unseren Spoons den besonderen Kick, wenn die Salmoniden beißfaul sind (siehe Tipp zum Thema).

Sehr gut wirken Bienenmaden an einer auftreibenden Montage. Allerdings muss man sie mit Styropor oder ähnlichem zum Schweben bringen.

Bild: M. Kahlstadt

Sehr gut wirken Bienenmaden an einer auftreibenden Montage. Allerdings muss man sie mit Styropor oder ähnlichem zum Schweben bringen.

Bienenmaden richtig aufbewahren

Bienenmaden sollte man zwar kühl und trocken aufbewahren, aber nicht im Kühlschrank. Anders als Fleischmaden fühlen sie sich am wohlsten bei etwa +12 bis 21°. Bei diesen Temperaturen sind sie prall, lassen sich gut anködern und halten lange am Haken. Unter etwa +7 Grad werden sie sehr weich und schlaff und sind damit für Fische nur wenig attraktiv. Deshalb sollte man sie bei kühler Lagerung etwa 12 Stunden vor dem Angeln an einen Ort mit Zimmertemperatur bringen. Die Larven werden dann wieder prall und erlangen ihre vollständige Beweglichkeit zurück.

Auch während des Angelns empfiehlt sich ein temperierter Ort. Im Sommer lege ich sie daher in eine Kühltasche, um sie vor der Hitze zu schützen, im Winter bewahre ich sie dagegen in der Hosentasche auf. Oder ich packe sie in eine Thermobox mit eingelegtem „Handwärmer“. Auf jeden Fall sollte man seine Bienenmaden-Dose regelmäßig durchschauen und schwarze (abgestorbene) Maden daraus entfernen.

Das perfekte L

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Ein kleiner Tipp zum Schluss:

Eine Bienenmade gibt Spinnködern einen zusätzlichen Kick. Aber: Nur große Spoons werden mit Bienenmaden aufgemotzt. Kleine Spoons (oben im Bild) würden mit der Made am Haken nicht mehr sauber arbeiten.

Bild: M. Kahlstadt

Eine Bienenmade gibt Spinnködern einen zusätzlichen Kick. Aber: Nur große Spoons werden mit Bienenmaden aufgemotzt. Kleine Spoons (oben im Bild) würden mit der Made am Haken nicht mehr sauber arbeiten.


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