In der Ruetz wurden von Ehrenamtlichen aus dem Fischereiverein Neustift 20.000 Bachforelleneier eingesetzt. Zum Einsatz kamen dabei sogenannte Artificial Nests in Form von Cocooning-Systemen und Brutboxen.

Bild: Fischereiverein Neustift
Die Artificial Nests in Form von Cocooning-Systemen und Brutboxen wurden von vielen ehrenamtlichen Helfern eingebracht, sodass sie entlang der Ruetz, sowie in geeigneten Zubringerbächen platziert wurden.

Bild: Fischereiverein Neustift
Die sogenannten Artificial Nests in Form von Cocooning-Systemen und Brutboxenie wurden dann mit Eiern gefüllt.
Ziel des Projektes ist es, den natürlichen Fischbestand langfristig zu stärken und widerstandsfähige Bachforellenpopulationen zu fördern. Die Artificial Nests bieten dabei mehrere entscheidende Vorteile: Die Bachforelleneier entwickeln sich in der Ruetz direkt im natürlichen Lebensraum, wodurch eine natürliche Selektion stattfindet. Nur die kräftigsten Individuen überleben, was zu robusten und standortangepassten Fischen führt. Zudem wird der sogenannte Homing-Effekt gefördert – die Fische kehren später zur Fortpflanzung in ihren Herkunftsbereich zurück.

Bild: Fischereiverein Neustift
Insgesamt wurden 20.000 Bachforelleneier in der Ruetz eingebracht.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Projektes ist die Möglichkeit des Biomonitorings. Die Brutboxen erlauben Rückschlüsse auf Wasserqualität, Sauerstoffgehalt und Sedimentbelastung und liefern damit wertvolle Informationen über den ökologischen Zustand des Gewässers.
Unterstützt wurde das Projekt vom Tiroler Fischereiverband, der die Beschaffung der Bachforelleneier übernahm. Die verwendeten Brutboxen wurden von einem lokalen Unternehmen angefertigt, was zusätzlich die regionale Wertschöpfung stärkt. Die Koordinierung des Projektes lag in den Händen von Reinhard Siller, Bewirtschafter des Fischereireviers, sowie Zacharias Schähle, Geschäftsführer des Tiroler Fischereiverbandes. Beide betonen die Bedeutung solcher Maßnahmen für eine zeitgemäße, naturnahe Fischereibewirtschaftung und sehen das Projekt als wichtigen Beitrag zum Erhalt gesunder Gewässerökosysteme in Tirol.






