Das kleine 1 x 1 der Fliegenschnüre

Warum gibt es all diese unterschiedlichen Schnurklassen? Fliegenschnüre und Ruten werden in den Schnurklassen 1 bis 15 eingeteilt. Aber warum? Vereinfacht ausgedrückt entspricht die Schnurklasse einer Fliegenrute dem Wurfgewicht einer Spinnruten. Je höher die Schnurklasse, desto höher das Wurfgewicht.

Zum Grundwissen zum Thema Fliegenschnüre gehören die Schulklassen und Schnurtypen - und auch das richtige Durchfädeln der Schnur durch die Ringe der Fliegenrute. Foto: M. Werner

Zum Grundwissen zum Thema Fliegenschnüre gehören die Schulklassen und Schnurtypen - und auch das richtige Durchfädeln der Schnur durch die Ringe der Fliegenrute. Foto: M. Werner

Die Schnurklasse (ist auf der Packung angegeben) sollte zur Klasse der Fliegenrute passen (steht über dem Griff auf der Rute). Denn je besser das Gewicht der Schnur zur Aktion der Fliegenrute passt, desto einfach ist der Wurf beim Fliegenfischen. Die Klasse 1 ist die leichteste Schnurklasse und 15 die schwerste. Die Klasse ist auf der Fliegenrute über dem Griff mit „AFTMA, „AFTM“ oder „#“ angegeben. Manchmal ist die Schnurklasse zusätzlich in einer Zahlenfolge angegeben.

Welche Fliegenschnüre setzt man wo ein?

Fliegenschnüre: Auf Fliegenruten ist die Schnurklasse angeben, in diesem Fall zweifach. Ganz hinten mit '#7' und oben mittig mit 790-4. Dabei steht 7 für die Schnurklasse 90 für 9,0 ft (also die Länge) und -4 für vierteilig.

Die Hersteller von Fliegenruten geben die Schnurklasse auf der Rute an, in diesem Fall sogar doppelt. Ganz hinten mit ‚#7‘ und oben mittig mit 790-4. Dabei steht 7 für die Schnurklasse 90 für 9,0 ft (also die Länge) und -4 für vierteilig. Foto: M. Werner

Einsatzgebiet der Schnurklasse 1 bis 4

Mit den Schnurklassen bis 3 wird vor allem von fortgeschrittenen Fliegenfischern an Bächen oder kleinen Gewässern mit kleinen und leichten Fliegen gefischt. Schnüre in diesen ultraleichten Klassen des Fliegenfischens ermöglichen eine extrem dezente Präsentation der Fliege, zudem hat die Schnur nur eine sehr geringe Scheuchwirkung auf die Fische. Nachteil dieser ultraleichten Schnüre: Sie sind windempfindlich und man hat nur eine geringere Wurfweite. Mit der Schnurklasse 4 hat sich inzwischen eine leichte Schnurklasse etabliert, die von vielen Fliegenfischern beim Fischen mit der Trockenfliege und kleinen Nymphen eingesetzt wird.

Einsatzgebiet der Schnurklasse 5 und 6

Sie suchen als Einsteiger Ausrüstungs-Tipps zum Fliegenfischen? Dieses Fliegenfischen-Set hat das Magazin "FliegenFischen" mit der Firma Greys zusammengestellt. Es ist gut, robust und günstig! Für nur 107,40 Euro erhalten Sie zwei Jahre lang das Magazin FliegenFischen PLUS dieses  Einsteigerset zum Fliegenfischen!

Sie suchen als Einsteiger Ausrüstungs-Tipps zum Fliegenfischen? Dieses Fliegenfischen-Set hat das Magazin „FliegenFischen“ mit der Firma Greys zusammengestellt. Es ist gut, robust und günstig! Für nur 107,40 Euro erhalten Sie zwei Jahre lang das Magazin FliegenFischen PLUS dieses Einsteigerset zum Fliegenfischen!

Die Schnurklasse 5/6 ist die Allroundklasse. Diese beiden Schnurklassen sind ideal für mittelgroße Flüsse und Bäche und fast alle heimischen Fischarten (Forelle, Äsche, Döbel, Barbe und alle Weißfischarten). Zudem kann man mit diesen Schnurklassen noch gut mit der Trockenfliege fischen, sie eignen sich sehr gut für beschwerte Nymphen und Nassfliegen und selbst kleine Streamer lassen sich mit diesen Schnurklassen noch werfen. Diese Schnurlasse ist also perfekt für Einsteiger, die mit ihrer ersten Fliegenrute ein großes Spektrum abdecken wollen.

Einsatzgebiet der Schnurklasse 7 bis 9

Beim Fischen mit großen Streamern auf Hecht oder Huchen wird meist Schnurklasse 8 oder 9 eingesetzt, beim Meerforellenfischen an der Küste ist die Schnurklasse 7 sehr beliebt. Foto: M. Werner

Beim Fischen mit großen Streamern auf Hecht oder Huchen wird meist Schnurklasse 8 oder 9 eingesetzt, beim Meerforellenfischen an der Küste ist die Schnurklasse 7 sehr beliebt. Foto: M. Werner

Man kann mit diesen Schnurklassen große Streamer und große Lachsfliegen ohne Probleme werfen. Einsatzgebiete sind daher das Fischen auf Lachs- und Meerforelle, das Streamerfischen auf Hecht- und Huchen und auch das Salzwasserfischen auf den Flats auf Bonefish oder Barrakuda. Im Regelfall werden WF-Schnüre (Keulenschnüre) oder auch Schußköpfe verwendet. Schussköpfe sind kürzer als normale Fliegenschnüre und haben meist eine Länge von rund 10 m. Sie weisen daher eine sehr kompakte Gewichtsverteilung auf. Mit einer „Runningline“ (Schußschnur) verbunden lassen sich Schußköpfe sehr weit werfen.

Einsatzgebiet der Schnurklassen 10 bis 15

Beim Fliegenfischen im Salzwasser werden die Schnurklasse 10 und höher eingesetzt. Diesen Skipjack fing Michael Werner vor Mallorca mit einem Streamer. Foto: M. Werner

Beim Fliegenfischen im Salzwasser werden die Schnurklasse 10 und höher eingesetzt. Diesen Skipjack fing Michael Werner vor Mallorca mit einem Streamer. Foto: M. Werner

Sehr schwere Schnüre, die beim Fischen mit sehr großen oder schweren Streamern zum Einsatz kommen. Es kommen ausnahmslos WF-Schnüre (Keulenschnüre) oder auch Schußköpfe zum Einsatz. Bei den Einhandruten wird die Klasse 10 gerne von Hecht- und Huchenfischern verwendet, um die handlangen Streamer gut werden zu können. Die höheren Schnurklassen werden hingegen fast ausnahmslos im Salzwasser eingesetzt, zum Beispiel beim Fischen auf Tarpon, Stachelmakrelen, Thunfisch und Segelfisch.

Ein weiterer Einsatzbereich ist die Fischerei mit der Zweihandrute auf Lachs an großen Flüssen. Hier werden heutzutage fast ausnahmslos Schußköpfe verwendet. In langsam fließenden Bereichen setzen Experten jedoch gezielt auch WF-Schnüre ein, um aufgrund des höheren Wasserwiderstands dieser Schnüre mehr Zug auf die Fliege zu bekommen, denn dieser erhöht die Geschwindigkeit der Fliege.

Einsteiger-Tipp: Überspringen Sie eine Klasse!

Wenn Sie gerade erst mit dem Fliegenfischen begonnen haben, dann hilft ein kleiner Trick, Ihre Würfe sofort zu verbessern: Wählen Sie die Fliegenschnur eine Klasse höher als auf der Rute angegeben!n Verwenden Sie also beispielsweise eine Fliegenschnur der Klasse 6 für eine 5er Rute. Durch das zusätzliche Gewicht laden Sie die Rute beim Werfen bereits mit einer kürzeren Schnur, also früher, auf. Dies erleichtert Einsteigern das Werfen enorm!


FETTER FANG!

Black Magic Trolley + 12 Ausgaben Blinker + 1 Jahr lang Angelfilme auf ANGELNplus.

3 Monate MyFishingBox - Jetzt Sichern!

Lesen Sie AngelWoche 26 Ausgaben lang für nur 68,00 Euro und erhalten Sie 3x eine MyFishingBox für einmalig nur 1,- Euro Zuzahlung!

6x FliegenFischen + 1 Jahr Zugang zu ANGELNplus + Greys GTS 800

Im Paket nur 151,80€

Holen Sie sich Ihren Mullion 2-Teiler!

Lesen Sie Kutter&Küste 5 Ausgaben lang und erhalten Sie einen Mullion 2-Teiler für nur 89,- Euro Zuzahlung!

Holen Sie sich Ihr Galaxy Xtreme Funk-Bissanzeigerset!

Lesen Sie KARPFEN 5 Ausgaben lang und erhalten Sie ein Funk-Bissanzeigerset für nur 44,- Euro Zuzahlung!
ANGELSEE-aktuell 01/19

Das Magazin für Forellenangler

ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
Next Prev
Blinker
AngelWoche
FliegenFischen
Kutter & Küste
karpfen
ANGELSEE aktuell