PETA-Aktivisten in Sicht – was tun?

Immer wieder wird seitens der großen Tierrechtsorganisation gegen Angler mobil gemacht. Erst in dieser Woche wurde auf der Homepage ein Artikel veröffentlicht, der die Überschrift trägt „Angler in Sicht? Die besten Tipps, was Sie tun können“. Damit Ihr ebenso gut auf den Besuch eines PETA-Aktivisten vorbereitet seid, geben wir Euch hier wertvolle Tipps, um die nervigen Reaktionen und Aktionen abzuwenden.

Sollte Euch ein PETA-Aktivist am Wasser begegnen, haben wir hier ein paar Verhaltensregeln zusammengestellt. (Foto: nachgestellte Szene)

Bild: BLINKER/W.Krause

Sollte Euch ein PETA-Aktivist am Wasser begegnen, haben wir hier ein paar Verhaltensregeln zusammengestellt. (Foto: nachgestellte Szene)

Stellt Euch vor, Ihr sitzt friedlich mit der Angelrute am Wasser. Die Vögel zwitschern, die Sonne geht langsam unter, und die ersten Gründelspuren sind auf dem Futterplatz zu sehen. Ihr rechnet jeden Moment mit dem ersehnten Biss der Schleie – doch da taucht jemand am Ufer auf, der Euch den Angeltag vermiesen könnte: ein Tierrechtsaktivist!

Auf den ersten Schreck fragt Ihr Euch bestimmt, was Ihr jetzt tun solltet. Abwarten und hoffen, dass er oder sie einfach weitergeht? Ein paar Angelhaken schärfen, um Dominanz zu zeigen? Oder doch lieber den Köder einholen und das Feld räumen? Keine Sorge! Mit unserem Ratgeber für den Ernstfall seid Ihr auf alles vorbereitet!

Kurz erklärt: PETA
  • Gegründet 1980 in den USA
  • Die Philosophie: Menschen und Tiere haben dieselben Rechte
  • Ablehnung sämtlicher Gewalt gegen Tiere, sowohl in der Industrie als auch zum Nahrungserwerb
  • In Deutschland vor allem bekannt durch radikale Werbekampagnen wie „Holocaust auf Ihrem Teller“ oder „Dein Papa tötet Tiere!“
  • Immer wieder werden Angler von PETA unter dem Vorwand absichtlicher Gewalt gegen Tiere angezeigt
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Verhaltensregeln bei Kontakt mit PETA-Aktivisten

  • Nur die Ruhe!

Ganz wichtig: Wir sind am Wasser, um zu angeln – und nicht, um uns aufzuregen oder uns unser Hobby vermiesen zu lassen. Von niemandem! Bleibt also ruhig und begrüßt Euren Zuschauer herzlich. Das reicht meist schon als Eisbrecher! Selbsternannte Tierrechtler reagieren oft überrascht (oder erschrecken sich sogar), wenn ihre erklärten Feinde sich als ganz normale und nette Menschen herausstellen. Nutzt diese Verwirrung zu Eurem Vorteil, und entwaffnet Euren Besucher mit geballter Freundlichkeit!

„Es beißt ganz hervorragend!“, das macht direkt einen guten ersten Eindruck. „Die Kiste ist schon halb voll!“ Klopft dabei milde lächelnd auf ein beliebiges Behältnis – je größer, desto besser. Oder bietet Eurem Gast etwas an! „Komm doch in ’ner Stunde nochmal vorbei, dann habe ich sicherlich einen leckeren Brassen gefangen!“ Diesem geballten Anglercharme wird kein Tierrechtler lange widerstehen können.

  • Vermittelt die Freude am Angeln!

Eure neuen Freunde interessieren sich offenbar für Euer Hobby – das ist doch schon nicht schlecht! Zeigt ihnen gern Euren Fischereischein, wenn man Euch nett darum bittet (obwohl Ihr es natürlich nicht müsst), und erklärt, welche Fische Ihr beangelt und welche Methoden Ihr verwendet. Dabei könnt Ihr gerne ins Detail gehen: Selbsthakmontage, Wurmhaken, Vorfachstärken – das alles finden Tierrechtler ungemein spannend.

Führt ihnen ein paar Würfe vor, oder erklärt die Besonderheiten des Gewässers, an dem Ihr angelt. Der Tierfreund muss ja kennen, was er schützen will. Auch das Anfüttern sollte ein Thema sein: Zeigt doch mal, wie man Maden mit der Schleuder anfüttert, um die Rotfedern an den Platz zu locken.

Oder habt Ihr vielleicht gerade erst einen tollen Fang gelandet und versorgt? Perfekt! Das ist eine grandiose Gelegenheit, diesen Menschen ihr Schutzgut näher zu bringen und Berührungsängste mit der Natur zu nehmen! Zeigt die Position von Niere, Galle, dem Herzen – da geht auch dem naturentfremdetsten Aktivisten selbiges auf.

  • Immer noch Unverständnis?

Nach all Euren Mühen ist das zwar sehr unwahrscheinlich, aber vielleicht bricht bei Eurem Besucher doch noch nicht die Begeisterung fürs Angeln aus. Und womöglich, oh Graus, ist sogar das Gegenteil der Fall! Oh je, der neugewonnene Freund ist erbost. Und jetzt? Trotz allem gilt natürlich: Ruhe bewahren. Bietet ihm zur Beruhigung ’ne Bifi an. Immer noch nicht besser? Beobachtet den verstörten Freund genau und studiert sein Verhalten – das kann amüsant und zugleich aufschlussreich sein!

Zückt er zum Beispiel eine Kamera, erwidert den Gefallen und schießt ein paar schöne Erinnerungsfotos von der gemeinsamen Zeit. Vielleicht möchte er ja ein schönes Fangbild von Euch machen? „Kopf noch ein bisschen hoch, den Fisch weiter nach vorne strecken!“

Zu guter Letzt möchte er vielleicht selbst mit dem Fang fotografiert werden – tut ihm den Gefallen, ansonsten bekommt er ja nicht die Gelegenheit dazu. Aber dafür sind Freunde doch da.

  • Was tun bei Krawallbrüdern?

Solltet Ihr an etwas streitlustigere Gesellen geraten, kann es natürlich ungemütlich werden. Besonders unsoziale Wesen könnten versuchen, Steine auf Euren mühsam angelegten Futterplatz zu werfen. Bietet ihnen doch ein paar Futterballen für diesen Zweck an, vielleicht merken sie den Unterscheid ja gar nicht und am Ende sind beide Parteien glücklich. Bleibt der Delinquent bei harten Geschützen, hilft womöglich ein Hinweis darauf, dass die schweren, scharfkantigen Steine die Tiere verletzten könnten.

Ganz unbeirrbare Fälle sollen sogar schon zu Rettungsaktionen angetreten sein: Auch für einen Fisch in der Kühlbox ist es schließlich noch nicht zu spät! Wenn Euer Fang mit dem Bauch nach oben vor Euch schwimmt, könntet Ihr allerdings allmählich darüber nachdenken, die Polizei zu rufen. Zum Glück hat Euer Gegenüber das in den meisten Fällen längst übernommen.

Erklärt nüchtern, was passiert ist, und bleibt auf jeden Fall gelassen – Ihr seid ja nicht in Erklärungsnot. Der Tierrechtler hingegen schon. Die Beamten haben zum Glück oft bereits Erfahrung damit, grundlos von solchen Experten herbeigerufen zu werden. Seid also nett zu der Polizei, sie ist sicherlich ähnlich begeistert wie Ihr.

Erzählt uns Eure Geschichte!

Habt Ihr auch schon Eure Erfahrungen mit PETA und übereifrigen Tierschützern gemacht? Schreibt sie uns unter diesen Beitrag oder schickt uns eine Mail an redaktion@blinker.de! Die besten Geschichten drucken wir im nächsten Blinker – und belohnen sie mit einer Überraschung aus dem Blinker-Lager! ;D

Falls Ihr nicht möchtet, dass Euer Beitrag im Magazin veröffentlicht wird, kennzeichnet ihn einfach mit dem Stern-Symbol (*). Wir freuen uns auf Eure Geschichten!

3 Kommentare1 Antwort

  1. Profilbild von kamikazeamoebe

    Hallo Herr Westerkamp,
    habe grad einen Account erstellt um Ihnen schreiben zu können wie genial Ihr Beitrag geschrieben ist. Habe herzhaft und köstlich gelacht und auch die Kollegen waren sehr begeistert. Ihre Tipps werden definitiv berücksichtigt werden in Zukunft,
    Tolle Art den Artikel von Peta zu beantworten und ein goldener Humor!
    Einfach klasse!
    Vielen, vielen Dank für diese Erheiterung

    • Profilbild von Jannik Westerkamp

      Hallo!
      Freut mich sehr, dass Ihnen und Ihren Kollegen dieser kleine „Ratgeber“ so gut gefallen hat. Viel Erfolg bei zukünftigen Begegnungen der besonderen Art – erzählen Sie hinterher gerne, ob die Tipps auch angeschlagen haben!
      Viele Grüße,
      Jannik Westerkamp

  2. Profilbild von Angelaleks

    Toll geschrieben. Nützt ja nix den Hass zu schüren und das niveaulose Aufhetzen noch überbieten zu wollen. Mit diesem Aufruf zur Eskalation hat PETA sich entlarvt und den Bogen überspannt. Schade, dass der wirklich wichtige „Tierschutz“ so pervertiert und in die falsche Richtung getrieben wird. Petri allerseits

  3. Profilbild von Thomas30

    Und der nächste Irsinn der Peta. Wenn in Deutschland endlich catch und release erlaubt wäre, hätten diese Möchtegerntierschützer weniger Möglichkeit uns das Leben schwer zu machen


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