Eigentlich fängt die Story 2024 mit einem TikTok-Video an. Ein Mann aus der Indo-Gangetischen Tiefebene stellte ein kurzes Video ins Netz. Zu sehen war ein winziges, blassrosa Geschöpf, das mit einer einfachen Handpumpe aus dem Boden gepumpt worden war. Es sah aus wie ein zarter Wurm, schlängelte sich aber eindeutig wie ein Aal. Glücklicherweise landete der Clip nicht nur im Feed von Tierliebhabern, sondern auch bei den Fischbiologen um Dr. Ishan Agarwal.
Wissenschaftliche Untersuchungen
Die Wissenschaftler erkannten sofort: Das ist kein gewöhnlicher Wurm und auch kein verirrter Schmerlen-Setzling. Sie machten sich auf den Weg, nahmen Proben – und machten die Entdeckung perfekt. In der renommierten Fachzeitschrift ZooKeys beschrieben sie vor Kurzem eine völlig neue Gattung und Art aus der Familie der Regenwurmaale (Chaudhuriidae): Gangaichthys indonepalicus.
Angepasst an seinen Lebensraum
Was macht diesen Mini-Aal so besonders? Sein Lebensraum ist kein Fluss, kein See und kein Teich, sondern der Aquifer: die tiefen, wasserführenden Kiesschichten tief im Erdboden. Diese neue Aal-Art in Indien ist Evolution pur!
Blinded by the… Darkness: Seine Augen sind extrem zurückgebildet oder gar nicht vorhanden. Wozu auch? In 15 Metern Tiefe brennt kein Licht.
Keine Farben nötig: Statt eines dunklen Tarnmusters ist dieser Aal fast völlig transparent und rosa-blass. Man sieht sogar die Blutgefäße durch die Haut schimmern.
Gleitender Körperbau: Mit seinem extrem langgestreckten, aalartigen Körper schlängelt er sich mühelos durch engste Spalten im feuchten Kies.






