Klemmender Schieber führte zum Gülleunfall
Der Unfall ereignete sich dem Bericht zufolge im Juli. Der Landwirt wollte Gülle aus einem neuen Stall in die Güllegrube eines älteren Gebäudes pumpen. Während er dort den Füllstand überwachte, wartete sein Sohn am Schieber. Beide hielten übers Handy Kontakt.
Als der Pegel etwa 30 Zentimeter unter dem Grubenrand lag, wies der Vater seinen Sohn an, den Schieber zu schließen. Dieser klemmte jedoch. Beim Versuch, ihn erneut zu öffnen und zu schließen, lief die Grube über.
Innerhalb von zehn bis 15 Sekunden gelangten rund 500 Liter Gülle in die Straßenkanalisation und von dort in den Bach.
Fische erstickten im verschmutzten Wasser
Der Landwirt versuchte laut Bericht vergeblich, die Gülle mit Frischwasser wegzuspülen. Im verschmutzten Bach erhielten die Fische nicht mehr genügend Sauerstoff und erstickten. Wie viele Tiere starben, ist nicht bekannt.
Nach Darstellung der Berner Zeitung kam die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass der Landwirt die Anweisung zum Schließen des Schiebers früher hätte geben müssen.
Bedingte Geldstrafe und zusätzliche Buße
Die Staatsanwaltschaft verhängte eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu jeweils 150 Schweizer Franken, insgesamt 3.000 Franken. Hinzu kommen eine Buße von 750 Franken sowie 500 Franken Verfahrenskosten.
Die Geldstrafe wurde somit auf Bewährung ausgesprochen. Buße und Verfahrenskosten belaufen sich zusammen auf 1.250 Franken.
Quelle: Berner Zeitung
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