Europas größte Angelumfrage: Macht Angeln glücklich?

Macht Angeln glücklich? Um diese Frage zu beantworten, hat das Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei eine deutschlandweite Studie gestartet. Sie soll dabei helfen, die Nutzung der Fischbestände, die Rolle des Angelns in der Gesellschaft und seine wirtschaftliche Bedeutung besser zu verstehen.

Macht Angeln glücklich? Wer von uns würde diese Frage denn nicht mit Ja beantworten? Aber welche Faktoren beeinflussen unser Glück denn genau? Die Forschergruppe um Dr. Harry Strehlow will dieser Frage nachgehen. Foto: DAFV / Olaf Lindner

Bild: DAFV / Olaf Lindner

Macht Angeln glücklich? Wer von uns würde diese Frage denn nicht mit Ja beantworten? Aber welche Faktoren beeinflussen unser Glück denn genau? Die Forschergruppe um Dr. Harry Strehlow will dieser Frage nachgehen.

Macht Angeln glücklich? Natürlich tut es das! Für einige von uns geht nichts über die Freude, einen tollen Fisch gefangen zu haben. Für andere ist das Erlebnis gemeinsam mit Freunden. Und wieder andere sind einfach nur froh, wenn sie den Alltag für ein paar Stunden hinter sich lassen können. Konkrete Fakten liegen dazu allerdings nicht vor – und genau das soll sich jetzt in einer großen Studie ändern.

Die Wissenschaft fragt: Macht Angeln glücklich?

Das Thünen-Institut für Ostseefischerei möchte ein besseres Verständnis für die Nutzung, die Ökologie und den Zustand der Fischbestände erreichen, die für uns Angler wichtig sind. Außerdem will es auch ermitteln, wie groß die sozioökonomische Bedeutung des Meeresangelns ist. Um das zu erreichen, startet das Institut im Rahmen des Deutschen Meeresangelprogramms (DMAP) ein großangelegtes Projekt: Mehr als 150.000 Haushalte in Duetschland sollen per Telefon befragt werden. Damit ist die Studie die größte Befragung dieser Art in Europa und eine der größten weltweit.

„Gehen Sie angeln?“, das ist dabei vermutlich die erste Frage, die Sie hören werden. „Was macht für Sie den Reiz des Angelns aus? Wie oft gehen Sie angeln?“ Und natürlich vor allem: „Macht Angeln glücklich?“

Viele Fragen und ein Angel-Tagebuch

Im Anschluss an die Befragung werden die Teilnehmer eingeladen, an einer Tagebuch-Studie teilzunehmen. Konrekt bedeutet das: Für 12 Monate halten sie ihre Erlebnisse beim Angeln fest, damit die Wissenschaftler ihr Angelverhalten analysieren können. Das Team um Dr. Harry Strehlow erhofft sich davon Erkenntnisse darüber, wie sich das Management der Fischbestände verbessern lässt und wie man die nachhaltige Freizeitfischerei fördern kann.

Wichtig dabei: Die Befragung ist zu 100% anonym und verfolgt keine kommerziellen Ziele! Einzig und allein die wissenschaftliche Erkenntnis steht im Fokus. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen demnächst jemand die Frage „Macht Angeln glücklich?“ stellt. Wir Angler wissen die Antwort natürlich längst – doch es kann ja nicht schaden, auch alle anderen darauf aufmerksam zu machen.

 

Im Anhang die Pressemitteilung des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Rostock

Macht Angeln glücklich? – Europas größte Angelumfrage gestartet

Das Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine deutschlandweite Studie zum Thema Angeln gestartet. Hierfür werden 150.000 zufällig ausgewählte Haushalte in ganz Deutschland telefonisch befragt. Die Studie soll dabei helfen, die Nutzung der Fischbestände, die Rolle des Angelns in der Gesellschaft und seine wirtschaftliche Bedeutung besser zu verstehen.

Rostock/Braunschweig, 17.11.2020

Gehen Sie Angeln? Diese Frage könnte Ihnen in den nächsten Monaten am Telefon gestellt werden. Weltweit angeln über 220 Millionen Menschen in ihrer Freizeit. Auch in Deutschland ist das Angeln beliebt: Gerade in der heutigen Zeit scheinen viele Deutsche sich nach einem naturnahen Hobby zu sehnen, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Doch bisher ist sehr wenig über das Angeln in Deutschland bekannt. Dabei gehören Anglerinnen und Angler zur größten Nutzergruppe von Seen, Flüssen und Meeren.

Was macht den Reiz des Angelns aus? Wie viele Anglerinnen und Angler gibt es in Deutschland? Welche Fische fangen sie und wie viele? Diese und weitere Fragen will das Forschungsteam um Dr. Harry Strehlow vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei im Rahmen der Studie „Angeln in Deutschland“ beantworten. Zusammen mit dem Berliner Markt- und Sozialforschungsinstitut USUMA werden hierfür in den nächsten Monaten 150.000 zufällig ausgewählte Haushalte in ganz Deutschland telefonisch befragt, um ein repräsentatives Abbild der Anglerinnen und Angler in der deutschen Bevölkerung zu erstellen. Damit ist dies die bisher größte Befragung ihrer Art in Europa und eine der größten weltweit.

Die während des Telefoninterviews angetroffenen Anglerinnen und Angler werden zunächst zu verschiedenen Aspekten des Angelns befragt. Anschließend werden alle interviewten Personen dazu eingeladen, an einer Tagebuch-Studie teilzunehmen. Für die kommenden zwölf Monate sollen sie ihre Angelerlebnisse dokumentieren, um den Forschern Einblicke in ihr Angelverhalten zu gewähren.

Ziel der Studie ist, die Nutzung der Gewässer und Fischbestände besser zu verstehen, sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Angelns in Deutschland nachzuvollziehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Entwicklung einer nachhaltigen Angelfischerei in Binnen- und Meeresgewässern dienen. Mit ersten Zwischenergebnissen rechnet das Team um Harry Strehlow Ende 2021.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym. Die Studie verfolgt keine kommerziellen Ziele, sondern dient ausschließlich dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

Weitere Informationen: www.thuenen.de/dmap

Kontakt:

Dr. Harry Strehlow

Thünen-Institut für Ostseefischerei, Rostock

Tel.: +49 381 66099 107

E-Mail: harry.strehlow@thuenen.de

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