Angeln im Diemelsee: So läuft’s an der Talsperre

Das Angeln im Diemelsee ist vielseitig. Neben Zandern und Barschen ist dort auch mit größeren Hechten zu rechnen, die meist beim Schleppangeln gefangen werden. Neuerdings findet auch ein regelmäßiger Seeforellenbesatz statt und man hat gute Chancen einen dieser Salmoniden zu fangen.

Bild: Fotolia

Das Angeln im Diemelsee ist immer für eine Überraschung gut. Denn bei dem reichen Bestand an Hechten, Zandern, Barschen, Welsen und Weißfischen weiß man nie ganz genau, was als nächstes am Haken hängt.

Die in Nord-Hessen gelegene Diemeltalsperre ist mit einer Länge von 16 Kilometer (bei Vollstau) ein relativ übersichtliches Gewässer, das ein vielseitiges Bodenprofil aufweist: Schroffe Felsen, steile Schieferabbrüche bis 30 Meter Tiefe und gemauerte Uferbefestigungen wechseln sich ab mit seichten Uferpartien und verträumten Buchten. Da weiß man gar nicht, wo man zuerst die Montage auswerfen und auf welche Fischart man angeln soll. Denn im Stausee schwimmen viele verschiedene Fischarten. Besonders gut ist der Weißfischbestand. Mit ein paar Handvoll Futter hat man beim Angeln im Diemelsee im Sommer und Herbst schnell Brassen und Rotaugen an der Futterstelle. Daher wachsen auch die Raubfische im Diemelsee sehr gut ab.

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  • Talsperre Größe: 1,65 Quadratkilometer
  • Tiefe: bis 34 Meter
  • Hauptfischarten: Zander, Hecht, Barsch, Seeforelle, Weißfische, Karpfen
  • Angelkarten: 3-Tages-Karte 14 € / Jahreskarte 99 €/Jahreskarte-Jugend 61 € (Stand 2019)
  • VerkaufsstelleTourist-Information Diemelsee, Kirchstr. 6, 34519 Diemelsee-Heringhausen, +49 56 33 91 13 3, Montag bis Freitag 9:00 – 13:00 Uhr und 13:30 – 16:00 Uhr, Samstag 10:00 – 12:00 Uhr
  • Bitte beachten: Die Zeiten für das Angeln am Diemelsee sind von Oktober bis Mai von 6:00 bis 24:00 Uhr und Juni bis September von 5:00 bis 24:00 Uhr. Dass heißt, das Nachtangeln ist nicht erlaubt. Die tägliche Fangmenge von Hecht, Zander und allen Forellenarten ist auf höchstens 3 Stück beschränkt.
Gewässerkarte Diemelsee

Tolle Raubfischfänge beim Angeln im Diemelsee

Hecht, Zander und vor allem überdurchschnittlich große Barsche werden regelmäßig beim Angeln im Diemelsee gefangen. Die gestreiften Räuber lassen sich in der Hechtschonzeit (bis 16. April), wenn nur das Angeln mit Teig und Wurm erlaubt ist, mit einem Tauwurm an der Posenmontage in maximal drei Meter tiefem Wasser fangen. Auch das Dropshotting mit einem halben Tauwurm bringt Bisse.

Nach der Laichzeit der Hechte ist die beste Zeit des Angeljahres am Diemelsee. Nun versammeln sich an einigen Stellen, etwa vor der Stormbrucher Brücke und dem Bootsverleih Koch, große Weißfischschwärme auf engstem Raum. Barsche und Hechte stehen nun direkt neben diesen Schwärmen. Beste Fangmethoden sind geschleppte Naturköder im Mittelwasser oder Wobbler und Gummifische in gedeckten Farben wie Silber-Grau oder Schwarz.

Der Diemelsee ist eine Top-Adresse für dicke Barsche. Die kapitalen Räuber muss man aber erst suchen.

Bild: Blinker/S. Gockel

Der Diemelsee ist eine Top-Adresse für dicke Barsche. Die kapitalen Räuber muss man aber erst suchen.

Ab 1. Juni darf wieder auf Zander gefischt werden. Am besten fängt man diesen Räuber vor Krautfeldern kurz vor Einbruch der Dämmerung. Flexibilität ist am Diemelsee wichtig, besonders in der warmen Jahreszeit. Hat man nach einigen Stunden keinen Biss bekommen, bringt ein Platzwechsel häufig den ersehnten Erfolg.

Wer beim Angeln im Diemelsee vom Ufer auf Zander und Co. fischen möchte, der hat gute Chancen beim Ansitzangeln mit Natürködern.

Bild: Blinker/Schröter

Wer beim Angeln im Diemelsee vom Ufer auf Zander und Co. fischen möchte, der hat gute Chancen beim Ansitzangeln mit Natürködern.

Um das Potenzial des Diemelsee ausschöpfen zu können, empfiehlt sich das Bootsangeln. So kann man auch bei Vollstau erfolgreich fischen, wenn viele Uferplätze nicht erreichbar sind. Ein Boot ermöglicht es zudem, in den sommerlichen Abendstunden mit flach laufenden Wobblern auf kapitale Zander und Hechte mitten im See zu fischen. Erlaubt ist der Einsatz eines E-Motors und eines Echolotes.

An heißen Sommertagen besiedeln zahlreiche Badegäste die Ufer und ausgewiesenen Strände. Zu dieser Jahreszeit sollte man tagsüber in zwei Meter Tiefe mitten im See den kapitalen Freiwasserhechten nachstellen. Gute Stellen sind die Steilufer, unterhalb des Mufferts, eines Berges an der Ostseite des Sees. Ebenso hechtverdächtig ist die steile Wand gegenüber der Kotthauser Badestrände im Itterarm oder der ruhige, herrlich naturumrandete Diemeleinlauf bis zur Strombrucher Brücke.

Der Bereich vor dem DLRG-Haus in Heringhausen ist ein guter Barsch-Spot.

Bild: Blinker/D. Schröter

Der Bereich vor dem DLRG-Haus in Heringhausen ist ein guter Barsch-Spot.

Kalte Zeiten beim Angeln im Diemelsee

Im Oktober beginnt eine äußerst interessante Angelei auf Zander und Barsch entlang der Kanten und Barschberge. Eine fängige Methode beim Angeln im Diemelsee ist dann das Vertikalangeln mit Gummifischen, etwa No-Action-Shads in Braun-Grau bis Weiß. Bei sinkenden Wassertemperaturen ist auch ein zehn Zentimeter langer Köderfisch am Fireball-Jig eine sehr gute Wahl, um solche Stellen punktgenau zu beangeln.

Sind die Wassertemperaturen in den einstelligen Bereich gesunken, ziehen sich die Fische in tiefere Regionen zurück. Zander und Co. sind dann nicht selten in Tiefen unterhalb von 15 Metern anzutreffen und bevorzugen kleine, langsam geführte Köder. Sobald das Eis tragfähig ist, beginnt die Eisangel-Saison. Dann kann man vor steilen Felskanten in Grundnähe Barsche und Zander fangen – manchmal steigt sogar ein Hecht ein.

Der Diemelsee ist ein Gewässer der Extra-Klasse, er hat aber auch seine Tücken. Man sollte sich etwas Zeit nehmen, um die Talsperre zu erkunden. Dazu gehört ein Boot mit Echolot, um sich ein Bild vom See und seiner Bodenbeschaffenheit machen zu können. Dann steigen die Chancen auf einen schönen Fang.

Schonzeiten und Mindestmaße im Diemelsee

FischartMindestmaß in cm Schonzeit
Aal5001.10. – 01.03.
Äsche3001.03. – 15.05.
Atlantische Forelle (Meer-, Bach-, Seeforellen)25 bis 60 (Küchenfenster)01.10. – 31.03.
Barbe40
Hecht5001.02. – 15.04.
Karpfen (Wildform)4515.03. – 31.05.
Nase2015.03. – 30.04.
Moderlieschen01.05. – 30.06
Rotfeder2015.03. – 31.05.
Schleie2501.05. – 30.06.
Zander50

Keiner Fangbeschränkung unterliegen: Aland, Brachse (Blei), Bachschmerle, Döbel, Dreist. Stichling, Flussbarsch, Giebel, Güster (Blicke), Gründling, Kaulbarsch, Hasel, Karpfen, Rotauge, Ukelei und Wels. Der Fang aller anderen Tiere und Arten ist verboten.


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