Der Nebel wabert über die Felder. An manchen Stellen, versuchen die ersten Sonnenstrahlen das Grau zu durchdringen. Ich bin auf dem Weg ans Wasser und genieße das Morgengrau, dass sich im Laufe des Tages zu hellem Sonnenschein wandelt. Keine Wolke steht am Himmel. Dieser Oktobertag hätte mit 20 Grad auch noch als Spätsommertag duchgehen können. Neben den diversen Herbstfarben lassen sich im Oktober auch diverse Fischarten fangen.
Holunderbeeren für Rotaugen
Wer gezielt große Rotaugen fangen will, der sollte es man mit gekochtem Hanf als Anfutter versuchen. Als Köder dienen dann einzelne Holunderbeeren, die ich am 14er oder 16er Haken anködere. Ganz wichtig: Der Haken muss freistehen, damit er sicher fassen kann. Sobald die Pose konstant zur Seite zieht oder sogar abtaucht, muss angeschlagen werden.

Bild: E. Hartwich
Holunderbeeren sind im Herbst ein Top Köder für Rotaugen.
Barsche im Oktober
Auf den großen Seen in Norddeutschland sind nun die Barsche los. Riesige Schwärme rotten sich zusammen. Solange das Wetter einige Tage konstant ist, kann man die Barschschwärme mit dem Echolot orten. Meist stehen sie nun an Kanten, wo es vom ein bis zwei Meter tiefem Wasser bis auf zehn Meter abfällt. Hat man einen Barschschwarm gefunden, kann man diesen mit der Dropshotmontage anfischen. An Gewässern, wo zwei Anbiss-Stellen erlaubt sind, sollte man diese auch nutzen. Haben dann zwei dicke Barsch die Köder genommen, glaubt man zuerst, einen Hecht gehakt zu haben, so kräftig verhält sich das Barschduo im Drill.

Bild: MWDT
Goldige Abendstimmung wird von einem weiteren Barsch auf Twitchbait veredelt.
Die Hechte folgen im Oktober den Barschen und lassen sich gut direkt am Futterfisch fangen. Entsprechend große Sicheln auf dem Echolot zeigen, wo die Hechte stehen und immer wieder mal in die Barsche einbrechen. Hechte lassen sich nun gut mit großen Gummifischen oder tief laufenden Wobblern fangen. Wo erlaubt kann man auch bei einem Platzwechsel, die großen Köder schleppen. Allerdings braucht man bei der beschriebenen Angelei ein Boot. Dieses kann man an vielen Gewässern bei mehreren Anbietern stunden- oder tageweise mieten.

Bild: MWDT
Herbsthechte stehen in großen Seen meist dicht an den Futterfischschwärmen.
Karpfen im Oktober
Auch für Karpfenangler schüttelt der Oktober noch einmal sein Füllhorn aus. Wer nun eine Futterkampagne plant, hat extrem gute Chancen, ein paar dicke Karpfen auf die Abhakmatte zu legen. Die Fisch fressen sich nun für die kalte Jahreszeit ihre Fettreserven an – und nehmen einen sorgfältig vorbereiteten Futterplatz gerne an.

Bild: A. Pawlitzki
Ein Karpfen am Method Feeder.
Wie man sieht, schüttet Petrus im Herbst noch einmal sein volles Füllhorn über uns Angler aus. Und wenn man dann bei einem fantastischen Sonnenuntergang wieder den Heimweg antritt, hat der goldene Oktober seinem Namen wieder alle Ehre gemacht. Wie gut aktuell gefangen wird, kann man übrigens sehr gut an den Fangmeldungen bei den AngelMasters verfolgen.
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