Ein riesiger Sardinenschwarm, der plötzlich wie ein gruseliger Totenkopf aussieht: Mit diesem außergewöhnlichen Unterwasserfoto sorgt der Fotograf und Freitaucher Ben Yavar für Aufmerksamkeit.
Ein riesiger Sardinenschwarm, der plötzlich wie ein gruseliger Totenkopf aussieht: Mit diesem außergewöhnlichen Unterwasserfoto sorgt der Fotograf und Freitaucher Ben Yavar für Aufmerksamkeit.
Die Aufnahme entstand während eines Sardinen-Runs vor den Philippinen. Millionen Sardinen bildeten dort einen sogenannten „Bait Ball“ – eine dichte Kugel aus Fischen, mit der sich Schwärme gegen Räuber wie Thunfische, Makrelen oder andere Jäger schützen. Durch die perfekte Formation entstand für wenige Augenblicke die Illusion eines riesigen Schädels mit dunklen Augenhöhlen und grimmigem Gesichtsausdruck.
Der auf den Philippinen lebende Unterwasserfotograf Ben Yavar entdeckte die ungewöhnliche Form erst beim Betrachten seiner Aufnahmen. Das Bild verbreitete sich anschließend rasch in den sozialen Medien.
Biologen sehen in solchen Formationen eine natürliche Schutzstrategie. Indem sich Tausende oder sogar Millionen Sardinen zu einem einzigen, pulsierenden Organismus zusammenschließen, verwirren sie Fressfeinde und erhöhen ihre Überlebenschancen. Immer wieder entstehen dabei spektakuläre Muster und Formen.

Bild: adobeStock_prochym
Aus Millionen einzelner Fische entsteht ein einziges beeindruckendes Gebilde: Ein Sardinenschwarm in perfekter Abwehrformation.
10 erstaunliche Fakten über Sardinen
- „Sardine“ bezeichnet nicht nur eine einzige Fischart. Der Begriff wird für verschiedene kleine Schwarmfische aus der Heringsverwandtschaft verwendet.
- Sardinen leben in riesigen Schwärmen. Diese können aus Tausenden bis Millionen einzelner Fische bestehen und dienen vor allem dem Schutz vor Räubern.
- Sardinen ernähren sich hauptsächlich von Plankton. Sie filtern winzige Pflanzen und Tiere aus dem Wasser und spielen damit eine wichtige Rolle im marinen Nahrungsnetz.
- Sie gehören zu den wichtigsten Beutefischen der Weltmeere. Thunfische, Makrelen, Delfine, Haie, Seevögel und viele andere Tiere ernähren sich von Sardinen.
- Sardinen bilden sogenannte „Bait Balls“ (Köderbälle). Dabei ziehen sich die Fische bei Gefahr zu einer dichten Kugel zusammen, um Angriffe von Räubern zu erschweren.
- Ein Bait Ball kann mehrere Meter groß werden. Solche Fischkugeln erreichen Durchmesser von 10 bis 20 Metern und enthalten oft Hunderttausende Tiere.
- Sardinen sind Wanderfische. Viele Bestände legen im Jahresverlauf weite Strecken zwischen Nahrungs- und Laichgebieten zurück.
- Pazifische Sardinen können über 30 Zentimeter lang werden. Die meisten gefangenen Tiere bleiben jedoch deutlich kleiner.
- Sardinen vermehren sich sehr schnell. Weibchen geben große Mengen an Eiern ins freie Wasser ab, wo diese befruchtet werden und innerhalb weniger Tage schlüpfen können.
- Der Name „Sardine“ geht vermutlich auf die Insel Sardinien zurück. Dort sollen ähnliche Schwarmfische früher besonders häufig vorgekommen sein.
Quelle:BILD/Ben Yavar
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