Bachforelle in Gefahr: Prominente warnen vor bedrohten Flüssen

Beim „Tag der Bachforelle“ in Österreich machten Wissenschaftler, Naturschützer und prominente Gäste auf den dramatischen Rückgang heimischer Bachforellen und anderer Fischarten aufmerksam. Im Fokus standen Gewässerschutz, bedrohte Flüsse und neue Lösungsansätze für Österreichs Gewässer.

Bild: Wildbild

Reinfried Herbst, Peter Schröcksnadel, Nikolaus Medgyesy sowie Alessandra und Heinrich Dieter Kiener (Stiegl) beim zweiten „Tag der Bachforelle“ am 26. Mai 2026 am Stiegl-Gut Wildshut.

Auf dem Stiegl-Gut Wildshut in Österreich fand am 26. Mai 2026 zum zweiten Mal der „Tag der Bachforelle“ statt. Veranstaltet wurde der Abend vom River and Nature Trust rund um Initiator Peter Schröcksnadel. Ziel der Veranstaltung war es, auf die zunehmenden Probleme heimischer Fließgewässer und den Rückgang vieler Fischarten aufmerksam zu machen.

Die Bachforelle gilt als wichtiger Leitfisch für intakte Flüsse und Bäche. Doch die Bestände vieler heimischer Arten sind in den vergangenen Jahrzehnten massiv eingebrochen. Neben Bachforellen betrifft das unter anderem Äschen, Huchen und Flussperlmuscheln. Als Ursachen sind unter anderem Gewässerverbauungen, steigende Wassertemperaturen, Gewässerverschmutzung, falscher Besatz sowie zunehmender Druck durch Fischotter, Kormorane und andere Prädatoren zu nennen. Zu den Gästen der Veranstaltung zählten unter anderem die ehemaligen und aktiven Ski-Stars Reinfried Herbst, Annemarie Moser-Pröll und Raphael Haaser. Ebenfalls vor Ort waren Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie zahlreiche Natur- und Fischereiinteressierte.

Ein besonderer Höhepunkt am „Tag der Bachforelle“ war die Ernennung des ehemaligen Slalom-Weltcupsiegers Reinfried Herbst zum offiziellen Botschafter des River and Nature Trust für Salzburg. Künftig soll er sich öffentlich für den Schutz heimischer Gewässer und alpiner Naturräume einsetzen.

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Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ernennung des ehemaligen Slalom-Weltcupsiegers Reinfried Herbst zum offiziellen Botschafter des River and Nature Trust für Salzburg. Künftig soll er sich öffentlich für den Schutz heimischer Gewässer und alpiner Naturräume einsetzen.

Große Aufmerksamkeit erhielt außerdem eine angekündigte Studie der BOKU Wien. Dabei sollen die Zusammenhänge zwischen Fischbeständen, Prädatoren, Gewässerstruktur und menschlichen Eingriffen umfassend untersucht werden. Ziel ist es, neue Grundlagen für den Schutz heimischer Flüsse zu schaffen. Auch Fischereibiologe Dr. Nikolaus Medgyesy wurde im Rahmen der Veranstaltung ausgezeichnet. Bekannt wurde der Wissenschaftler unter anderem durch seine Arbeiten zur sogenannten „Urforelle“. Der River and Nature Trust ehrte ihn für seine langjährige Forschung und seinen Beitrag zum Erhalt ursprünglicher Fischpopulationen im Alpenraum. Die Veranstalter sehen den „Tag der Bachforelle“ nicht nur als gesellschaftlichen Treffpunkt, sondern vor allem als Plattform für konkrete Lösungen rund um Gewässerschutz und Fischbestände. Wissenschaft, Fischerei, Wirtschaft und Öffentlichkeit sollen dabei gemeinsam Wege finden, um Österreichs Flüsse langfristig wieder stärker in Balance zu bringen.

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