In Regionen wie Alaska oder Kanada kommt es durchaus vor, dass Belugas den ziehenden Lachsen weit in die Flusssysteme folgen. In Europa ist ein solcher Besuch jedoch eine absolute Sensation, die Erinnerungen wachruft: Ältere Generationen werden sich sofort an das Jahr 1966 erinnern, als ein Weißwal im Rhein den Fluss hochschwamm und wochenlang für weltweite Schlagzeilen sorgte.
Abstandsregeln für Boots- und Uferangler
Der örtliche Jäger- und Angelverein (Østsiden Jeger- og Fiskeforening) hat in Kooperation mit der Nedre Eiker Laksegruppe und in enger Abstimmung mit dem norwegischen Fischereidirektorat (Fiskeridirektoratet) zwei strikte Sicherheitszonen rund um den Wal erlassen:
- 500 Meter Sicherheitszone für das Angeln mit Rute oder Schleppgerät („Oter“) vom Boot aus.
- 300 Meter Sicherheitszone für das Fliegenfischen vom Ufer aus.
Diese Maßnahmen dienen dem direkten Schutz des Tieres, um Verletzungen durch Haken oder den Kontakt mit Angelschnüren zu verhindern. Die lokalen Aufseher kontrollieren die Einhaltung dieser Zonen an der Drammenselva streng.
Dem Belugawal geht es gut
Um die Lage genau zu prüfen, wurden vorab Videoaufnahmen vom Belugawal gemacht, damit der Gesundheitszustand präzise beurteilt werden konnte. Dabei gibt es eine gute Nachricht, denn das Tier befindet sich laut den Experten in einer normalen bis guten körperlichen Verfassung. Zudem zeigt der Wal keinerlei Anzeichen von Stress – der gedeckte Tisch mit frischem Lachs dürfte ihm nämlich sichtlich gefallen. Schließlich hoffen die lokalen Naturschützer und Angler nun, dass der Wal nach seinem Beutezug bald von selbst umkehrt und den Weg flussabwärts zurückfindet. Bis es jedoch so weit ist, hat der Schutz des Tieres absolute Priorität.
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