Während die meisten Angler die Ruhe an abgelegenen Ufern suchen, wählten drei Männer in Essen einen Ort, der sie in akute Lebensgefahr brachte: die Gleisanlagen der Deutschen Bahn.
Streckensperrung nach Leichtsinn am Schienennetz
Am 4. April 2026 bemerkten Zeugen drei Personen, die sich im Bereich zwischen Essen-Überruhr und Essen-Kupferdreh direkt auf dem Schotterbett der Gleise niedergelassen hatten. Die Männer hatten dort ihre Angelausrüstung aufgebaut und angelten in einem angrenzenden Gewässerabschnitt, ohne die unmittelbare Gefahr durch den Schienenverkehr zu berücksichtigen.
Die herbeigerufene Bundespolizei reagierte sofort: Um eine Tragödie zu verhindern, wurde die betroffene Bahnstrecke umgehend für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Erst nach dem Eintreffen der Beamten konnte die lebensgefährliche Situation aufgelöst werden. Die drei Männer müssen sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten. Neben empfindlichen Geldstrafen drohen ihnen zudem zivilrechtliche Regressforderungen für die entstandenen Verspätungen im Bahnnetz.
Blinker-Chefredakteur Michael Werner findet deutliche Worte
Dazu Michael Werner, Blinker-Chefredakteur: „Das ist Darwin-Award-Training auf Profi-Niveau, ehrlich! In meinen über 30 Jahren als Angelredakteur habe ich ja schon einiges erlebt – Typen, die bei Gewitter die Carbonrute als Blitzableiter zweckentfremden oder Helden, die im klapprigen Schlauchboot ohne Weste auf der Ostsee bis zur Tonne 5 tuckern. Aber das hier? Das setzt dem Ganzen die Krone auf. Wer den Kick beim Drill sucht, aber dabei das dumpfe Grollen eines ICEs ignoriert, hat am Wasser nichts verloren. Moderne Züge hört man oft erst, wenn der Luftzug einen bereits von den Beinen holt. Das ist kein Streetfishing, das ist russisches Roulette mit der eigenen Gesundheit.“
Experten-Tipp vom Blinker: Sicherheit am Gleis
Sicherheit hat Vorrang: Bahnanlagen sind kein Gelände für Angler oder Hobbysportler. Die Sogwirkung vorbeifahrender Züge wird massiv unterschätzt und kann Personen meterweit mitreißen. Zudem leitet das Schotterbett Schall oft schlechter, als man denkt. Züge tauchen sprichwörtlich „aus dem Nichts“ auf. Kein Fisch der Welt ist es wert, zwischen zwei Schienen zu enden. Wenn ihr Personen im Gleisbereich seht, haltet Abstand und informiert umgehend die Bundespolizei unter der kostenlosen Hotline 0800 6 888 000.
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