Der wichtigste Faktor beim Feederangeln auf Alande ist die richtige Platzwahl. Im Gegensatz zu Döbeln, die häufig strukturreiche Bereiche bevorzugen, halten sich Alande gern in flachen Zonen mit weichem, aber nicht schlammigem Grund auf. Besonders attraktiv sind ruhigere Flussbereiche mit schwacher Strömung. Alande ziehen fast immer in lockeren Verbänden, unabhängig von ihrer Größe. Kleine und große Fische bleiben meist unter sich – ein einzelner Großaland zwischen vielen kleinen ist eher die Ausnahme. Allerdings neigen sehr große Alande zum Einzelgängertum und im Alter auch zur räuberischen Lebensweise. Das macht sie – ganz nebenbei bemmerkrt – auch interessant für Spinnfischer.
Fängige Futtermischung

Bild: Thomas Pruß
Das Futter sollte gut kleben, damit es bei Distanzwürfen nicht aus dem Futterkorb geschleudert wird.
Auch beim Futter zum Feedern auf Alande kommt es auf die richtige Mischung an. Zu feines Futter ist ungeeignet. Bewährt hat sich eine Kombination aus Rotaugen- und Brassenfutter, ergänzt durch eine intensive Duftnote, etwa Scopex, sowie reichlich Maden. Da Alande oft etwas weiter draußen stehen, empfiehlt sich eine mittlere Feederrute in Kombination mit einem großen Futterkorb, der ausreichend Futter fasst.
Aland-Feedern: viel Futter im Sommer, wenig im Winter

Bild: Thomas Pruß
Zum Fischen auf Distanz –Entfernungen um 40 bis 50 m – eignet sich in strömungsschwachen Gewässern eine mittlere Feederute sehr gut.
Das Anfüttern erfolgt zu Beginn sehr konsequent: Etwa zehn voll gefüllte Futterkörbe werden im Sommer auf den Angelplatz geworfen, um schnell Aufmerksamkeit zu erzeugen. Im Winter hält man sich dagegen mit der Futtermenge stark zurück: Dann reichen 2 oder 3 Körbe sehr feinen Futters mit geringem Lebendfutteranteil. Erst nach dem Füttern wird der Haken montiert und die eigentliche Angelei beginnt. Auf größere Distanz zeigen sich Alande meist wenig scheu, während sie im Uferbereich extrem vorsichtig agieren – ähnlich wie Döbel.
Starke Fluchten

Bild: Thomas Pruß
Schneller Biss: Das Futter hatte noch gar keine Zeit, sich vollständig aus dem Korb zu lösen.
Ein Alandbiss äußert sich häufig als typischer Fallbiss, vergleichbar mit dem eines großen Brassens. Der Anhieb fühlt sich entsprechend hart an – fast so, als würde man gegen eine Wand schlagen. Danach zeigen Alande jedoch ihren wahren Charakter: Mit kräftigen Fluchten und permanenten Kopfstößen setzen sie der Feederrute ordentlich zu und geben erst nach mehreren energischen Gegenangriffen auf. Genau diese Mischung aus Kraft, Ausdauer und Vorsicht macht den Aland zum idealen Zielfisch für das Feedern.
Alande und Döbel

Bild: Hartwich
Das Foto zeigt es: Alande und Döbel können in ein und demselben Gewässer leben. Der Aland (oben) wirkt gegen den Döbel bulliger.
Oft wird behauptet, dass sich Alande und Döbel gegenseitig in einem Gewässer ausschließen, weil sie ähnlich ökologische Nischen besetzen. Früher wurde sogar so eine Art Aland-Döbel-Äquator kolportiert, der irgendwo entlang des Mains entlang lief. Südlich davon dominierten Döbel, nördlich Alande. Südlich blieben die Alande klein, nördlich die Döbel. Aber das stimmt so nicht. Döbel und Alande kommen gleichmäßig verteilt in den deutschen Gewässern vor, kommen sich aber durch ihre Standortansprüche nicht gegenseitig in die Quere: Der Aland ist ein Fisch der Niederungsgewässer, während der Döbel bis in die Forellenregion aufsteigen kann. Wie aktuell gefangen wird, sieht man bei den AngelMasters.
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