Die Futterschleuder hat viele Namen
Manche Angler nennen sie Futterschleuder, sie werden beim Angeln aber auch als Madenschleuder, Katapult, Katschi oder Zwille bezeichnet. Es gibt sie speziell zum Angeln in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen. Die Größe des Korbes bestimmt, was damit geschossen werden kann. Und die die Bügelweite und die Art des Gummis, wie weit die Ladung katapultiert werden kann. Die meisten Schleudern sind dafür ausgelegt, dass man ein paar Maden, Pellets oder Maiskörner zum Futterplatz befördern kann.
Verschiedene Distanzen
Maden lassen sich beim Angeln selbst mit einer kräftigen Futterschleuder aufgrund ihres geringen Eigengewichtes nur maximal 10 bis 15 m weit schießen. Sehr viel weiter fliegen aber auch Maiskörner und Pellets nicht. Je größer die Masse der „Geschosse“, desto weiter lassen sie sich katapultieren. Boilies und große Pellets lassen sich problemlos 30 bis 40 m weit schießen. Und fest gedrückte Futterkugeln in Eiergröße können auch Distanzen von bis zu 50 m erreichen. Aber wie gesagt: Das hängt aber immer von der Größe und Ausführung der Schleuder ab. Und natürlich von der Technik!
Gefühl entwickeln
Und damit wären wir beim nächsten wichtigen Punkt: Man braucht nicht nur eine gewisse Technik, sondern auch Gefühl, um die Futterschleuder beim Angeln richtig einzusetzen. Denn entscheidend ist, dass das Futter auch dort ankommt, wo es soll! Wenn einige Futterladungen mal zu weit und mal zu kurz fliegen und dabei auch noch seitlich abweichen, entsteht kein punktueller Futterplatz, sondern ein riesiger Futter-Flickenteppich, der die Fische nicht auf einem Punkt hält.
Perfektes Trefferbild mit Futterschleuder
Bevor man also eine Futterschleuder beim Angeln einsetzt, sollte man ein paar Probeschüsse auf ein anderes Ziel machen, um ein Gefühl für die Schleuder zu bekommen. Aber so ein Gefühl bekommt man relativ schnell. Wichtig sind dabei drei Dinge: Die Richtung, der Höhen-Winkel und die Spannung des Gummis. Wenn alle drei bei jedem Schuss identisch sind, landet das Futter so gut wie immer punktgenau auf dem Futterplatz! Bei kurzen Distanzen mit kleinen Ködern wie Maden, schaffen es erfahrene Stipper, die Köder auf einer Fläche von maximal 2 x 2 m zu platzieren. Und bei Distanzen bis 50 m sind erfahrene Match- und Karpfenangler in der Lage, dass das Futter auf gleichbleibenden Flächen von 3 x 3 m bis maximal 5 x 5 m landet. Das ist für solche Distanzen ein perfekte Trefferbild!
Die Technik ist wichtig
Wichtig ist, dass der Korb der Futterschleuder beim Spannen des Gummis nicht zu stark gequetscht wird. Bei weichen Körben kann das leicht passieren. Bei Futterschleudern fürs Angeln sind die Körbe in der Regel aber fester, so dass das nicht passiert. Nur wenn der Korb durch einen festen Boden auch bei Spannung breit genug bleibt, werden Futterkugeln nicht zerquetscht und lassen sich auch verschießen.
Fließende Bewegung
Wichtig ist der Ladevorgang beim Angeln: Die Futterschleuder muss dabei so gehalten werden, dass der Korb senkrecht nach unten hängt. Dann wird der hängende Korb mit Maden, Mais, Boilies oder mit einer Futterkugel beladen. Und dann muss alles ganz schnell gehen: Es ist wichtig, dass das Spannen des Gummis und das Ausrichten des Schusswinkels in einer ganz schnellen und fließenden Form erfolgt, damit das Futter währenddessen auch tatsächlich im Korb bleibt. Langes Zielen mit der gespannten Zwille ist normalerweise nicht möglich, weil besonders kleinteiliges Futter sonst aus dem Korb fallen würde. Da macht Übung aber den Meister!

Bild: Pawlitzki
Damit die Maden nicht aus dem Korb fallen, muss er senkrecht hängend befüllt werden.

Bild: Schlichting
Hier soll eine Futterkugel geschossen werden. Sie liegt im fast senkrecht nach unten hängenden Schleuderkorb.

Bild: Schlichting
In einer fließenden Bewegung wird der Korb beim Spannen des Gummis nach hinten genommen.

Bild: Schlichting
In der fließenden Bewegung ist das Gummi jetzt maximal gespannt und hat den perfekten Abschusswinkel.

Bild: Schlichting
Die Kugel schießt davon. Die Schritte 1 bis 4 dauern zusammen nur 1 bis maximal 2 Sekunden.
Wie gut aktuell Weißfische wie Brassen, Rotaugen oder Döbel gefangen werden, kann man sehr gut an den Fangmeldungen bei den AngelMasters sehen.
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